D asselbe ulenbekämpfung und
Rauschbrandschutzimpfung
Auf Grund § 2 des Bundesgesetzes über die Bekämp -
fung der Dasselbe ulen kran kheit der Rinde r, BGBI. Nr
2 1/1949 und der Verordnung des Landeshauptmannes
vom 30. August 1965, LGBI. Nr. 24/1965 sind die träch
igen Rinder und Kühe alljährlich in den Monaten April
und Mai mit D erriswurz elpräparaten zu entdasseln.
Alle L andwirte werde n daher aufgef ord ert, Rinder
ind Kühe, welche von der Dasselbeulenkrankheit be-
fallen sind, anläßlich der Rauschbrandschutzimpfung
zur En tdasselun g a nzumelden
Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß
nur en tdass elte Rin der und Kühe auf Alpen, Weiden ,
Tierschauen, Tierauktionen und Mä rkte gebracht wer-
den dürfen. Als entdasselt sind solch e Tiere anzusehen,
die einem Ent das selungsv erf ahren mit sicht barem Er
folg unterz ogen wurden. Die Kos ten der Behandl ung
und des Präparates hat der Viehbesitzer zu t ragen.
Zuwiderhandlungen w erden von der Bezirksverwal-
tungsbehörde als Verwaltu ngsübert ret ung mit Geld bis
S 1.00 0.— oder mit Ar rest bis zu drei Mona ten bestraft.
Die R aus chbrandschutzimpf ung en werden auf den
nachfolgenden Sa mmelplätzen vorgenommen. Im Inte-
resse einer reibu ng slosen Abwicklung der I mpfung ist
die genaue Einhal tung der angegebenen Ter mine er
forderlich
Die Impfgebühren betragen bei Zusammentr ieb
S 5.—, bei Hofimpfungen S 8.— pro St ück. Bei Nicht
a uftrieb am Sammelplatz ist der Impfti erarzt berech
tigt, eine Mehrgebühr einzuheben. Gewünschte H ofimp
fungen sind den Herre n Tierärzten recht zeit ig bekan nt
zugeben.
Rauschbrandgefährdete Alpen und W eiden sind u. a.
die Alpen Gschwendt, Rechen, Schönenwald, Körb, Sat
tel, Ilgenwald, Unterfluh, Altenhof, Kobel, Oberse hren ,
Binnel, Oberstu rm, S chneew ald, Süns, Vorderm ellen,
Hinte rmellen , Unteralpe, Unt ermör zel, Va lors, Oswald
Linda ch, Hase ngerach , Bockshang, Schönermann, Pried-
ler und Wöster sowie die Heimweide des Engelbert
Diem, Winsau 9. Die weiteren rauschbrandgefährdeter
Alpen und Weiden sind an der Amts tafel angeschla
gen. Viehbesit zer, wel che ihre Rinder und Kühe auf
Alpen und Wei den in Tirol und Bayern ü bersömm ern
wo llen sich über die dort bestehenden Vorschriften hin-
ichtlich der Rauschbrandschutzimpfung erkundi gen u.
diese beachten.
Dienstag, 19. April Rohrbach
(Egon Huber)6.45 Uhr
ühlegasse 7.30
Uhr
Knie, Ruschen 8.30
Uhr
Heilgereuthe
Paul
Kauf mann 9.30 Uhr
Kal ben 0.30
Uhr
Winsau (Kapelle) 11.30 Uhr
Rädermacher 12.15
Uh
Mittwoch, 20. April Kehler 6.45 Uhr
Unte rfallenb erg 7.30
Uhr
Oberfallenberg 8.30 Uhr
Watzenegs 10.30 Uhr
läfenb erg 11.00 Uhr
Oberdorf 1.30
Uhr
Adlergasse
Donner stag, 21. April 8.00
bis10.00 Uhr
Mühlebach Freita g, 22.
April 8.00 bis 9.30 Uhr
Bürg le 14.00 bis 15.00 Uhr
Danner 15.00
bis 16.30 Uhr
So nntag, den 17. April 1966
Samstag, 23. April Eschenau,
Fußenegg
8.00 bis 9.30 Uhr
Salzmann, Beckenmann
9.30 bis 11.00 Uhr
Kehlegg 3.00
bis 13.30 Uhr
Badhof 15.00
Uh.
Den Viehbesitzern ist Gelegenheit geboten, auch die
über drei Jahre alten Ri nder i mpfen zu las sen. Auch
ist die I mpfung möglichst aller Jungtiere anzustreb en,
da in den verga ngen en Jahren immer häufiger Ra usch-
brandf älle sich auf Heim weiden ereigneten
Unt erstü tzungen für V erluste an Rauschbr and wer-
den weder vom Bunde noch vom Tierseuchenfonds be
zahlt, wenn Tiere fallen, die ungeimpft auf rausch
br a ndgefährliche Alpen und Weiden aufgetrieben wer-
den 1584a
Der Bürg ermeister: Dr. Karl Bohle
Agrarbezirksbehörde
Bregenz
Zahl: II - 658/66 Bregenz,
den 25. März 1966
Regulierungsbescheid
Die A grarbezirksbehörde Bregenz hat über Antrag
der Weiderechtsbesitzer der Viehweide Schw ende mi
B escheid vom 16. 4. 1954, Zl. II - 658 /54, über die Vieh
weide Schwende in E. Zl. 1663, K. G. Dornbirn, gemäs
§ 46 Abs. 2 Flur verfassun g sgese tz, LGBI. Nr. 4 /1951
das Verfahren zur O rdnung der rechtlichen und wirt
chaftli chen Verhältnisse eingeleitet. Der Beschei d ist
am 5. 5. 1954 in Rec htskraft erwachsen. Die Einleitung
des Verfahrens wurde gemäß § 93 Abs. 3 FIVG kund
remacht und im Grundbuch der K. G. Dornbirn gemäß
§§ 101 und 102 FIVG ersichtlich gemacht.
Gemäß §§ 87 ff. FIVG erkenn t und beurkun det die
Agrarbezirksbehörde Bregenz nach durchgeführtem Er
m ittlungs verfahren wie folgt:
I.
1. Die von der Voll ver sam mlung der Viehweide Schwen-
de am 29. 11. 1964 beschlossene Satzung der Agrar-
vemeinschaft „Viehweide Schwende" wird gemäß §8
36 Abs. 2 und 78 FIVG
genehmigt
2. Es wird festgestellt, daß die Viehweide Schwende
eine Agrargemeinschaft mit Rechtsfähigkeit im Sinne
des § 36 FIVG ist. Sie unter liegt der Aufsicht und
Überwachung durch die Agrarbehörden. Die Sa tzung
der Viehweide Sch wende ist diese m Bescheid als we-
sentlicher Besta ndte il angeschlossen.
II
Gemäß § 35 Abs. 1 lit. b und § 37 FlVG wird festge
stellt, daß die Liegenschaften vorkommend in E. Zl
1663, K. G. Dornbirn agrargemeinschaftliche Grund
stücke sind. Diese Liegenschaften könn en gemäß § 38
FIVG nur mit Genehmigung der Agrarbehörden ver-
ä ußert oder belastet we rden
III.
1. Die Viehweide Schwen de hat 53 Weiderechte.
2. Die Mitglieder der Agrargemeinschaft sind gemäß
8 lit. h FIVG mit der Zahl ihrer Weiderechte in dem
angeschlossenen Entw urf des Anteilbuches, der beim
Weideme iste r und beim Amt der Stadt Dornbirn auf-
liegt , verzeichn et .