Sonnt ag, 30. N ovember 1968
TERNE R ODTEN "
OAINZ NAHE
Der Ferne Osten ist uns vertrauter als der Goldene Westen. Lä ngst
bevor die C aravellen eines Columb us nach Amerika segelten,
schle ppte das „Schif f der Wüste“ kostbare G ewebe auf der Sei¬
de nstraße quer durch Asie n, damit sich die europäische Frau eben¬
so luxuriös und verführerisch kleid en kon nte wie die Asiatin.
Mag sein, daß die aus der Prärie stammende „Blue Jean“ zur
Hose unseres Jahrzehnts wurde, der Jugend wie auf den Leib ge
gos sen. Aber der P ijama, der bequeme, kleidsame Schl afan zug
des Japaners, hat sich läng st mit fernöstlicher G el assenheit die
Sympathie des westlichen Menschen für alle Zukunft erobert.
Unsere europäische Kul tur ist seit Jahrhunderten so innig ver¬
woben mit asia tischer Ku ltur, daß wir uns dessen kaum noch be¬
wußt sind. Was wäre zum Beisp iel die Schönheit der Frau ohne
den Glanz knisternder C hinaseid e? Wora us würden wir Europäer
Tee trinken, hätte uns nicht China das Porzellan geschenkt, ein
Porzella n so leicht wie der menschl i che Geda nke und durchschei¬
nend wie edles Papier? Erst in Behältnissen aus solchem Stoff läß
der Tee sein betörendes Aroma voll verströmen, das auf den Fein¬
sinnigen wirkt wie exotisches, erregendes Parfum . Haben Sie nie
Tee getrunken, der aus der bauchigen Kanne mit dem geflochte
nen Bambus bügel in golden em S trahl in die winzige japanische
Tasse floß? Ein unvergeßlicher Gen uß. Unvergeßlich, weil er alle
Sinne anspricht: den Geschmacks- und den Geruchssinn, das Auge
das sich nicht sattsehen kann an der entzückenden Malerei auf
dem Porzellan, das Ohr, das auf den feinen Klang hört, wenn Por
zell an Porzellan berü hrt, wenn die Tasse sich glu cksend mit dem
edlen Getränk fül lt, das in schimmerndem Bogen eingeschenk
wird.
Erst wenn sich zum Teetrinken die Zeremonie der Zubereitung und
Darbietung gesellt, ist der Genuß vol lkom men. Dann gewinnt die
Teestunde fernöstliche Atm osphä re. Noch ein paar Rä uch erstäb
chen in Brand gesetzt, und Sie f ühlen sich wie verzaubert und als
ein Teil jener begl ückend en Welt, wo der Bambu s feine Schatten ir
die volle Sch eibe des Mond es zeich net u. die Zikade n unter bu nten
Lampions ihre Konzerte zirpen . Fe rner Osten — ganz nahe. Dieser
Wunsch läßt sich leic ht erfül len. Nein — Sie brauchen keine Welt Such en Sie etwas Besonderes zum Weihnachtsfest, dann kommen
reise zu wagen. Das Tor zu den großen und kleinen
Kostb ar Sie zu einem unverbindlichen Besuch zu uns!
keite n asia tische r Kunst, zu den Schätzen, die als Perlen und
Sei de, als Schmuck- und Lackarbeiten den Menschen fas zinie ren, die wissen, daß alles Echte und Edle den Transport über Ko nti¬
steht mitte n in unserem Lande. Wer es durchschreitet, findet sich nente
hinweg lohnt, weil es wertb eständig blei bt und zeitlo s gü ltig
in einer Umgebung, die ihn mit santter Gewalt fess elt. All es, was
binter diesem Tor zur „Kuns t aus Asien “ ausgebreitet ist wie in Di esen
Eindruck vermittelt schon ein Blick in u nsere Schaufenster
einem unerschöpflichen Bazar, atmet asiatisch en und fernöstlichen Wenn
Sie sich aber erst ein mal umgesehe n haben in unsere m
Geis t. Hier ist ein kleines „Re ich der Mitte“ ents tanden , das, zu „R eich
der Mitte“ werden Sie nicht nur E inzigartiges und Kost¬
entdecken , sich loh nt. Jeder kann sich darin als ein Marco Polc bares
entdeck en. Sie werden sich sel bst entdecken. Sie wer den
uns eres Jahrz ehnts f ühlen, ohne das Ris iko des Aben teuers auf staunen,
wie fein Ihr künstlerischer Geschmack ausge bild et ist, wie
sich n ehmen zu müssen. Das Wagnis , Kostbarkeiten und Kunst sic her
Sie im Urte il sind, wenn Sie aus dem reichen Angebot des
sc hätze aus dem mittl eren und fernen Osten bis an das Ufer desH.
B.
Schön en das Schöns te wähl en sol len.
Bh eins zu b ringen, haben moderne Kaufleute auf sich geno mmen
AUS ASIEN
KUNST
Kunst IN
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