Dies umso eher, als wie uns bekannt ist, kleinere
Gemeinden sow ohl verhältnis m äßig als auch
teilweise absolut einen größ eren Personalstand
und damit einen höh eren Personal auf w and auf¬
weise n.
Wie schon erwähnt , ent fallen 75,7 Millionen des
Gesamtbudgets auf außerordentliche Ausgaben
Das sind 3,6 Millionen mehr als im Jahre 1968
mit Nachtragsvoranschlag.
Diese hohen Aufwendungen sind vor allem be¬
dingt durch die F ertig stellung der drei Großbau¬
vorhaben Personalhäuser des Stadtspitals, Hal¬
lenbad und Abwasserreinigungsanlage im heu¬
rigen Jahre.
Es ist eine bekannte Tatsache, daß Großbauten
gerade in der Endphase am me isten Geld kos
ten, weshalb für diese Vorhaben allein mit einem
Aufwand von S 31,5 Millionen gerechnet werde r
muß.
Erhebli che Mit tel, n ämlich 8 Millionen Schilli ng,
sind wieder auf dem Sektor K analisat ion erfor¬
derlich, wo dan ach zu tra chten ist, besonde rs
durch den Bau weiterer H auptsämmler nicht nur
die Industrieabwässer zu erfassen, sondern de
Großkläranlag e baldmöglichst auch die Abwäs¬
ser im richtigen Mischungsverhältnis zuführe n
zu können.
Für die Sicherung der Wasserversorgung sind
gleichfalls 3,5 Millionen v orgesehen, wovon das
Hauptaug e nmerk auf die rasche Ver wi rklichung
des Projektes der Rheintalwass er v er s orgung, ar
welcher die Stadt mit rund 60% beteiligt ist, ge¬
legt werd en muß.
Auffalle nd ist das Ansteig en des Aufwand es für
das Sc hul wesen. Mit den h iefür b ereitgestell ter
S 11 Millionen soll der bereits begonn ene Bat
der Volks schule Wallenmahd fortgesetzt und die
Errichtun g von zwei Hauptschulen an der L uste¬
nauerstraße, für wel che in den n ächsten Tager
der ausg esch ri ebene Architektenw ettbewerb ab¬
la uft, ohne Verzögerung in A ngriff genommer
werd en
Wei ters soll in Markt versuch t wer den, durch ein
entspr echen des Projekt die alljährlich größer
werdende Raumno t an den dortigen Sch ulen zu
l indern und damit außerd em die Möglichkeit zu
schaffen, mit Fertigstellung der zweizügigen Hat¬
ler Hauptschulen auch in den Hauptschulen von
Markt endl ich den zweiten Klassenzug einfüh¬
ren zu können.
Für die bereits vorgeseh ene Erstellung des Al¬
tersheim-Erweiterungsbaues werden heuer 4
Millionen Schilling, für den Straßenbau rund /
Millionen, für Grundankäufe 3 Millionen und für
Wohnbauförderung ca. 2,5 Millionen Schillin g
aufgewendet.
Der Rest ist unter anderem vorgesehen für den
Umbau der Personalräume des Stadtspitals in
Krankenzimmer, für die Erricht ung eines Kinder
gartens, als B eitrag für die Landessportschule,
für den Ausbau der Friedhöfe Rohr bach und Hat¬
lerdorf sowie für den A nkauf einer St raßenkehr¬
maschine.
Den präliminierten Ausgaben von rund S 169,4
Millionen stehen nur S 163,4 Millionen E innah¬
men aus der Haushaltsgebarung gegenüber, so¬
Sonntag, 19. Jän ner 1969
daß sich schlußendlich ein Abgang von 6 Millio¬
nen Schilling ergibt, der noch aus Kassabestän¬
den gedeckt werde n kann.
Die Einnah men aus eigen en Ste uern wurd en mit
Ausnahme der Gewerbesteuer, bei welcher ge¬
mäß dem vom Finanzamt beka nnt geg ebenen
Steuermeßbetrag S 1,6 Millionen mehr ein ge¬
setzt wurden, im wesentlichen in der gleichen
Höhe wie l etztes Jahr vo rgesehen .
Eine solch e Vorgangsweise erscheint vertre tbar.
da die Steuereingänge im Rechnungsjahr 1968
nach den bisher vorliegenden Aufzeichnungen
die seinerzeit präl iminierten Ansätz e im Gro ßen
und Ganzen erreichen dürften.
Diese Tatsache ist an sich beruhigend und läßt
doch wied er etwas hoffen, daß das Konjun k tur¬
tief und die dadurch bedingte, im Vorj ahr deut
lich feststell bare Stagnation der eigenen Steuer¬
e ingänge allmählich überwunden sein dürfte.
Trotz dieses l eichten Hoffnungsschimmers ist
jedoch im Hinblic k auf das gegenüber früheren
Jahren geringere Wachse n der Steuererträgnis
se weit erhin eine v orsich tige Schät zung aller
E innahmen für das Jahr 1969 d urchaus geboten
um sich vor unliebsame n Überraschungen zu be¬
wahr en.
We niger erfreulich ist die Entwickl ung bei den
Ertragsanteilen, wo die Eingänge nach den ge
machten Feststellungen voraussichtlich um ,
Millionen hin ter dem Voranschlagspräliminare
1968 zurückbleiben dürften.
Auf Grund dieser Sachlage konnte, selbst unter
Berücksichtigung eines zu erwartenden l eichter
Ansteigens d ieser Einnahmepost, auch für das
heurige Bu dget nur der im Vorjahr vorgesehene
Betrag eingesetzt werden.
Eine Erhöhung der Geb ühren für die Benützung
von Geme inde einrich tungen ist im Voranschlag
zunächst nicht vorgesehen.
Es muß je doch darau f hingewiesen werd en, dal
solc he zu gegebene r Zeit doch vorgenommen
w erden müss en, wenn die ges tiegen en Be
triebskosten oder das Erla ngen von Bundes¬
oder L and es subventionen für bestimmt e Zwecke
wie etwa für die Wasserversorgungs- und Ab¬
wasserablagen, dies erfordern.
Im einzelne n weisen die Einnahmen folgende
Herkunft aus
a) Finan zzuwe isun gen des Bundes, des Land es
und anderer Gebietskörperschaften:
55,3 Millionen oder 33.9 %
b) Gem eind esteue rn und Ab gaben:
32,2 Millionen oder 19.7 %
c) Einnahmen aus Betrieben und betriebsähn¬
l ichen Anstalten:
36,8 Millionen oder 22.5 %
d) Vermögenswirksame Einnahmen, Darlehens¬
aufnahmen und Rücklageentnah men;
28,9 Millionen oder 17.6 %
e) sonstige Einnahmen, wie Kostenersätze, Miet¬
und Pachterlöse u. s. w.
10,2 Milli onen oder 6.3%
Die Finanzierung der im Voransch lag vorgeseh¬
enen und bereits erwähnten außerordentlichen
Ausgaben in Höhe von 75.7 Mill ionen kann nur
knapp zu 2/5 aus den orden tlich en Einnahmen