Sonntag , 15. November 1970.
Vlbg. Kriegsopferverband, Orts gruppe Dornbirn
An un seren Seniorchef Herrn Johann Hilbe, von der
Belegscha f t S 5 50.—. An Herrn Karl Vormaier, von Frieda
G leich S 100.—.
Kinderdorf Vorarlberg
Unserem lieben, besten Vater und Opa Karl Vormaier,
von Edeltraud, Toni und Kinder S 20 0.—. An Herrn Hermann
Da nner, von Agatha Dan ner S 100.—.
Dr. Herbert Günther
Fach arzt für Ortho pädie und Unfallchirurgie
Moosmahdstraße
vom 16. bis 29. November 1970 abwes end
Soll ich mein Kind impfen lassen?
Dies werden sich manche El tern fragen , wenn sie vom
Arbeitskreis für proph ylakt i sche und soziale Med izin
die Einladungen zur Impfung ihres Kleink i ndes und der
Schu lkind er bekommen. In diesen Tagen beginnt der
Arbeits kreis mit den kostenlosen Impfungen der Kleinkinder
ab dem 3. Lebensmonat gegen Diphterie, Wundstarkrampf,
Keuchhusten mit Nadelimpfung und zugle
ich mit der Schlu ckimpfun g gegen Kinderlähmung.
Den Elter n bl eiben durch diese Zusammenlegung drei
Impfgänge erspart. Die zweite Impfung wird im Jänner
und die dritt e im März durchgeführt . Mit dieser dreim aligen
Impfserie ist das Kind bis zum Schulbeginn ausreichend
gegen diese vier gef ä hrlichen Kran k heiten
geschütz t.
Außerdem bekommen alle Kinder, die erst zwei
S chl uckimpfungen gegen Kinderlähmung erhalten haben,
eine dritt e und letzt e I mpfung.
Sind die Impfungen wirklich noch notwendig ?
Ein Blick in die mona tliche Statistik der Infektion skrankheit
e n und die Auslandsmeldungen z wingt zur
Bej ahung dieser Frage. So komm en immer wiede r vereinzel
t und fast mon atlich Diphteriefä lle vor. S elbst,
wenn die Erkrankung frühze itig erkannt und mit aller
Sorgfalt behandelt wird, kann sie tödlich enden. Es ist
schon vorgekommen, daß in einer Familie eines von
sechs Kinde rn nicht geimpf t war, prompt an Diphterie
erkra nkte und sterbe n mu ßte. Relativ häufig sind Erkrankungen
an Keuchhusten mit ihren mächtigen Anfäl
len und häufigen S pätschä den. Auch Wundstarrkramp
f kommt besonders in ländlichen Gebieten noch
immer häufig vor. Trotz modern ster Behandlungsmethod
en endet diese Krankhe it meist mit dem Tode. Die
Kinderlähmung ist dank der Impfungen in den letzte n
Jahren bei uns nicht mehr aufgetreten. Wohl aber sind
z. B. in Deuts c hland wiede r meh rere Fälle aufgetreten,
da die Impfung der Be völker ung nicht mehr ausre ichend
d urchgeführ t wurde.
Es gibt immer noch Mütter, die sich d enken, sie wol len
sich die Mühe und dem Kind die Plage der Impfung
erspare n, in der Hoffnung, es werde schon nichts passiere
n. Sie tragen eine große Ve rantwortung für das
wehrl ose Kind, das dann häufig diese Verantwo rtungs ¬
losigkeit mit dem Tode oder dauernder Invalidität bezahlen
muß. Die Impfu ng wird im ersten und zwe iten
Lebensjahr sehr gut vertragen und ist praktisch gefahrlos.
Viele Elte rn, besonders in den Städ ten, lassen ihre
Kinder bei ihrem Kinder arzt privat impfen. Für sie ist
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diese Einladung se l bstver ständlich gegenstandslos. Es
wird aber empfohlen, bei dieser Gelegenheit die Impfkarte
zu überprüfen, ob auch alle Imp fungen gemacht
sind und gegeben enfalls die fehlenden Impfungen
nachholen zu l assen.
Da der Impfschutz mit den J ahren immer schwächer
wird, werden in den Schulen in bestimmten Abständen
Auffrischungsimpfungen gemacht.
Dazu werde n die Eltern verständigt und um ihre schriftliche
Einwilligung geb eten. L assen Sie Ihrem Kind den
ausreichend en Impfschutz gegen die gefährlichsten
I n fektionskrankh eiten zukommen, Sie tun damit nicht
nur ihm, son dern der gesamten Bevölk erun g einen
Die nst. Jedes geimpfte Kind ist ein kleines Bollwerk
gegen die Seuchen. Auch hier gilt unser Grundsaz:
Vorbeugen ist besser als heilen!
A rbeitskreis für proph ylaktische und so ziale Me dizin
Sind die Vo r kehrungen für b randsicheres
H eizen schon getroffen?
Das Sterben in der Natur und das Sinken der Temperaturen
erinn em uns dara n, daß die kalte Jahrezeit beginnt.
Die Bran d statistik des letzte n Jahre s beweist es
wie der einmal mehr, daß die Brandhäufigkeit in den
Wintermonaten ungleich höher ist als im übrigen
Jahresablauf. Erfahr ungsgemäß sind der schlechte Zustand
und die unvorschrif ts m äßige Aufs tellung von
F euerungsanla g en jene Um stände, welche die Zahl
der Brände wesentlich beeinflussen und insbesondere
in der kalten Jahreszeit bedenklich anwachsen lassen.
Im Folgenden wird darzul egen versucht, auf welche
Art und Weise die Aufstellung von Raumheizöfen
und Herde n vorzune hme n ist, um die Feuersicherheit
solcher An lagen zu gewährleisten.
Zunächst wird dar auf a ufmerksam gemacht, daß nach
den Bestimmungen der L andesbauor dnung alle we
sentlichen baulic hen Änderungen an Feuerungsanlagen
der Bewilligung durch die zuständige Baubehörde
bedarf, s ofern durch irgendeine Weise auf die Feuersi ¬
cherheit ein nachteiliger Einfluß ausgeübt werden
kö nnte. Feuer ungsv o rrich tungen für den gewöhnlichen
Hausgebrauch sind zumindest anzeigepfl ichtig. Wird
n ämlich durch mangelha f te oder vorschriftswidrige
Aufstel lu ng von Feue rstätte n ein Brand ver ursac ht, so
kann der hierfür V erantwortliche nach §§ 335 und 455
des Strafgesetzes gerichtlich ver folgt wer den. Ist ein
Brand auf unsachgem ä ße Arbeit von nichtbefugten
Person en od. „Pfuschern“ zurückzuführen, so können
die se, aber auch die Auftraggeber zur Verantwortung
gezogen werden.
Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen beweglichen
und or tsfesten Feuerstätten. Unter den beweglichen
sind jene Typen von Öfen und He rden zu verstehen,
welche im Handel erhältlich sind und deren Ansch
luß an den Rauchf ang in der Regel unmitt elbar
durch die handelsüblichen Rauc habzugroh r e und deren
Armaturen (Knie, Mauerbuchsen) erfolgt. Ortsfeste
Feuerstätten sind jene, die vom Hafnerm ei ster aus Kachel
n, Spezialsteinen und dgl. an Ort und Stelle errichtet
werden. Wände und Decken in der Umgebun g von
Anbau- u. Durch bau öfen müssen auf alle Fälle brandbeständig
ausgeführt sein. (Kachelöfen. Bran d beständig
ist eine Wand allerdings erst dann, wenn sie mindestens
12 cm dick aus Vollziegeln oder mindestens