Sonntag, 18. April 1971
ABRECH NUNG DER GENOSSENSCH AFTSJAGD
DORNBIRN
Die Abrechn ung der Gen ossenschaftsja g d Dornbir r
wird in der Zeit vom 19. April bis 4. Mai 1971 im Rathaus,
Zimmer Nr. 24, zur öffentlichen Einsicht aufge¬Einwendungen
gegen die vorge nommene Feststellung
der A nteile der einzel nen Mitglieder der Genossenschaft
am Jagdpachtschilling sind binnen vier Woch el
ab di eser Verlautbarung an gerechnet, das ist von
19. April bis 3. Mai 1971 schriftlich beim Obman n des
Jagdausschu s se s einzubringen.
Der Bürgermeister als Obmann des Jagdausschusses
Dr. Karl Bohle
RAUSCHBRANDSCHUTZIMPFUNG 1971
Die Rauschbrandschutzimpfungen werden auf der
nac hfo lgend bezeich ne ten Sammelplätzen vorgenommen.
Im Interesse einer reibungslosen Abwicklung der
Impfung ist die gen aue Einhal tung der angegeb enen
Ter mine unbedingt erfo rder lich.
Die Impfgebühren betragen bei Zus ammentrieb S 6.—
bei Hofimpfung e n S 10.—pro Stück . Bei Nichtauftrieb
am Sammel platz ist der Impftiera rzt berechtigt, eine
Mehrgebühr einzuheben. Gewünschte Hofimpfun gen
sind dem Herrn Tierarzt rechtzeitig bekanntzugeben.
Rauschbrandgefährdete Alpen und Weide n sind u. a
die Alpen Gschwendt, Rec hen, Schön enwal d, Körb
Sattel, Ilgenwald, Unterfluh , Altenh of, Kobel , Oberseh
ren, Binne l, Obersturm, Sch neewal d, Süns, Vorder- und
Hi ntermelllen, U nteralpe, Unterm örz el, Valors, Oswald .
Lindach , Hasenger ach , Bockshang, Schöne r mann,
Pried ler, Ranzenberg, Schuttannen und Wöste r sowie
die Heimweiden Diem, Winsau 9, A lbert Hollenstein,
Lustenau, Stald en und Rheinh of, Hohenems.
Die rauschbrandgefährdeten Alpen und Weid en des
Be zirkes Bregenz sind an der Amtstafel an geschl agen
Viehbesitzer, welche ihre Rinder und Kühe auf Alper
und Weiden in Tirol und Bayern übersömmern, wol len
sich über die dort bestehenden Vorschriften hinsichtlich
der Rauschbrandschutzimpfung erkundigen und
diese beachten.
Dienstag , 20. April
Hatlerdorf, westl ich der Bu ndesstraß e 7
bis 12 Uhr
Keh legg, Badhof, Fussenegg, Sa lzmann 14
Uhr
Mittwoch, 21. April
Hatlerdorf, östlich der Bundesstraße 7
bis 12 Uhr
Donnerst ag, 22. April
H aselstaude n 7 Uhr
Heilg ereut he 10
Uhr
Winsau 11.30
Uh
Rohrbach, Kehlen, Oberdorf, Ro mberg 14 bis 17 Uhr
Freit ag, 23. April
Unterfallenberg, Oberfallenberg, Ammenegg
Watzenegg, Häfenberg 7
bis 12 Uhr
Den Viehbesitzern ist Ge legen heit gebo ten, auch die
über drei Jahre alten Rinde r impfen zu lassen. Auch
ist die Impfung möglichst aller Jungtiere anzustreben
da in den vergang enen Jahren immer häufig er Rausch¬Drandfälle
sich auf H eimweiden ereig neten.
Unterstützu nge n für Verluste an Rauschbrand werden
weder vom Bunde noch vom Tierseu che nfond bezah lt.
wenn Tiere fallen, die ungeimpft auf rauschbrandgefährdete
Alpen und Weiden aufge trieben werden.
Der Bürgermeister: Dr. Karl Bohle
BEKAMPFUNG DER WUTKRANKHEIT;
DURCHFÜHRUNG VON FUCHSBAUBEGASUNGEN
Die Fuchsbestände im Be zirk Dornbirn schein en sich
von den B ejagungen und Vergasungen der letzten Jahre
sehr rasch erho lt zu haben. Nicht umsonst weisen
die To llw ut-S tatistiken eine so sprunghafte Zunahme
der Toll wutfäll e bei wildlebenden Tieren seit Begin n
des Jah res 1971 auf und zwar in Gebieten, wo ein Jahr
vorh er kein einziger Seuchenfall festgestellt wurd e. Sc
wurden z. B. im politischen Bezirk D orbirn in der Zei
vom 1. Jän ner bis 20. März 1971 19 Tollwutfälle gezählt
(13 Füchs e, 1 Ma rder, 2 Dachse, 3 Rehe).
Eine Red uzierung des Fuchsbestandes ist - von der
Heim tücke der Toll wut für Mensch und Haustier ganz
abges ehen - in den von der Seuche betroffenen unc
bedrohten Gebieten schon de shalb gebo ten und auch
zu verantworten, weil diese tödliche Krankheit die
Füchse selbst viel härter und rücksichtsloser t rifft, als
Bej agen und Begasen dies je im S tande sind.
Je stärker der Fuchsbestand eines Reviers, desto intens
iver kann sich das Seuchengesche hen entfalte n.
Damit aber steigen auch die Gefahren für Mensc her
und Haustier e. Besonders bedroht ist in d iesem Frühjahr
das Weidevieh, das - meist unbeaufsichtigt - den
Angriffen der herumschweifenden wutkranken Fü chse
schonungslos au sgesetzt ist. Aber auch die zahlreic her
tollwutbefallenen Rehe zeigen, daß nicht nur Füc hse
und Dachse, sonder n auch Edel wild von dieser Se uche
b edroht sind.
In Anwendung des § 41 Tierseuchengeset z RGBI. 177,
1909, i. d. dzt. geltend en Fassung, hat die Bezirks
hau pt man nschaft Do rbirn daher eine neuerliche Be
gasung aller Fuc hs- und Dachsbauten ange ordne t. In
Monat April dieses Jahre s findet somit in Übereinsti m
mung mit den ben achb arten Bezirken, dem Fürstentun
Liechtenstein und dem Kanton St. Gall en, auch in die
sem Jahr nochmals eine intensive Begasun g alle
Fu chs- und Dachsbauten statt. Nur auf diese Weise
kann es gelingen, die Seu che einzudä m men und den
Bezirk bald wieder frei von dieser für Mensch und Tier
gefährlichen Seuche zu bekommen.
Fund- und Verlustau sw eis der städt. Sich erhe itswach e
Gefunden:
Herrenfahrrad (Puch), Melodica-Instrument, Herr enarmband
uhr, Schlüsselbund, Te xasho sen, Mützen,
Handschuhe, Halstüche r, Auge ngläser , Armkettchen.
Toilettentäschchen mit Inhalt, Kindertasche aus Bast
Sonnenschutzbrille, lose Bargeldbeträge, Geldtasche
Zig a rettenetui, Fotoappar at, ein Paar Kinderschuhe,
zwei Tennisschläger, Dame nschirm.
Verloren:
D ach- Skiträger für Auto, rote Geldtasche, B rille, Geldtasche
mit groß em Barbetrag, Silberarmband, Röntgenfilme,
Br iefkuvert mit große m Barbetrag, loser Barb
etrag (B anknote).