1968 bis 1972:
100 Millionen Sc hilling
für die Abwasse rbeseit igun g
Dieser Betrag entsp richt verg l eichs weise
dem Bau von fünf g roßen Schulen
Die Beseitigung der Abwässer aus Haushalten,
Industrie und Gew erbe ist der Stadt
Dornbirn seit meh reren J ahren eines der
wichtigsten Anliegen. 1967 wurde mit dem
Bau einer Großklär anlag e , in die die
Abwässer des Sied lungsgebietes Dornbirn
eingele itet werden sol len, begonnen.
Diese Kläranlage - Hauptbauja hre 1968 bis
1970 erforderte 42,5 Millionen Schilling.
Nach zweijährigem Probebetrieb wird die
Kläranlage mit dem Standort im Foracheck
in diesem Frühjahr offiziell ihrer Bestimmung
übergebe n w erden
Die Inbetr i ebnahme der Kläranlage machte
einen ver stärkten Ausb au des K anal netzes
erforderlich. In den letzten fünf Jahren
wurden dafür rund 63 Millionen Schilling
ausge geben. Ziel der Stadt ist es
möglichst rasch und systematisch das
Kanalnetz Dornbirn zu erweitern, damit
so wohl die Haushalte als auch die
Industrie- und Gewerbebetriebe an die
Großkläranlage angeschlossen werden
können.
Wie sehr die Stadt Dornbirn dem im Sinne
des Umweltsc hutze s so wichti gen Kana lbau
ihr Augenmerk schenkt, geht daraus
hervor, daß sie sowohl 1972 als auch 1973
für den Kanalbau die meiste n außerordentlichen
Gelder aus dem Gemeindeb
udget eingesetzt hat. Im Dur chsc hnitt der
Jahre 1972 und 1973 be ziffert sich diese
Summe auf 22 Millionen Schilling, in
jenem seit 1971 auf 20 Millionen Schilling
Allein in den letzten fünf Jahren wurder
100 Millionen Schilling für die Abwäs serbeseitigung
(Kläranl a ge und Kanalbau
aus gegeben. In diesem Be trag sind die
laufenden A usgaben (wie etwa Personalkösten,
Beleuchtungs- und Stromkosten
usw.) sowie 18 Millio nen Sch illing für das
laufend e Jahr nicht enthalten.
Ve r gleichsw eise wurden 90 Millionen
Schilling au ßerordentlic h e Mittel in der
letzte n vier Ja hren für den Bau von fünf
Schulen aus gegeben . Setzt man die
Kosten für einen Schulbau (12 Kla ssen plus
Nebenräume) nach heutigem Geldwert mit
20 Millionen S chilling fest, so e ntspricht
der Betrag von 100 Millionen Schilling, der
für den Kanalbau und die Kläranlage in
den letzten fünf Jahren ausgege ben
würde, jenem für fünf Schulbauten
An dies em Vergleich kann man erkennen
wieviel Geld jene Gemeindeaufgaben
erfordern, deren äußerer Erfol g nicht an
einem großen öff entl ichen Gebäude
augenscheinlich wird
Das Kanalsystem Dornbirns
(Erläuterung zur Farbskizze auf der letzte
Seite)
Die im Plan rot und blau dargestellten
Kanäle zeigen das Einzugsgebiet der
Hauptkanäle Ma rkt, die bereits an die
Klaranlage im Foracheck an geschloss en
sind
Der grün dargestellte Kanalabsch nitt stellt
den e rsten Teil des Randsammlers
Hatterdorf dar und das durch ihn an die
K laranlage angeschlossene Gebiet.
Alle gelb eingezeic hnete n Kanalstränge
mu nden derzeit noch in of fene Gräben.
Straßenzüge und Siedl u ngsgebiete ohne
Färbung müssen noch über Versickerung
und Jauchekäst en ihre Abwasserprobleme
lös en.
Wie die Kanalisation in Dornbirn
fi nanziert wird
Der Kanalbetrieb
Die Stadt Dornbirn hebt für die Einleitung
von Abwässern in die stä dtische Kanalisation
Kanalbenützungsgebühren ein.
Diese Gebüh ren sol len die Koste n des
Betrieb es der städtischen Kanalisation
und der städtischen Kläranlage decken .
Zu diesen Kosten zählen auch die Verzin
sung aufgenommener Darle hen und die
Rückzahl ung d ieser Darlehen.
Die Kanalbauten
Der Bau der s tädtisch en Kanalisation
einschließlich Kläranlage wird fina nziert
durch
1. Zuschüsse des Landes
2. Darlehen des Wasserwirtschaftsfonds
des Bu ndes
3. Kanalanschlußgebühren