Der Reinhaltung der Gewässer
wird bereits seit Jahrzehnten
größtes Augenmerk
zugewendet. So wurde bereits
vor nunmehr 25 Jahren
der Wasserwirtschaftsfonds
mit der Aufgabe eingerichtet,
die Gemeinden und Verbände
bei der Realisierung dieser
Umweltschutzmaßnahmen
finanziell zu unterstützen.
Wie sehr sich diese Investitionstätigkeit
innerhalb der
letzten Jahre gesteigert hat, kann aus den Auszahlungen
des Fonds abgeleitet werden. Waren diese 1970 noch bei
600 Mio. S gelegen, werden es heuer bereits an die 6.000
Mio. S sein.
Die Gemeinden und Verbände haben gemeinsam mit dem
Land Vorarlberg und dem Fonds in den letzten Jahren
auf dem Sektor der Gewässerreinhaltung hervorragende
Investitionen getätigt. Nicht zuletzt wird dies auch aus
der Gewässergütekarte ersichtlich. Mit der Inbetriebnahme
der Kläranlage in Dornbirn wird wiederum ein bedeutsamer
Schritt in Sachen Umweltschutz getan. Eine Maßnahme,
die erst unter größten finanziellen Opfern der Bevölkerung
möglich wurde, die jedoch noch unseren Kindern und
Enkelkindern zugute kommen wird.
Karl Sekanina
Bundesminister für Bauten und Technik
Mit der Inbetriebnahme des
biologisch-chemischen Teiles
der regionalen Abwasserbeseitigung
Dornbirn wird
eine wichtige Lücke im Kläranlagenbau
des Landes Vorarlberg
geschlossen.
Die Abwässer von Dornbirnder
größten Gemeinde unseres
Landes - und Schwarzach.
sowie zahlreicher Industriebetriebe,
werden nunmehr
nach den Richtlinien der
Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee
gereinigt. Somit sind im unmittelbaren Bodensee-Einzugsgebiet
und im dicht besiedelten Rheintal bis nach
Feldkirch alle Gemeinden mit Kläranlagen versehen.
Im Hinblick auf die Bemühungen des Landes, welches die
Reinhaltung des Bodensees in Übereinstimmung aller
Anliegerstaaten zur zentralen Aufgabe erklärt hat, hat der
Vollausbau der ARA Dornbirn eine besondere Bedeutung
Die Kläranlage Dornbirn, deren mechanischer Teil seit über
zehn Jahren bereits in Betrieb ist, zählt zu den größten
Anlagen Vorarlbergs. Neben dem Anteil der häuslichen
Abwässer in einem Einzugsgebiet von rund 40.000 Einwohnem
sind es vor allem die Industrieabwässer vieler
Betriebe, die die großen Investitionen erforderlich gemacht
haben.
Laut Kostenaufstellung aus dem Jahre 1983 belaufen sich
die bisherigen Ausgaben auf 374,5 Millionen Schilling,
wovon das Land Vorarlberg einen Beitrag von ca. 73,6
Millionen Schilling in Form von verlorenen Zuschüssen
leistet.
Den Verantwortlichen der ARA Dornbirn, dem Planungsbüro,
den ausführenden Firmen sowie allen zuständigen
Dienststellen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene, die
zum Gelingen des großen Werkes beigetragen haben, möchte
ich an dieser Stelle aufrichtigen Dank und Anerkennung
aussprechen.
Mit Genugtuung kann festgestellt werden, daß wir mit der
heutigen Inbetriebnahme der Kläranlage Dornbirn dem
gemeinsamen Ziel der Reinhaltung des Bodensees und
seiner Zubringer ein gutes Stück näher gekommen sind.
Hans Dieter Grabher Landesrat