Schlammbehandlung
Schlammsammelschacht
Auf der ARA Dornbirn-Schwarzach fallen drei verschiedene
Schlammarten mit recht unterschiedlichen Eigenschaften an:
- der Vorklärschlamm (Primärschlamm) aus den beiden
Vorklärbecken
- der biologische Überschußschlamm (Sekundärschlamm)
aus der biologischen Reinigungsstufe
der chemische Überschußschlamm aus der chemischen
Stufe
Diese drei Schlammarten besitzen sehr unterschiedliche Eindickverhalten,
wobei der biologische Überschußschlamm die
geringste Neigung zum Eindicken aufweist.
Durch Vermischen dieser drei Schlämme kann ihr Eindickverhalten
jedoch ganz erheblich verbessert werden.
Daher werden alle drei Schlammarten zu einem Schlammsammelschacht
geführt, in dem sie mittels geeigneter Rührer
vermischt werden und in dem auch die Zugabe von
Chemikalien für die weitere Schlammbehandlung möglich ist.
Voreindicker
Das Schlammgemisch aus allen drei Schlammarten wird über
die Frischschlammpumpen bzw. Zerkleinerungspumpen in
die drei Voreindicker gefördert.
In den Voreindickern erreicht man nun durch die Abtrennung
des Trübwassers eine Verringerung des Schlammwassergehaltes
und damit eine Verminderung der gesamten
Schlammenge.
Faultürme
Das voreingedickte Schlammgemisch wird nun in die
beiden Faultürme I und II gepumpt, wobei es vorher in
Wärmetauschern auf etwa 35° C aufgeheizt wird.
Die beiden Faultürme, die als geschlossene Stahlbehälter
errichtet wurden, bilden den wichtigsten Teil der Schlammbehandlung.
In ihnen wird das Schlammgemisch ausgefault.
d.h. durch mikrobielle Vorgänge wird unter Sauerstoffabschluß
ein Teil der organischen Substanz im Schlamm
abgebaut und somit dieses Schlammgemisch in einen stabilen,
nicht mehr fäulnisfähigen Zustand übergeführt
Das bei der Faulung entstehende Faulgas (mit rd. 60 %
Methangehalt) wird in einem Gasbehälter zwischengespeichert
und dient als Energiequelle zur Heizung der
Faultürme sowie zum Antrieb der Faulgasmotoren im
Gebläsehaus und damit zur Drucklufterzeugung in der
biologischen Reinigungsstufe.
Sedimentationsbecken
In ihnen erfolgt die Abtrennung des chemischen Schlammes
vom Abwasser in den beiden restlichen Verfahrungsschritten.
Stufe 4: Reaktion-Flockungshilfsmittel
Stufe 5: Sedimentation
Hochwasserpumpwerk
Das nun auch chemisch gereinigte Abwasser gelangt in
einem Sammelkanal zum Hochwasserpumpwerk, welches
den sicheren Ablauf des Kläranlagendurchflusses auch bei
Hochwasserständen im Vorfluter „Karlesgraben” gewährleistet.
Im Hochwasserpumpwerk befinden sich auch die Einrichtungen
der Endkontrolle und die Entnahmepumpstation
für das Betriebswassersystem. Labor