Nacheindicker
Das ausgefaulte Schlammgemisch fließt nach einer durchschnittlichen
Aufenthaltszeit in den Faultürmen von rd.
20 Tagen in die beiden Nacheindicker ab, in denen eine
weitere Eindickung des Schlammes erfolgt.
Das im Nacheindicker abgetrennte, stark verunreinigte Faulwasser
wird wie das ebenfalls sehr mit Schmutzstoffen
belastete Trübwasser aus den Voreindickern in den Kläranlageneinlauf
zurückgeführt und somit in die Abwasserreinigung
wieder miteinbezogen.
Maschinelle Schlammentwässerung
Das ausgefaulte und nacheingedickte Schlammgemisch wird
zur weiteren Verringerung des Wassergehaltes zu drei Siebbandpressen
gepumpt. Auf dem Wege dorthin wird ein
Flockungshilfsmittel zudosiert, um die Entwässerungsleistung
der Pressen zu erhöhen.
In den Siebbandpressen selbst laufen zwei endlose Bänder
aufeinander zu, das sogenannte Siebband, durch das das
Wasser abläuft, und das Preßband.
Der so entwässerte Schlamm wird in einem Schlammsilo
zwischengespeichert und anschließend auf eine geeignete
Deponie verführt.
Das in diesem Prozeß anfallende Preßwasser, welches ebenfalls
stark verschmutzt ist, wird in den Kläranlageneinlauf
zurückgeführt.
Sonstige Betriebseinrichtungen
Für den Betrieb der ARA und zur Instandhaltung, Wartung
und Reparatur der installierten maschinenbaulichen und
elektrotechnischen Einrichtungen wurde das bereits im Zuge
der mechanischen Stufe errichtete Betriebsgebäude I adaptiert
und das Betriebsgebäude II neu erstellt und eingerichtet
Das Betriebsgebäude I beherbergt neben den Verwaltungsräumen
die zentrale Schaltwarte, den Sozialteil - der aus
einem Aufenthaltsraum und den Umkleide-, Wasch- und
Toiletträumen besteht -, das zentrale Labor zur Eigen- und
Betriebsüberwachung sowie einen Besprechungsraum, der
für Schulungen und zur Anlagenerläuterung für größere
Besichtigungsgruppen dient. Zusätzlich sind in diesem
Gebäude eine Elektrowerkstatt und Garagen enthalten.
Das Betriebsgebäude II umfaßt die Betriebswerkstätte, die
Chemikalienlagerung, die Aufbereitungs- und Dosieranlagen,
die Gaswäsche, die Einrichtungen für die maschinelle
Schlammentwässerung und die Ersatzheizanlage.
Maschinentechnische Beschreibung
Die maschinelle Ausrüstung der ARA Dornbirn wurde weitgehend
durch das gewählte Reinigungsverfahren bestimmt
Allerdings mußten noch weitere Randbedingungen, vor
allem das Bestehen einer funktionstüchtigen mechanischen
Stufe sowie die großen bodenmechanischen Probleme beachtet
und berücksichtigt werden.
Adaptierung der mechanischen Stufe
Die bestehende mechanische Reinigungsstufe wurde durch
einen Grobrechen, der wie der Feinrechen im Gleichstromprinzip
arbeitet, eine Rechengutpresse sowie einen leistungsfähigen,
vollautomatischen Sandaustrag erweitert und damit
den höheren Anforderungen an Reinheit sowie dem höheren
Abwasseranfall angepaßt.
Mit der einmaligen Anhebung des Abwassers mittels
Schneckenpumpen in der bestehenden mechanischen Stufe
sowie den beiden Vorklärbecken konnte das Auslangen
gefunden werden. Bis auf den Austausch von Verschleißteilen
sowie Korrosionsschutzmaßnahmen konnte dieser Teil
der Anlage unverändert miteinbezogen werden. Schlammpumpstation