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Full text : Dornbirner Gemeindeblatt 1984 (1984)

Freitag,

14.

Dezember 1984

Nach seiner

Tätigkeit im

Sekretariat, in der

Verwaltung

und

Personalabteilung, wurde er bereits 1953 zum

ersten Beamten im Dornbirner

Rathaus bestellt.

Sein Wissen und

Können, aber auch seine reiche

Erfahrung, kamen schon in den

folgenden

Jahren

der Stadt

zugute

und

ergaben zusammen mit seiner

Ausgeglichenheit, seiner menschlichen

und verbindenden

Art, jene

Voraussetzungen, die ihn

1965 mit einem

großen Vertrauensvorschuß auf den

Bürgermeistersessel brachten.

Dieser neue Platz bedeutete für ihn keinen

Anspruch

auf mehr Rechte und mehr

Macht; für ihn war es die

Verpflichtung,

noch mehr und intensiver sich der

Sorgen

und Nöte der

Bürger anzunehmen und als

Gemeindevorsteher, so wie er sich immer selbst

bezeichnete,

Unterstützung

und Hilfe anzubieten.

Mit

großem Optimismus, mit Freude und

Leistungswille, aber auch

ausgestattet

mit dem finanziellen

Rückhalt eines soliden

Sparsäckels,

ging

er an die ihm

gestellten

Aufgaben heran, setzte neue Aktivitäten

und

damit auch eine bemerkenswerte

Entwicklung

in allen

Bereichen

unserer Stadt in

Gang.

Viele neue und

große Werke wurden

unter unserem

Alt-Bürgermeister

geschaffen und es ist fast

unmöglich,

auf alle

Leistungen

einzugehen,

die in zwei

Jahrzehnten entstanden

sind,

aber

es sollen

jene Bauten und

Einrichtungen besonders

erwähnt

werden, die nicht

nur

wichtige

Bedürfnisse

unserer Dornbirner Bevölkerung

 abgedeckt haben, sondern auch für andere

Gemeinden in der

Folge beispielgebend waren.

Wir denken

dabei an die

Schulerweiterung

in der

Leopoldstraße, den Friedhof

Rohrbach, das

Hallenbad,

die

Personalhäuser, die 1.

Bauetappe

der

Kläranlage

und die

Kunsteisbahn, die in den

Jahren 1966/67

entstanden.

Es

folgte

die

Erweiterung

des Altersheimes und der Bau der

Volksschule in

Wallenmahd, die

Knaben-und

Mädchenhauptschule Lustenauerstraße

mit dem

Polytechnischen

Lehrgang,

sowie der

Kindergarten

Langegasse in den

Jahren 1968/69.

Zwischen 1970 und 1973 entstand dann die Volksschule

Edlach,

das

neue

Rettungsheim, das Wasserwerksgebäude,



der

Kindergarten in der

J.-A.-Herrburgerstraße und die

Erweiterung

des Friedhofes Hatlerdorf.

Es

folgten

dann der Bau des

Sportplatzes

Haselstauden,

die

Erweiterung

des

Schlachthauses, der Bau der

Hauptschule Haselstauden

im

Jahre 74.

In den darauf

folgenden zwei

Jahren

entstanden der

Kindergarten in der

Weißachergasse, die Schule

Watzenegg

und vor allem fiel in dieses

Jahr

auch der Startschuß für den Neubau des Krankenhauses

in

Dornbirn.

1978 wurde das Kulturhaus

Dornbirn

begonnen,

die

Hauptschule

Bergmannstraße gebaut. 2

Jahre später

war der Startschuß für die

Erweiterung

der

Kläranlage, erstm als im Lande mit einer chemischen Stufe.

1981

erfolgte

die

Erweiterung

der Volksschule

Oberdorf, die

Adaptierung

der Volksschule

Ebnit;

1982 die

Erweiterung

des

Polytechnischen

Lehrganges.

Obwohl nicht

sichtbar, so sind noch zu erwähnen die

ca. 100 km an neuen Kanälen sowie der

umfangreiche

Ausbau und Neubau

von Gemeindestraßen

während seiner

Bürgermeisterzeit. Nicht zu

vergessen

die

Seniorenwohnungen, die heute

europaweit

als sinnvolles

und

gutes

Modell einer

fortschrittlichen Altersbetreuung

 angesehen werden, Gekrönt wurde sein Werk im

vergangenen Jahr 1983 mit der

Fertigstellung

des

neuen Krankenhauses.

Auch seine

Entscheidungen, für die Zukunft zu

planen, sein

Gespür

für das

Notwendige,

haben sich als

richtig

erwiesen. Denken wir nur an die

Beteiligung

bei der

Rheintalwasserversorgung, die unsere Bevölkerung

 von den

Sorgen

allzu trockener und heißer

Sommerwochen befreite. Denken wir

an die

Umsiedlung

der Dornbirner Messe auf das

neue

Messegelände an der

Autobahn,

den Ankauf der Stadthalle sowie die

Bemühungen,

den

ORF, die Bundestextilschule und die BH nach Dornbirn

zu

bringen. Entscheidungen, die

strukturell

neue

Entwicklungsmöglichkeiten sowohl im wirtschaftlichen als auch im kulturellen Bereich

unserer Stadt zuließen.

Dr. Karl BOHLE leitete aber auch mit viel Geschick und Umsicht der Geschäfte des

Vorarlberger

Gemeindeverbandes

 als dessen Präsident in den

Jahren 1970—1974 und von 1978—1983.

Außerdem übte er von 1974—1978 die Funktion des

Vizepräsidenten dieses Verbandes

aus; gleichzeitig war

er

Mitglied

des Bundesvorstandes

des Österreichischen

Gemeindebundes,

konnte sich hier als Vertreter des

westlichen

Bundeslandes immer wieder für die

Vorarlberger

Gemeinden

erfolgreich und

wirkungsvoll

einsetzen. Für ihn

war es eine

Selbstverständlichkeit, diese

Tätigkeiten

ehrenamtlich

auszuüben.

Als

langjähriges Mitglied

des

Finanzausschusses im Österreichischen Städtebund ist es ihm

gelungen, die

finanziellen Interessen der

Vorarlberger Gemeinden bei der

Verteilung

der

Abgaben

im Rahmen des

Finanzausgleiches mit

Erfolg zu wahren.

Ich darf heute auch

erstmalig

die

freudige Mitteilung machen,

daß Dr. Karl BOHLE für seine

langjährige

aktive Mitarbeit im Vorstand des Österreichischen

Gemeindebundes im kommenden Februar im Rahmen
einer Feier zu dessen

Ehrenmitglied ernannt werden soll.
            
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