ÖVP
gemeinsam
mit der
Bezirkshauptmannschaft
ein
mutigeres
Auftreten
gegenüber
verschiedenen Bewohnern unserer Stadt erwarten.
Jene
Bvölkerungskreise,
die uns ins
Vertrauen ziehen, nur weil sie bei der ÖVP
nicht mehr
weiterkommen, sprechen
Bände
über die unentschlossene
Haltung
der ÖVP.
Erst unsere Intervention war ausschlaggebend
dafür,
daß zur
Entlastung
der Bewohner im
Heinzenbeer eine
Umfahrungsstraße gebaut
wurde. Ähnlich verhält sich die Situation bei
den Bewohnern von Haselstauden,
die
Klage
über die zunehmende
Belastung
durch den
Verkehr in den
Bregenzerwald
führen. Die ÖVP
ist nicht imstande,
diesen Bewohnern unter die
Arme zu
greifen
und eine umweltschonende
Entlastungsstraße
durchzusetzen.
Nach wie vor fehlt es an Schulraum!
Unzufriedenheit macht sich in Dornbirn
breit,
was den
notwendigen
Schulraumbedarf
angeht.
In der letzten Zeit wurde die SPÖ-Fraktion
wiederholt mit der Bitte konfrontiert, sich für die
Schaffung
neuen Schulra'umes mit Nachdruck
einzusetzen. Im
Zusammenhang
mit der Erstellung
des
Budgets
haben wir diese
Anliegen
als unsere
eigenen
Wünsche
weitergeleitet.
Mit
Genugtuung
dürfen wir feststellen, daß in
beiden Fällen
-
ich werde darauf noch näher
eingehen
-
unser Ersuchen im Interesse der
Schüler, deren Eltern und der Lehrer nicht auf
taube Ohren stieß. müssen wir mit
Bedauern feststellen, daß unserer Intervention
nich im erforderlichen Ausmaß
nachgekommen
wurde.
Ein erster erfolgreicher
Schritt darf
jedoch
in
den
nachfolgend aufgezählten Beispielen
vermerkt werden.
Unsere Fraktion übermittelte als
dringende
Notwendigkeit an den
Bürgermeister
den
Wunsch nach
Sanierung
des Mitteltraktes der
Volksschule Mittelfeld und der Tunhalle. Diese
Schule besitzt statt zehn nur acht Klassenräume
und befindet sich baulich in einem schlechten
Zustand. Unserem Ersuchen,
einen
Betrag
von
15 Millionen
Schilling
für erste Baumaßnahmen
einzusetzen, wurde zwar nicht
entsprochen,
wohl aber war auch die Mehrheitsfraktion der
Meinung,
daß für die Volksschule Mittelfe!d
etwas
getan
werden müsse. Es ist uns
gelungen,
wenigstens
einen
Betrag
für die
Planung
zu reklamieren. Eitle tut
not,
damit auch diese
letzte, noch nicht renovierte oder
neugebaute
Volksschule dem Standard anderer Schulen
angepaßt
werden kann.
Im zweiten zur Diskussion stehenden Schulbau
sind wir bei der ÖVP ebenfalls auf
Gesprächsbereitschaft
gestoßen.
Zur
Entlastung
der
beiden
Hauptschulen
an der Lustenauerstraße
wird eine
Hauptschule
im Gebiet Erlosen erforderlich.
Auch hierfür wollten wir einen
Betrag
von 15 Miitlillionen
Schill±ling engesetzt
wissen.
Leider sind die Grundablöseverhandlungen
aber noch nicht so weit
gediehen,
daß die
Hauptschule
Erflosen mit einer
Budgetpost
versehen werden konnte.
Freitag,
18. Jänner 1985
Auch in der teilweise renovierten Sonderschule
herrschen immer noch
beängstigende
Zustände,
da in
feuerpolizeilich
nicht
zugelassenen
Werkräumen im Dach:boden unterrichtet werden
muß.
Die SPO forderte wiederholt den Bau von
Kindergärten
Widersprüchlich
sind die
Aussagen
der
ÖVP,
was die
Schaffung
neuer
Kindergärten
betrifft.
Wenn man die
Stellungnahme
der letzten zehn
Jahre zu diesem Thema
verfolgt,
wird einem
klar,
daß hier verschiedene Kräfte am Werk
waren oder noch sind,
die sich über ihre Vorgangswe;se
nicht im klaren sind. Den Beweis
für diese
Behauptung treten wir im
folgenden
gerne
an:
1975 erklärte die
ÖVP,
daß es auch ihre Meinung
sei,
im Hatlerdorf einen weiteren Kindergarten
zu erbauen. Vier Jahre
später bekräftigte
man diiiese
Auffassung noch,
indem die Ansicht
vertreten
wurde,
daß mit einem
Kindergarten
Heinzenbeer,
also im Hatlerdorf, andere überfüllte
Kindergärten
entlastet werden könnten.
Weitere drei Jahre
späer erfolgte
unter
Bürgermeister
Sohm eine Wende. Die SPÖ
schlug
1982 den
Bau
zweier
Kindergärten
in Heinzenbeer
und im Bereich „Wohnen morgen"
vor.
Nun hieß es plötzlich,
daß die
Frage
der Errichtung
dieser
Kindergärten,
also auch
jener
im
Hatlerdorf, geprüft
werden müßte. Wir
fragen
uns
nun,
was die ÖVP seit 1975
gemacht
hat.
Seit diesem
Zeitpunkt
hätte sie
Gelegenheit
zum Prüfen
genug gehabt.
Ab 1975 wurde in
Dornbirn
ledig
lich noch ein
einziger
Kindergarten
fertiggestellt.
Der
Kindergarten
Heinzenbeer
wartet
immer
noch auf seinen Bau. Man
kann auf der einen Seite nicht
sagen,
daß in
Dornbirn alle vier- und
fünfjäh r'igen
Kinder die
Möglichkeit
zum Kindergarten(besuch
besitzen.
Auf der anderen Seite ist die
Entfernung
zwischen
Elternhaus und
Kindergarten
so weit und
gefährlich,
daß den Eltern ein Kindergartenbesuch
ih rer Kinder berechtigterweise
als
unzumutbar erscheint. Nur zwischen 500/0 und
600/0 der
Vierjährigen
werden in einem Dornbirner
Kindergarten
betreut. Der Prozentsatz
wäre weit höher,
wenn das Kindergarten-Netz
dichter wäre.
Die Versäumnisse des
vergangenen
Jah rzehnts
versucht man nun rasch zu beheben. Die ÖVP
selbst hat offenbar erkannt,
daß es so- wie
bisher,
näm'liich in einem schleppenden
und Viel
zu langsamen
Bau von Kindergärten
nicht
weitergehen
kann.
Wir fordern daher wie in der
Vergangenheit
die
ÖVP
auf,
endlich zu ihren.eigenen
Erkenntnissen
zu stehen und den
zugesagten
Kindergarten
im Heinzenbeer.in die Tat umzusetzen
und auch den Ki'ndergarten
bei „Wohnen
morgen"
zu
verwirklichen. Dieses Gebiet ist im
Verein mit der Fischbachsi€dlung
mit öffentlichen
Einrichtungen
ohnedies unterversorgt
und
stiefmütterlich behandelt.
Was die Jugendarbeit
betrifft, so hat sich in den
letzten Jahren
einiges getan.
Zum
anfangs
von
der ÖVP geringgeschätzten
„Spielboden"
mit
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