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Full text : Dornbirner Gemeindeblatt 1985 (1985)

ÖVP

gemeinsam

mit der

Bezirkshauptmannschaft

 ein

mutigeres

Auftreten

gegenüber

verschiedenen Bewohnern unserer Stadt erwarten.

 Jene

Bvölkerungskreise,

die uns ins

Vertrauen ziehen, nur weil sie bei der ÖVP

nicht mehr

weiterkommen, sprechen

Bände

über die unentschlossene

Haltung

der ÖVP.

Erst unsere Intervention war ausschlaggebend

dafür,

daß zur

Entlastung

der Bewohner im

Heinzenbeer eine

Umfahrungsstraße gebaut

wurde. Ähnlich verhält sich die Situation bei

den Bewohnern von Haselstauden,

die

Klage

über die zunehmende

Belastung

durch den

Verkehr in den

Bregenzerwald

führen. Die ÖVP

ist nicht imstande,

diesen Bewohnern unter die

Arme zu

greifen

und eine umweltschonende

Entlastungsstraße

durchzusetzen.

Nach wie vor fehlt es an Schulraum!

Unzufriedenheit macht sich in Dornbirn

breit,

was den

notwendigen

Schulraumbedarf

angeht.

In der letzten Zeit wurde die SPÖ-Fraktion

wiederholt mit der Bitte konfrontiert, sich für die

Schaffung

neuen Schulra'umes mit Nachdruck

einzusetzen. Im

Zusammenhang

mit der Erstellung



des

Budgets

haben wir diese

Anliegen

als unsere

eigenen

Wünsche

weitergeleitet.

Mit

Genugtuung

dürfen wir feststellen, daß in

beiden Fällen

-

ich werde darauf noch näher

eingehen

-

unser Ersuchen im Interesse der

Schüler, deren Eltern und der Lehrer nicht auf

taube Ohren stieß. müssen wir mit

Bedauern feststellen, daß unserer Intervention

nich im erforderlichen Ausmaß

nachgekommen

wurde.

Ein erster erfolgreicher

Schritt darf

jedoch

in

den

nachfolgend aufgezählten Beispielen

vermerkt werden.

Unsere Fraktion übermittelte als

dringende

Notwendigkeit an den

Bürgermeister

den

Wunsch nach

Sanierung

des Mitteltraktes der

Volksschule Mittelfeld und der Tunhalle. Diese

Schule besitzt statt zehn nur acht Klassenräume

und befindet sich baulich in einem schlechten

Zustand. Unserem Ersuchen,

einen

Betrag

von

15 Millionen

Schilling

für erste Baumaßnahmen

einzusetzen, wurde zwar nicht

entsprochen,

wohl aber war auch die Mehrheitsfraktion der

Meinung,

daß für die Volksschule Mittelfe!d

etwas

getan

werden müsse. Es ist uns

gelungen,

 wenigstens

einen

Betrag

für die

Planung

zu reklamieren. Eitle tut

not,

damit auch diese

letzte, noch nicht renovierte oder

neugebaute

Volksschule dem Standard anderer Schulen

angepaßt

werden kann.

Im zweiten zur Diskussion stehenden Schulbau

sind wir bei der ÖVP ebenfalls auf

Gesprächsbereitschaft



gestoßen.

Zur

Entlastung

der

beiden

Hauptschulen

an der Lustenauerstraße

wird eine

Hauptschule

im Gebiet Erlosen erforderlich.

 Auch hierfür wollten wir einen

Betrag

von 15 Miitlillionen

Schill±ling engesetzt

wissen.

Leider sind die Grundablöseverhandlungen

aber noch nicht so weit

gediehen,

daß die

Hauptschule

Erflosen mit einer

Budgetpost

versehen werden konnte.

Freitag,

18. Jänner 1985

Auch in der teilweise renovierten Sonderschule

herrschen immer noch

beängstigende

Zustände,



da in

feuerpolizeilich

nicht

zugelassenen

Werkräumen im Dach:boden unterrichtet werden

muß.

Die SPO forderte wiederholt den Bau von

Kindergärten

Widersprüchlich

sind die

Aussagen

der

ÖVP,

was die

Schaffung

neuer

Kindergärten

betrifft.

Wenn man die

Stellungnahme

der letzten zehn

Jahre zu diesem Thema

verfolgt,

wird einem

klar,

daß hier verschiedene Kräfte am Werk

waren oder noch sind,

die sich über ihre Vorgangswe;se



nicht im klaren sind. Den Beweis

für diese

Behauptung treten wir im

folgenden

gerne

an:

1975 erklärte die

ÖVP,

daß es auch ihre Meinung

 sei,

im Hatlerdorf einen weiteren Kindergarten



zu erbauen. Vier Jahre

später bekräftigte

man diiiese

Auffassung noch,

indem die Ansicht

vertreten

wurde,

daß mit einem

Kindergarten

Heinzenbeer,

also im Hatlerdorf, andere überfüllte



Kindergärten

entlastet werden könnten.

Weitere drei Jahre

späer erfolgte

unter

Bürgermeister

 Sohm eine Wende. Die SPÖ

schlug

1982 den

Bau

zweier

Kindergärten

in Heinzenbeer

 und im Bereich „Wohnen morgen"

vor.

Nun hieß es plötzlich,

daß die

Frage

der Errichtung



dieser

Kindergärten,

also auch

jener

im

Hatlerdorf, geprüft

werden müßte. Wir

fragen

uns

nun,

was die ÖVP seit 1975

gemacht

hat.

Seit diesem

Zeitpunkt

hätte sie

Gelegenheit

zum Prüfen

genug gehabt.

Ab 1975 wurde in

Dornbirn

ledig

lich noch ein

einziger

Kindergarten

 fertiggestellt.

Der

Kindergarten

Heinzenbeer

 wartet

immer

noch auf seinen Bau. Man

kann auf der einen Seite nicht

sagen,

daß in

Dornbirn alle vier- und

fünfjäh r'igen

Kinder die

Möglichkeit

zum Kindergarten(besuch

besitzen.

Auf der anderen Seite ist die

Entfernung

zwischen

 Elternhaus und

Kindergarten

so weit und

gefährlich,

daß den Eltern ein Kindergartenbesuch

 ih rer Kinder berechtigterweise

als

unzumutbar erscheint. Nur zwischen 500/0 und

600/0 der

Vierjährigen

werden in einem Dornbirner



Kindergarten

betreut. Der Prozentsatz

wäre weit höher,

wenn das Kindergarten-Netz

dichter wäre.

Die Versäumnisse des

vergangenen

Jah rzehnts

versucht man nun rasch zu beheben. Die ÖVP

selbst hat offenbar erkannt,

daß es so- wie

bisher,

näm'liich in einem schleppenden

und Viel

zu langsamen

Bau von Kindergärten

nicht

weitergehen

kann.

Wir fordern daher wie in der

Vergangenheit

die

ÖVP

auf,

endlich zu ihren.eigenen

Erkenntnissen

 zu stehen und den

zugesagten

Kindergarten



im Heinzenbeer.in die Tat umzusetzen

und auch den Ki'ndergarten

bei „Wohnen

morgen"

zu

verwirklichen. Dieses Gebiet ist im

Verein mit der Fischbachsi€dlung

mit öffentlichen

 Einrichtungen

ohnedies unterversorgt

und

stiefmütterlich behandelt.

Was die Jugendarbeit

betrifft, so hat sich in den

letzten Jahren

einiges getan.

Zum

anfangs

von

der ÖVP geringgeschätzten

„Spielboden"

mit

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