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NaturdÜna1e
Zirbe auf der
Alpe
Süns Fotos: Ernst
Brugger
Unsere
wenigen
Zirben
Etwa 150 Jahre alt ist dieser 10 m hohe Baum an
der Oberkante des
Steilabfalls,
der die
Alpe
Süns
von der
Alpe
Hintermellen trennt
(einige
Meter
nördlich der Materialseilbahn
Hinterme11en-Süns).
Im
Gemeindegebiet wachsen Zirben vereinzelt im
hinteren Mellental. So
häufig
diese
prächtige
Hochgebirgsart
in den trockeneren Teilen der Schweiz
und in Tirol
ist,
so selten ist sie im
niederschlagsreichen
Vorarlberg.
Nur in der inneren
Silvretta, um
Kops,
bildet sie lockere Waldbestände.
Leicht ist die Zirbe daran zu
erkennen,
daß ihre
Nadeln in Bündeln zu fünf stehen. Den Zirben sieht
man es
an,
daß sie extrem
langsam
wachsen: Der
knorrige,
dicke Stamm
trägt
ein dichtes Geäst mit
üppiger Benadelung,
der Baum wird erst mit 70
oder 80
Lebensjahren
mannbar.
Lichthungig,
die
Trockenheit liebend und allen Stürmen widerstehend,
leben die Zirben hoch oben bis an der
Waldgenze.
Gesteinsfalte an der Ebniterstraße
Än
geologisches
Lehrbuch
Die Ebniterach durchschneidet kreidezeitliche
Gesteine der helvetischen
Zone,
nämlich den
Schrattenkalk und die
mergeligen Drusbergschichten.
Wo die
überlagernden Amdener
Mergel,
die
sehr leicht
verwittern,
vom Wasser
ausgeräumt
werden, 4bt
es breite Talbecken wie den Staufensee;
wo der harte Kalk
durchsägt wird,
entstehen
die
goßartigen yqammen•,
wo die
Drusbergschichten
sind,
die aus einer
Wechsellagerung von Kalkund
Mergelbänken
bestehen,
bilden sich Schluchten,
welche den inneren Bau des Gesteins sehr
deutlich
zeigen:
Von der
Gebirgsbildung
ist es verfaltet
worden,
in außerordentlicher Klarheit kann
man die
eleganten Faltenschwünge zwischen
Alploch
und Ebnit sehen. Der
gewaltige
Schub von
Süden her hat die
ursprün4ich waagrechten
Gesteinsschichten
elegant verbogen,
übereinandergelegt
und
sogar zerbrochen.