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Full text : Dornbirner Gemeindeblatt 1986 (1986)

Mammutbaun

im Gütle

Mit einer Höhe von 41 m und einem

Stammdurchmesser

von

1,55

m ist

dieser monumental in der Talmitte

stehende

mächtige Baum,

dessen

Alter mit ca. 90 Jahren

angenommen

wird,

so

geschickt gepflanzt,

daß er

dort, wo die Besucher des

Rappenloches



vorbeigehen, eine kunstvolle

Überhöhung des Landschaftsbildes

darstellt.

Der älteste

Felsblock

von Dornbirn

Knapp

unter der

Einmündung

der

Gunzenach

liegt am rechten Ufer der

Dornbirnerach ein

gewaltiger

Granitblock



(„Habkernganit")

mit

groben

roten

Feldspatkristallen.

Lange

Zeit

war er für

erratisch,

für einen Findling

 gehalten worden. Der eiszeitliche

Rheingletscher hätte ihn aus Graubünden

 hierher

transporåert.

Diese Granitart ist aber so

ungewöhnlich

 und der Felsblock

zeigt

eine so

völlige Zurundung,

die nur durch

Millionen Jahre

lange Verwitterung

entstanden sein

kann,

daß nach einer

besseren

Erklärung gesucht

wurde.

Wahrscheinlich ist der Block aus dem

nahen

Flyschgestein herausgewittert

und in die Ach

gerutscht,

nachdem

er die

ganze

Erdneuzeit als alter

Fremdling

in den

Flyschsandsteinen

verborgen gewesen war. Schon

lange

vor der

Alpenbildung

muß er von

einem

alten,

fernen Festland in einen

Tiefseegaben ge4itten sein,

wo er

bald vom Schlamm bedeckt

wurde,

der seinerseits

später zum

Flyschgestein

 verfestigte.

Ein sehr

ähnlicher,

kleinerer Block

wurde auch bei der Talstation der

Karrenseilbahn in der Ach

gefunden.

Heute steht er im

Rathauspark und

trägt

das Standschützendenlanal.

Fotos: Ernst Brugger
            
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