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Full text : Dornbirner Gemeindeblatt 1986 (1986)

DORNBIRNER GEMEINDEBLATT

AMTLICHE

NACHRICHTEN

KURZBERICHT

über die am 11. März 1986 unter dem Vorsitz des Herrn

Bürgermeister Rudolf SOHM

abgehaltene 39.

Sitzung

des Stadtrates.

1. Über

Mitteilung

des Vorsitzenden wird zur Kenntnis

genommen:

a)

die

Einladung zu der am 26. 3. 1986 um 19.00 Uhr

im Kulturhaus stattfindenden

Stadtplanungsausstellung;



b)

die Studie

„Klärschlammentsorgung" für das

Land

Vorarlberg, verfaßt von

Dipl. Ing. Robert

Manahl, Zivilingenieur für

Bauwesen,

Bregenz,

vom Jänner

1986;

c)

das Schreiben des Amtes der

Vorarlberger

Landesregierung

 vom 3. 3.

1986, in dem

mitgeteilt

wird, daß das Bundesministerium für Bauten und

Technik die Trassenstudie

1986, Variante C

3, der

Bodensee-Schnellstraße S 18 zur Kenntnis

genommen

 und die

Zustimmung

erteilt

hat,

daß die

Variante C 3 der weiteren

Planung zugrunde gelegt

 wird;

d)

nachstehendes Schreiben des Leiters der Kinder-Abteilung

 am Krankenhaus

Dornbirn,

Prim. Dr.

Norbert

ROMMELE, vom 10.3.1986:

An den

Herrn

Biirgermeister,

Herrn

Vizebiirgermeister

die Herren Stadträte und Gemeindevertreter

Rathaus

6850 DORNBIRN

Stellungnahme zu H. Klien — Artikel im

„Dornbirner

Anzeiger"

gegen

unsere

Kinderabteilung.

Im

„Dornbirner

Anzeiger"

vom 7. 3. 1986 erschien ein

Artikel

aus der Feder eines Harald Klien mit dem Titel

„Dornbirns Miitter

klagen

an:

Tröpfchen fiir

die Kinder

—

harte

Anschuldigungen gegen

Prinz. Dr. N. Rämmele«.



Wegen

der

ungeheuerlichen Diffamierungen

meiner Mitarbeiter —

Ärzte und Schwestern — und

meiner

eigenen Person,

den

Unterstellungen

und Ultwahrheiten,



kann das

„Werk"

dieses Artikelschreibers

nicht

unwidersphochen

bleiben.

Zunächst

zur Vorgeschichte:

Die

Zeitung aufgesucht

hat

eine

Frau,

die aus der

Anonymität

heraus sich

offensichtlich

 bei uns

dafiir „bedanken" wollte, daß

wir

ihrem schwer kranken Kind ilt kiirzester Zeit sehr

gut

helfen

konnten.

Schwierigkeiten gab

es mit

dieser,

wie

H. K. schreibt, „integren Bürgersfrau" von

Anfang

an:

Erst stand das

vorgesehene

Bett nicht am gewünschten

Platz

(Umschichtungen

waren aus medizinischen Gründen

 nicht

möglich),

dann war es nicht

recht, daß

ein

Türkenkind mit

Schnupfen

in der Nähe

lag,

es war nicht

recht, wenn ihr Kind weinte und es war schon

gar

nicht

recht,

als das Kind nach

gesundheitlicher Erholung

nicht

mehr

weinte,

denn nun wurde uns unterstellt,

dem Kind

(siehe Titel Harald Klien) Beruhigungströpfchen

verabreicht



zu

haben!! Aus den durch Klien

vorgebrachten

Anschuldigungen

war es mir und vor allem auch der von

14. MÄRZ 1986

Anfang an als

Gesprächszeugin beigezogenen

Kinderschwester

 leicht

möglich,

die Identität der

unbedingt

anonym

bleiben wollenden

Frauensperson zu liften

(was

allerdings

nicht mein

Hauptanliegen war,

wie

Klien

mehrfach

in seinem

Zeitungsbericht fälschlicherweise



behauptet).

Es handelt sich um eine Frau M.

Kii.,

wh. in

Dornbirn, am Mb. 1.

Bestätigt

wurde die Richtigkeit



unserer

Vermutung

letztlich von der überraschten

 Frau selbst

(Telefonanruf).

Mein

Bemerken,

daß

wir

zu jeder

Zeit bereit

sind,

mit den Eltern in

netter,

höflicher

Form zu reden und

daß

ein

mündiger

Mensch

diesen

Weg

der Kommunikation auch

zu finden

vermag,

beantwortete Klien

damit,

die Frauen hätten

Angst,

Angst davor, „daß

wir

auf

dem Rücken der Kinder die

Geschichte

austragen

würden". Diese

Vorhaltung

Kliens

hat mich besonders

empört,

weil wir mit

großem

und

immerwährendem Einsatz uns bemühen, ZU

JEDER

ZEIT UND IMMER zu den uns anvertrauten Kindern

LIEB ZU SEIN.

Klien erschien

am

Samstag,

den 1.

März, am

Spätnachmittag,



an der

Abteilung, begleitet von einem Fräulein

mit

Fotoapparat.

Er

sprach

die diensthabende Stationsschwester



an,

welche den diensthabenden Arzt verständigte.



Dieser

verweigerte

Klien ein

Gespräch

und verwies

 ihn

auf

den

Abteilungsleiter.

Während dieser Zeit

betrat das Fräulein mit

Fotoapparat

ohne Erlaubnis

Krankenzimmer und

fotographierte.

Dabei war es sicher

nicht

leicht,

ein Kind zu finden,

das

(siehe Bildtext)

„auf

die Mutter wartete". Es war nämlich

gerade

Besuchszeit.



Bei dem vereinbarten

Gesprächstermin am

Sonntag

Vormittag,

den 2.

März,

erschien Klien wieder mit dem

Fräulein mit

Fotoapparat.

Wortlos nahm das Fräulein

schräg

von mir Platz und

begann,

viele Bilder

zu

schiessen.

 Die

primitivste Anstandsregel,

zumindest

formhalber

 um die

Fotographiererlaubnis zu bitten, galt

weder

für

Klien noch

fir

seine

Begleiterin.

Aus der Art und Weise der

Gesprächsführung

—

sie

glich

einem

gerichtlichen

Verhör

( „sie schweifen ab,

Herr Primarius")

—

war von

Anfang

an klar, daß

es

dem H. K. nicht um Sachlichkeit

ging,

sondern

darum,

einen

„Reißer" für

seine

Zeitung zu finden,

bzw.

uns,

aus welchen Grinden auch

immer, zu verunglimpfen

unter

Berufung auf Informationen aus dem Mund

„integrer



Dornbirner

Bürgerinnen«.

Davor kann man sich

iiberzeugen, wenn man das Schreibwerk des H. K. liest.

Man

sieht,

wie

wichtig

die — sicher nicht

gutwillige

—

„Aussage

einer

integren,

in Dornbirn

wohnhaften

Biirgerin"

 ist, gegenüber

der

Argumentation

eines

iahrzehntelang

 tätigen Arztes,

dem man zumindest Einsatz,

liebevollen

Umgang

mit seinen Patienten und deren

Eltern nicht

absprechen

kann.

Daß

uns dabei

Passagen,

wie

„Tröpfchen fiir

die Kinder" oder

„auf

dem Rücken

der Kinder

austragen",

besonders

empört

haben und

fiir

deren

Wahrheitsgehalt

H.

K.,

bzw. M. K. an dafiir

zuständiger

Stelle noch

geradezustehen haben,

ist begreiflich.



Die

Passagen „hysterische

Weiber — Gott in

auch wenn uns die Eltern

auf

die Nerven

weiß

—

gehen" usw.,

sind

für Ethos, Qualität

und Stil des Artikelschreibers

 bezeichnend.

Daß

unter diesen

Bedingungen



ein sachliches

Gespräch

nur schwer zustande kam,

kann

jedermann begreifen.

Sehr

geehrte

Damen und

Herren,

in Form dieser Entgegnung

 auf

das

niederträchtige Pamphlet

des Harald
            
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