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Full text : Dornbirner Gemeindeblatt 1987 (1987)

DORNBIRNER

GEMEINDEBLATT

Vor allem diese

Frage

interessiert den

Bürger

unserer

Stadt. Er will

wissen, ob

gut gewirtschaftet,

 das heißt

sorgfältig

sowie

vernünftig

ausgegeben

und auch

sparsam

verwaltet wird.

Daß unser

Voranschlag

für das kommende Jahr

ein

gutes Budget ist,

soll mit

folgenden

Zahlen

untermauert werden:

1. Die Fixkostensteigerungen,

ohne Berücksichtigung



des zusätzlich

benötigten

Personals

 für die neu zu eröffnende Infektionsabteilung



im Krankenhaus,

für das neu In

Betrieb

gehende Pflegeheim

für Chronischkranke

 und die städt.

Musikschule, liegen

mit

einer Raie von 1,240/0

deutlich unter der

diesjährigen

Inflationsrate.

Dadurch ist es uns

möglich,

auch bel diesem

neuen Haushaltsvoranchlag

ein freies

Budget

von S 71,248.000,—zu erreichen,

eine Voraussetzung

 dafür,

unser

vorgesehenes

Investitionsprogramm gemäß

dem mittelfristigen

 Finanzplan

fortzusetzen.

2. Der Schuldenstand

liegt

zum 31.12.1987 mit

S

485,050.000,—etwas

höher wie im laufenden



Wirtschaftsjahr,

dafür wird der Rechnungsabschluß



des laufenden Wirtschafts-Jahres

 nur S

478,7

Mio. statt S

482,49

Mio.

betragen.

Der Grund dieser

Verschiebung

liegt darin,

daß die 1986

vorgesehenen

Darlehen

 für Schulbauten bei der Volksschule

Mittelfeld und

Hauptschule

Markt In der Höhe

von

insgesamt

S 5 Mio. sich

infolge

Bauverzögerung



auf 1987 verschoben haben. Ohne

diese

Verschiebung

würde sich Im Voranschlag



1987

gegenüber

dem laufenden Wirtschaftsjahr



keine

Schuldenerhöhung

ergeben.

Die Gesamtschuld von S

485,05

Mio. setzt

sich ausschließlich aus zinsbegünstigten

Darlehen

zusammen,

was den finanziellen

Spielraum

unserer

Gebarung

besonders

betont.

Zusätzlich bestehen noch

Leasingverträge

In

Höhe von S 37

Mio.,

die in Anbetracht der

Mehrwertsteuereinsparung

eine sinnvolle

Finanzierungsfofm

darstellen und Im

kommunalen Bereich sehr stark im Kommen

ist.

3. Die

liquiden Mittel,

oder - verständlicher

gesagt,

die sofort

verfügbaren flüssigen

Geldmittel der Stadt - belaufen sich auf ca.

S 136

Mio.,

ohne

Berücksichtigung

von

Abschreibungen.

4. Setzen wir den freien

Budgetrahmen

von

—

in Relation zur

Verschuldung,

s 71,248.ooo,

dann stünde

fest,

daß die Stadt Dornbirn Ihre

Verpflichtungen

in nur 6 3/4 Jahren zurückzahlen

 könnte.

16. JÄNNER 1987

5. Nehmen wir die

Nettoverschuldung her,

d. h.

daß wir von unserem Schuldenstand die

verfügbaren Rücklagen

und die von der Stadt

Dornbirn

gegebenen

Darlehen

abziehen,

dann könnten wir unseren Schuldenstand

sogar

innerhalb 3 3/4 Jahren bei Aufrechterhaltung



des vollen Betriebes zurückzahlen.

Nachdem aber bei

Budgetvorlagen

über die

Nettoverschuldung gesprochen wird, so soll

auch diese Zahl

genannt

werden.

Die Nettoverschuldung geht

im Jahre 1987

sogar

um 8,440/0 von

293,310.000,—Im

Jahre

—,

also um 1986 auf S

268,542.OOO,

S

24,768.OOO,—zurück.

Die Pro-Kopf-Brutto-Verschuldung (ohne

Leasing

und

ARA)

wird 1987 bei S 12.100,—

die Pro-Kopf-Netto-Verschuldung

bei S 6.700,—

liegen.

Meine sehr

geehrten

Damen und Herren!

Ohne überheblich zu sein, liegt aufgrund

der

angeführten Beurteilungskriterien

ein

ausgewogener



Haushaltsvoranschlag vor,

der den

Vergleich

mit

Budgets

anderer finanziell

gut

situierter Städte nicht zu scheuen :braucht,

Trotzdem sind viele Wünsche auch in diesem

Haushaltsvoranschlag unberücksichtigt geblieben.

 Sicher nicht

aufgrund

des

mangelnden

guten Willens,

sondern vielmehr in der Gewichtung



des

Notwendigen

und des

Wünschenswerten. Wollen wir unser Ziel

erreichen, das wir uns schon im

vergangenen

Jahr

gesteckt haben,

die

Erhaltung

des freien

Budgets,

keine

Ausweitung

des Schuldenstandes

 und

Sicherung

des Investitionsvolumens,

dann

gibt

es nur den einen

Weg, vernünftiges

Sparen, Notwendiges

erwirtschaften, um

später

erfolgreiches

Wirtschaften in den verschiedenen

 Bereichen

möglich

zu machen.

Hier stehen wir nicht außerhalb der normalen

wirtschaftlichen Abläufe, ob

nun.im eigenen

Haushalt, im Handel,

im Gewerbe oder in der

Industrie,

Sie alle haben sich nach ihrer

finanziellen Decke zu strecken, um ihre Unternehmen

 nicht in Gefahr zu bringen.

Wir müssen

uns

glücklich

schätzen,

daß wir eine

gute

Wirtschaft mit vielen

erfolgreichen

Firmen und

tüchtigen

Unternehmen in unserer Stadt

haben,

denn zusammen mit dem Fleiß und der Tüchtigkeit



der arbeitenden

Bevölkerung

unserer

Stadt schaffen sie die

notwendigen

Voraussetzungen,



damit wir letzten Endes unsere

vielfältigen Aufgaben überhaupt bewältigen

können,

Es ist heute,

anläßlich der

Vorlage

des neuen

Budgets,

der

richtige Zeitpunkt,

allen

Mitbürgerinnen

und

Mitbürgern

für ihren

großen Beitrag,

den sie für die Gemeinschaft

in unserer Stadt leisten,

zu danken.
            
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