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DORNBIRNER
GEMEINDEBLATT
In seinem
SCHLUSSWORT ZUR
GENERALDEBATTE
dankt Bürgermeister
Rudolf SOHM den Vorrednern
für die Stellungnahmen
zum
Voranschlag
1987 und für die vorgebrachten
Vorschläge.
Zu den einzelnen
kritischen
Äußerungen
versuche er entsprechend
zu replizieren.
Seit der Übernahme des Bürgermeisteramtes
durch ihn habe sich nach anfänglichen
Übergangsschwierigkeiten
der
Informationsfluß
sehr
gut
entwickelt.
Grundsätzlich sei er
bemüht,
die notwendigen Unterlagen
rechtzeitig
vorzubereiten und vorzulegen,
um eine
gute
Arbeit zu ermöglichen.
Der mittelfristige Finanzplan
sei wiederum
erstellt worden, um
einen Überblick über die
in den nächsten Jahren anstehenden
Probleme
und deren
finanzielle Auswirkungen
zu bekommen.
Dabei sei er sich klar darüber,
daß dies
kein fixer Plan sein könne. Er müsse sich
vielmehr den
jeweils gegebenen, geänderten
Verhältnissen
anpassen.
Daß für die Budgetierung
die aktuellsten
Informationen und Unterlagen
erforderlich
seien und daher auf den letztmöglichen
Termin
gewartet
werde,
sei verständlich; daher müsse
man bei der Einhaltung
der gesetzlich vorgeschriebenen
Vorlagetermine
für das Budget
auf die Bereitschaft der Mitglieder
der Stadtvertretung
zählen,
auch unter
größerem
Zeitdruck
die Behandlung
des Budgets
in den
verschiedenen
Gremien
abzuwickeln.
Auf den Vorhalt,
in der Pro-Kopf-Verschuldung
seien die Darlehen für die ARA und die Verpflichtungen
aus Leasing-Geschäften
nicht
enthalten,
könne er nur
sagen,
daß das Bauen
im
Wege
des Leasings
al eine Art der Finanzierung
gewählt
worden sei,
um dadurch einen
finanziellen Vorteil zu erreichen. Aus diesen
Geschäften seien bisher
jedenfalls
ca.
S 10 Mio.
eingespart
worden. Die Darlehen der ARA
könnten
deshalb nicht aufscheinen,
weil diese
von einer
eigenen
Gesellschaft aufgenommen
und die zum Zwecke einer besseren
Finanzierung
der
Bauvorhaben gebildet
worden seien.
Er
glaube
davon
gesprochen
zu haben,
daß die
Verschuldung
ohne die Darlehen der ARA
gerechnet
worden seien. Dabei müsse man
feststellen,
daß beim Bau der ARA ein
großer
Anteil habe
vorfinanziert werden müssen.
Es sei richtig,
daß sich der
Schuldenstand am
Ende des Jahres 1987 bei rund S 485 Mio.
gegenüber
1986 etwas
erhöhe. Dies
ergebe
sich aus Verschiebungen
in der Darlehensaufnahme
auf dem
Schulbausektor.
Der voraussichtliche
Schuldenstand
Ende 1986
betrage
daher nicht S 482 sondern nur S 478 Mio.
Wenn man eine
Inflationsrate von 2,5—30/0
annehme, so
würde die dadurch bedingte
Geldentwertung
etwa S 13 Mio. ausmachen.
Tatsächlich betrage
die Schuldenerhöhung
nur ca.
S 3 Mio.,
d. h. man
könnte auch von
einer realen Reduzierung
des
Schuldenstandes
um ca. S 10 Mio.
sprechen.
16. JÄNNER 1987
Zu den von ihm zum Voranschlag
1986
genannten
Zielen der künftigen Budgetpolitik
stehe er
nach wie
vor,
wobei ihm klar
sei,
daß es
mitunter schwierig
sein werde,
diese Zielsetzungen
immer einzuhalten.
Wenn man das vorliegende Budget
betrachte,
könne man sicher
sagen,
daß diese Grundsätze
eingehalten
werden. Die investitionswirksamen
Ausgaben
können trotz zusätzlicher
ordentlicher Ausgaben gehalten
werden.
Dabei seien die Bemühungen,
die
Energiekosten
einzusparen,
als erfolgreich
anzusehen.
Zur
Frage
des Umweltschutzes könne er
sagen,
daß hier von seiten der Stadt schon sehr viel
getan
worden sei. So seien die Aufwendungen
für die
Kanalisation und die Reinigung
des
Abwassers
ganz
wesentliche Bestandteile eines
aktiven Umweltschutzes. Auch auf anderen
Gebieten werde Umweltschutz betrieben.
Er denke dabei an die Neugestaltung
der
Fußgängerzone,
an die Achauenplanung,
wobei
erste Aktionen bereits
getroffen
worden seien.
Zum Flugplatz
Hohenems sei zu
sagen,
daß
offenbar ein neues Paket an Maßnahmen vorgelegt
werden solle. Die Stellungnahme
der
Stadt habe sich nicht
geändert.
Bei Vorliegen
der
geplanten
Maßnahmen hätten sich die
zuständigen
städt. Gremien damit zu befassen
und eine Stellungnahme abzugeben.
Der Bau des Messeparkes
sei nicht nur vom
Standpunkt
des
Umweltschutzes zu betrachten.
Wenn man sich als Wirtschafts- und Einkaufsstadt
deklariere und dies auch bleiben wolle,
so stelle der Bau des Messeparkes
eine
Bereicherung
des
Wirtschaftslebens dar, abgesehen
davon,
daß dadurch
zusätzliche Arbeitsplätze
geschaffen
werden. Es sei daher auch
Aufgabe
der Stadt,
für die wirtschaftliche Entwicklung
Sorge
zu
tragen
und für die Erhaltung
der Arbeitsplätze besorgt
zu sein.
Zur
Frage
der Erhaltung
der Feuchtgebiete
sei
ein Ja zu
sagen.
Es sei aber gleichzeitig
dafür
Sorge
zu
tragen,
daß die notwendigen
landwirtschaftlichen
Gründe vorhanden seien, um für
den Ernstfall eine
gewisse
Grundversorgung
der Bevölkerung
zu garantieren.
Die alte
Leute hätten es noch erlebt,
was es bedeute,
zu wenig
Lebensmittel zu
haben. Die
heutige
Generation habe vielleicht schon einen zu
großen
Abstand zu diesen Zeiten.
Zu Bau der S 18 habe die Stadt von Anfang
an ein klare
Stellung eingenommen
und die
entsprechenden
Bedingungen vorgebracht.
Ob diesen Bedingungen entsprochen
werde,
könne er heute nicht
sagen.
Er lasse sich
diesbezüglich
überraschen. Alle Stellungnahmen
der Stadt
liegen
beim Land.
Aufgrund
noch fehlender Beschlüsse auf höherer
Ebene habe die Stadt Dornbirn bzw. die
Abwasserreinigung Region
Dornbirn-Schwarzach
Ges.m.b.H. auf dem Gebiet des Klärschlammes
die Initiative
ergriffen
und Versuchsboh-