DORNBIRNER GEMEINDEBLATT
AMTLICHE
NACHRICHTEN
KURZBERICHT
über die am 10. Februar 1987 unter dem Vorsitz des
Herrn Bürgermeister Rudolf SOHM
abgehaltene
84.
Sitzung
des Stadtrates.
I. Über
Mitteilung
des Vorsitzenden wird der
Tätigkeitsbericht
1986 des städtischen Schlachthofes
zur Kenntnis
genommen:
Der Aufgabenbereich des städtischen Schlachthofes
gliedert
sich in
a) Bereitstellung der
Schlachtanlagen
für heimische
Fleischerbetriebe und Landwirte und damit
gesicherte Versorgung
der
Bevölkerung
mit
Fleisch als einem der
wichtigsten Lebensmittel,
b) Untersuchung
der Schlachttiere
vor der
Schlachtung
sowie des Fleisches nach der
Schlachtung
-
zum Schutze der Konsumenten
vor gesundheitsschädlichem oder
qualitativ
minderwertigem
Fleisch,
c)
Betrieb einer
Freibank, urn den Verkauf von minderwertigem
Fleisch zu
ermöglichen (einzige
Möglichkeit
im
ganzen
Land
Vorarlberg),
d)
Kontrolle und
Untersuchung von nach Dornbirn
eingefühltem
Fleisch und Fleischwaren.
Im Schlachthof arbeiteten neben dem Leiter Hofrat
Dr. Alfons Kalb acht Bedienstete. Am 1. 12. nahm
Tierarzt Dr.
Egon
Thurner seine
Tätigkeit
im
Schlachthof
auf, um mit Jahreswechsel den ausscheidenden
Hofrat Dr. Kalb als Leiter abzulösen.
Insgesamt wurden am städtischen Schlachthof im
Jahr 1986 26.782 Tiere
geschlachtet,
davon
33 Pferde
—
3.450
Stiere, Ochsen,
Kühe und Rinder
—
1.443 Kälber
21.839 Schweine
8 Schafe und 6
Ziegen.
Davon mußten 10
Rinder,
2 Kälber und 111 Schweine
als
„untauglich"
beurteilt werden. 7
Rinder,
3
Kälber und 117 Schweine wurden als „minderwertig"
beurteilt und über die Freibank veräußert.
Somit waren 33
Pferde,
3.433
Rinder, 1.440
Kälber,
21.712
Schweine,
8 Schafe und 6
Ziegen „tauglich".
Dies
entspricht
einer
Fleischmenge
von ca.
7.800
kg
Pferdefleisch
—
1,035.OOO
kg
Rindfleisch
103.000
kg
Kalbfleisch
1,820.000
kg
Schweinefleisch
Zur
Sicherung
der Befunde wurden in 250 Fällen
Proben entnommen und der
bakteriologischen
Untersuchung
zugeführt.
In diesem
Zusammenhang
wurden bei i19 Tieren Medikamenten-Rückstände
im
Fleisch
festgestellt
und bei der Behörde
angezeigt.
Insgesamt wurden am Schlachthof 72 Tiere
notgeschlachtet,
davon 3
Pferde,
44
Rinder,
7 Kälber und
18
Schweine,
13. FEBRUAR 1987
Bei 3
Hausschlachtungen
wurden außerdem von
den
Fleischuntersuchungsorganen
2 Kälber und
1 Schwein vor und nach der
Schlachtung
beschaut.
Außer dem bereits erwähnten Verkauf auf der Freibank
wurde noch
minderwertiges
Fleisch veräussert,
das aus den Gemeinden
—
Alberschwende
—
Bregenz
—
Feldkirch
—
Götzis
—
Hohenems
—
Krumbach
—
Langenegg
—
Lauterach
—
Lingenau
—
Lustenau
—
Meiningen
j—
Rankweil
-—
Riefensberg
—
Röthis
Sulzberg
—
Wolfurt
eingebracht
wurde.
Bei der
Kontro!luntersuchung
wurden anläßlich der
Einfuhr nach Dornbirn
folgende Mengen
untersucht:
Fleisch:
insgesamt 5,097.424
kg
Fleischwaren:
2. Nachstehende
Ausnahmegenehmigungen
von
S
6
des
Baugesetzes
werden erteilt:
a)
für die
Errichtung
eines
Geräteschuppens auf
Gp. 9060/8,
KG.
Dornbirn, Am
Eisweiher,
des
Andreas
Peintner,
im Sinne eines
verringerten
Abstandes
gegenüber
der
Gp-9060/4 (A. Felder)
bis auf
2,00 m;
b)
für die
Errichtung
eines Provisoriums
(Blechfertigteilgarage)
auf
Gp. 11386/6,
KG.
Dornbirn,
Knie,
der Eheleute Dr.
Engelbert
und Adelheid
Radmayr,
im Sinne eines
verringerten
Abstandes
gegenüber
der
Gp.
11386/3
(l. Stoßhimmel)
bis
auf 2,30 m für die Dauer von 3
Jahren;
c)
für diverse Umbauarbeiten
(Umwidmungen)
beim bestehenden Wohn- und Geschäftshaus
Marktstraße 20 auf
Bp. 482,
KGs Dornbirn, der
Fa. Daniel
Feurstein, vertreten durch E.
Gasperi,
im Sinne eines
verringerten
Abstandes bis auf
1 m
(derzeitiger Bestand) gegenüber
der
Bp.
481
(M. Diem);
d)
für die
Erweiterung
des Frühstücksraumes auf
Gp. 5958/5, Bp. 188,
Hatlerstraße
7,
der Bischof-Hotelbetrieb
Ges.m.b.H. & Co.
KG, Dornbirn,
im
Sinne eines
verringerten
Abstandes bis auf
0,80
Meter
gegenüber
der
Gp.
5958/6.
3. Nachstehende
Ausnahmegenehmigungen von
S
36
des
Stra3engesetzes
werden erteilt:
a)
für die
Errichtung
eines Einfamilienhauses auf
Gp. 9648/4, KG.
Dornbirn,
Armin
Diemgasse,
der
Eheleute Armin und Herta
Hutter,
im Sinne eines
verringerten Abstandes bis
auf
3,5
m zur Armin Diemgasse;