DORNBIRNER
GEMEINDEBLATT
AMTLICHE NACHRICHTEN
KURZBERICHT
über die am 17. Februar 1987 unter dem Vorsitz des
Herrn Bürgermeister
Rudolf SOHM
abgehaltene
85
Sitzung
des Stadtrates.
1. Über
Mitteilung
des Vorsitzenden werden zur
Kenntnis
genommen:
a)
der Tätigkeitsbericht 1986 der Anästhesie-Abteilung
am Krankenhaus Dornbirn:
Nachdem mit
Wirkung
an 1. 9. 1986 Herr Prim.
Dr. M. Riedmann zum Leiter der neu
geschaffenen
Abteilung
für Anästhesie bestellt
wurde,
soll hier
kurz die neu
geschaffene Abteilung vorgestellt
werden. Mit Datum 1. 1. 1987 sind durch die Neubestellung
von Herrn Dr. Klaus
Pipa!
4 Fachärzte
auf dieser
Abteilung tätig.
Desweiteren wurde im
September
1986 eine
Ausbildungsstelle
für die
Facharztausbildung beantragt.
Auf der Basis von
4 Fachärzten und 1
Ausbildungsärztin
ist der weiter
unten
genannte Aufgabenbereich
gut lösbar,
speziell was die Sicherheit für die
Behandlung
der
Patienten betrifft.
Von den 8 der
Abteilung zugehörigen diplomierten
Krankenschwestern und
Pflegern
haben bereits
6 die
Fachausbildung
für
Anästhesiepflege
absolviert, 2 befinden sich noch in
Ausbildung.
Aufgabenbereich
l. Anästhesie
Dazu
gehört primär
die
gewissenhafte
Voruntersuchung
der Patienten mit der
geeigneten
Prämedikation
und die evtl.
nötige Nachbetreuung
auf
den einzelnen Stationen.
Die Anästhesie dient der
Schmerzausschaltung
bei
Operationen.
Dazu
gibt
es prinzipiell
2 Verfahren:
a)
Die Narkose
(Allgemeinanåsthesie)
Ausschaltung
des Bewußtseins und der
Schmerzempfindung
im
ganzen Körper (intravenöses
Masken- und
Intubations-Narkose).
b)
Örtliche
Betäubung (Regionalanästhesie)
Beseitigung
der
Schmerzempfindung
in den zu
operierenden Körperregionen. Dazu zählen die
Nervenblockaden, die rückenmarksnahen
Anästhesien bei
Operationen des Unterbauches
(Urologie, Gynäkologie, Chirurgie usw.)
und an
den Beinen und die direkte
Umspritzung
des
Operationsgebietes.
Der Aufwachraum in der Operationszone dient
der Sicherheit des Patienten. Die
Frischoperierten
bleiben so
lange
unter laufender Kontrolle
(Bewußtsein,
Herz-Kreislauftätigkeit,
Atem- und Nie-20.
FEBRUAR 1987
ren-Funktion
usw.),
bis sie
gefahrlos
auf die Station
bzw. zur
Weiterbehandlung
auf die Wachstation
gebracht
werden können.
11. Notfall-Medizin
Hier handelt es bich
hauptsächlich um die Behandlung
akut lebensbedrohter Patienten hin bis
zur Wiederbelebung. Die Anästhesie führt diese
Behandlung
im
Schockraum, aber bei Herzkreislaufstillstand
auch im
ganzen
Haus durch.
III. Intensivmedizin
Dazu zählt die medizinische
Betreuung
der Patienten
auf der
sogenannten chirurgischen
Wachstation
(künstliche Ernährung, Atemtherapie, mæ
schinelle
Beatmung usw.),
die Mitarbeit bei Beatmungsfällen
auf der
Frühgeborenen-und
internen
Wachstation samt Kardioversion sowie das Einlegen
von zentralen Infusionskathetern in die obere
Hohlvene
(= Subclavia-Katheter).
Zu all diesen
Aufgaben
sind
jeweils
Arzt und
Schwester erforderlich.
Das
Anästhesiepflegepersonal hat zusätzlich
noch
folgende Tätigkeiten
durchzuführen:
Desinfektion und Sterilisation aller
Anästhesie-,
Atem- und
Beatmungsgeräte
sowie
Aufbereitung
diverser Mehrmalsartikel
(Tuben, Absaugschläuche
usw.)
sowohl von der Anästhesieabteilung
als auch von den Wachstationen und der
Frühgeborenenstation.
Begleitung
Schwersterkrankter im
Rettungsauto
ins Landeskrankenhaus Feldkirch
(SHT,
CT-Untersuchungen
usw.).
Begleitung
des Notarztes
(diensthabender Arzt in
der
Ambulanz)
zu Unfällen, bei denen die Feuerwehr
die Patienten zunächst befreien muß.
Leistungen
1986
Anästhesie
3.875
Allgemeine
und
regionale
Anästhesien
(entsprechend
'in etwa der
Operationsfrequenz).
Dies
entspricht gegenüber
dem
Vorjahr
wie bei der
Operationszahl
einer
Steigerung
von 150/0.
145 Subclavia-Katheter
64
Behandlungen
im Schockraum
(vorwiegend
Wiederbelebungen)
weiters diverse Reanimationen auf den Stationen
und Ausfahrten mit dem
Rettungsauto.
Chirurgische
Wachstation
(5 Planbetten)
Behandlung
von 286 Patienten mit
insgesamt
1.583
Behandlungstagen. Die Patienten kamen
von
folgenden Abteilungen
des Hauses: