Seite 12 15. Jänner 1988
Sie alle
tragen
dazu
bei,
daß wir ein
gutes Budget
für 1988 mit vielen neuen Initiativen
vorlegen
können. Es ist aber auch das
Ergebnis
einer
guten
und sachlichen Zusammenårbeit zwischen
den
politischen
Fraktionen in unserer Stadt sowie
eines
guten Teamgeistes
zwischen
politischen
Funktionären und Mitarbeiterstab in der
Stadtverwaltung.
Mein besonderer Dank
gilt
dem Herrn
Stadtkämmerer Dr. Summer und seinem
Mitarbeiterteam, die das neue
Budget
noch
zeitlicher wie im
vergangenen
Jahr vorbereitet
und damit
jenen Spielraum geschaffen haben,
der für die
Gespräche
mit
Abteilungsleitern,
Referenten und Fraktionen besonders
wichtig
war.
Es war unser aller
Bestreben, ein
gutes Budget
für 1988 zu erstellen, und ich ersuche
Sie,
meine
sehr
geschätzten
Damen und Herren dieser
Stadtvertretung,
die Sie die
Verantwortung
für
unsere Stadt
tragen,
dem
Haushaltsvoranschlag
für 1988 Ihre
Zustimmung
zu
geben."
Stadtrat Rudolf FISCHER
gibt
namens der
SPÖ-Fraktion
folgende Äußerungen
zum vorliegenden
Vorschlag
1988 ab:
„Sehr geehrte Stadtvertretung!
Der
Budgetvoranschlag
wird als
ausgeglichen
dargestellt.
Dies ist aber nur
möglich,
weil für die
Schulden Dårlehen
aufgenommen
und
Rücklagen
dafür verwendet werden. Die
Erwelterung
von ca. 35,7
Millionen
Schilling
oder
3,77 %
entspricht
etwa der
Teuerungsrate
nach
dem Index. bas
Gemeindebudget
bedarf einer
sorgsamen Gestaltung.
Die Steuern und
Gemeindeabgaben
werden schlußendlich von
den Bewohnern und Steuerzahlern
aufgebracht.
Diese sind bereit,
die
Kommunalpolitik
mitzutragen,
wollen aber eine
gute
und für die
Bevölkerung zweckentsprechende Verwaltung
nicht missen. Zudem sollte die Stadtverwaltung
ein Vorbild für die
Bürger
sein. Wenn vom Herrn
Bürgermeister
die
Prokopfverschuldung
mit
S 1
1.835,—angegeben wird, so wird von ihm
verschwiegen,
daß die Stadt Dornbirn auch noch
Verpflichtungen
für
Leasingverträge
und für die
ARA Dornbirn-Schwarzach hat. Außerdem muß
noch für die
Abgangsdeckung
der
Kulturhausgesellschaft
in Millionenhöhe
aufgekommen
werden.
Werden dem Schuldenstand von 478,6
Millionen
die
Leasingverpflichtungen
von 57,2
Millionen
und eine
angenommene
Darlehensschuld der
ARA Dornbirn-Schwarzach von 185 Millionen
dazugeschlagen,
dann
beträgt
der
Schuldenstand ca. 720,8
Millionen
Schilling
oder
die
Prokopfverschuldung
nicht nur 1 1.835,—
sondern fast
18.000,—Schilling.
Über die
konkreten Verbindlichkeiten der ARA
gibt
weder
der
Voranschlag 1988, noch ein
Rechnungsabschluß
und auch nicht der dem
DORNBIRNER GEMEINDE-BLATT
Stadtrat
vorgelegte
Jahresbericht der ARA
Auskunft. Dieses
Versteckspiel
können wir nicht
verstehen.
Überhaupt
müssen wir mit
Besorgnis
feststellen,
daß das freie
Budget
seit dem
Voranschlag
1986
permanent zurückgeht
und zwar von 38,42 % auf
30,36
%. Sollte das freie
Budget
unter 30 %
absinken, so müssen wir uns in der Zukunft
überlegen,
ob wir einer solchen
Budgetgestaltung
noch die
Zustimmung geben
können.
Umweltschutz
—
Taten
setzen,
nicht immer
davon reden
Straßen
—
Verkehr
—
Sicherheit
Den Anrainern der Dornbirner
Hauptverkehrswege (z.
B. Lustenauerstraße,
Moosmahdstraße, B 190-Stadtstraße, Schwefel,
Hatlerstraße, Arlbergstraße,
Dr.-Anton-Schneider-Straße
usw.)
werden von Jahr zu Jahr
mehr
Verkehrsbelastung,
Lärm und
Abgase
zugemutet,
ohne daß die Stadt bisher für die
Sicherheit bzw. für den Lärmschutz
Ausreichendes unternommen hat. Der Einsatz
darf nicht nur bei der finanziellen
Unterstützung
von Schallschutzfenstern
enden, wenn diesen
Bewohnern nicht
zugemutet
werden
soll, daß sie
in ihren
Wohnungen
ein Leben
lang
hinter
geschlossenen
Fenstern fristen müssen.
Stadtstraße
Spät,
aber doch bekommen wir die
Bestätigung,
daß unsere
Forderung
nach einem nur
zweispurigen
Ausbau der Stadtstraße die
bessere
Lösung gewesen
wäre. Der
Rennbahneffekt wäre
weitgehend weggefallen,
die
Fußgänger
hätten
gefahrloser
auf kürzerem
Wege
die Straße
überqueren
können und die
Zerschneidung
der Stadt wäre nicht so kraß
ausgefallen.
Zudem hätte es keines
derartigen
Ampelwaldes
bedurft.
Der
zaghafte
finanzielle Ansatz bei der
Lustenauerstraße
—
Einbau von Verkehrsinseln
bei den
Fußübergängen
und
Straßenkreuzungen
—
nehmen wir zur Kenntnis, fordern aber
gleichzeitig
laufende
Radarüberwachungen,
um
die
Verkehrsgeschwindigkeit
und damit auch die
Reduzierung
des Autolärmes und die Sicherheit
der schwächeren Verkehrsteilnehmer wie für die
Fußgänger
und Radfahrer zu verbessern.
Dort,
wo die
Möglichkeit besteht, soll ein
gesicherter
Radweg angelegt
werden.
All diese
Vorschläge
dürfen nicht nur auf die
Lustenauerstraße
eingeschränkt bleiben,
sondern müssen auf allen anderen erwähnten
Hauptverkehrswege
und den
übrigen
Sammelstraßen des
Gemeindegebietes
ausgedehnt
werden.
Verkehrsschwerpunkt
Autobahn Süd
—
Messepark
Wenn es in Zukunft im Bereich des
Messeparkes
bzw. des Metro zu einer weiteren
Ansiedlung
eines Großkaufhauses wie z. B. eines
Möbelgroßhandelsgeschäftes kommt, ist die