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Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1988 (1988)

DORNBIRNER 
GEMEINDEBLATT 
Lärmschutzmaßnahmen seien durch die Stadt 
nur im Bereich von Gemeindestraßen 
möglich. 
Ab dem kommenden Jahr werde durch ein neu 
angeschafftes Lärmmeßgerät 
auch diesen 
großen 
und störenden 
Belastungen 
zu Leibe 
gerückt. 
Der Bau der 
Nord-West-Tangente 
werde eine 
Möglichkeit bieten, das Zentrum zu entlasten. Als 
Ziel für den Bau dieser Straße sei das Jahr 1991 
in Aussicht 
genommen. 
Zur Stadtstraße habe es schon verschiedene 
Diskussionen 
gegeben. 
Er sei nach wie vor der 
Meinung, 
daß diese Straße eine Verteilerfunktion 
haben müsse. Man 
spreche 
von 16 
Ampeln 
als 
Hindernisse für den fließenden Verkehr. Er sei 
froh, 
daß der Verkehr nicht fließend 
durchgehe, 
sondern 
Fußgängerübergänge 
Straßenüberquerungen ermöglichten. 
Daß es zu einem tödlichen Unfall 
gekommen sei, 
sei 
tragisch; 
dies 
jedoch 
der 
Straßenpolitik 
einer 
Partei zuzuschreiben, 
halte er für 
geschmacklos. 
Man könne Unfälle nicht 
parteipolitisch 
zuordnen. 
Flugplatz 
Hohenems 
Er habe die 
Möglichkeit gehabt, 
an der 
Kommissionierung 
in Hohenems teilzunehmen. 
Er habe bereits damals trotz emotionell 
geladener Stimmung erwähnt, 
daß der 
Bürgermeister 
alle 
Aspekte, 
auch wirtschaftliche, 
mitzuberücksichtigen habe; man könne nicht 
einfach nein 
sagen. 
Einfach sei es 
allerdings 
nicht. Man müsse 
praktisch 
von der Stunde Null 
beginnen 
und 
Gespräche 
neu aufnehmen. Nur 
unter 
Beteiligung 
aller 
Interessensgruppen 
an 
einem Tisch könne nach einer 
Lösung gesucht 
werden. Das habe er in Hohenems und auch in 
der 
Stadtvertretung gesagt. 
Feuchtgebiete 
seien bereits unter Schutz 
gestellt 
worden. Er 
denke dabei an das 
„ 
Schwarze 
Zeug 
Die 
Frage, 
wie man die 
Gewichtungen 
setzen 
soll, 
ob 
nur der Gedanke des Naturschutzes oder auch 
gewisse Aspekte 
der Landwirtschaft zu 
berücksichtigen seien, 
müsse 
geprüft 
werden. 
Die 
Frage 
sei hier insbesondere, ob der 
kultivierte Boden auch als 
Grundlage 
für die 
Grundnahrungsmittelversorgung 
in Notzeiten zu 
dienen habe. 
Personalmangel 
im Bauamt 
Er müsse feststellen, daß die Stadt Dornbirn über 
ausgezeichnete 
Mitarbeiter 
Verfüge, 
die sehr 
intensiv mit den vielen 
Aufgaben beschäftigt 
seien. Die Arbeiten und 
Anforderungen 
werden 
immer 
größer, 
der Arbeitsanfall 
aufgrund 
der 
Tätigkeiten 
in den Ausschüssen werde ebenfalls 
immer 
umfangreicher 
und habe damit 
gewisse 
Auswirkungen 
auf die 
Personalentscheidungen. 
Dem Wunsche und dem Bedürfnis nach 
gutem 
15. Jänner 1988 
— 
Seite 23 
Personal stehe die 
Forderung 
nach 
Sparsamkeit 
gegenüber. 
Wenn man die Personalkosten der Stadt 
Dornbirn mit 282 Mio. S für 902 Bedienstete den 
Personalkosten von 
Bregenz gegenüberstelle, 
die bei 27.000 Einwohnern 
Ausgaben 
in der 
Höhe von 322 Mio. S für 940 Bedienstete 
hätten, 
so sei hier eine Differenz von mehr als 40 Mio. S 
zu Gunsten unserer Stadt festzustellen. 
Man sei sicherlich bereit etwas zu tun, 
wobei eine 
gewisse 
Vorsicht am Platze sei. 
Wichtig sei, 
darauf zu achten, 
daß die ordentlichen 
Ausgaben 
nicht 
explodieren 
und dadurch die freie 
Manövriermasse 
gesenkt 
werde. 
Schlammdeponie 
Auf diesem Gebiet müsse er leider feststellen, 
daß im Lande noch keine 
gemeinsame Lösung 
in 
Aussicht stehe. Die 
Konzepte 
und 
Planungen 
der 
Stadt bzw. der 
Abwasserreinigungsgesellschaft 
zur eventuellen 
Erweiterung 
der 
Deponie 
seien 
bereits 
fertiggestellt 
und 
liegen 
bereits beim Land 
bzw. in Wien zur Begutachtung 
auf. Es sei mit 
Kosten von rund 60 Mio. S zu rechnen. 
Dorfgestaltung 
Im Bereich der 
Planung 
der Dorfkerne in den 
einzelnen Bezirken stoße man derzeit auf die 
Schwierigkeit, 
daß keine Architekten und Planer 
für Ideenwettbewerbe zu bekommen seien. 
Wenn die 
Zentrumsplanung 
vorbei 
sei, 
müsse 
die Dorfkernplanung 
in den Bezirken in 
Angriff 
genommen 
werden. Dabei könne er 
sagen, 
daß 
gewisse 
Maßnahmen bereits 
gesetzt 
worden 
seien. Er denke dabei an Oberdorf und 
Hatlerdorf. 
Stadthalle, 
Hock und 
Spielboden 
Die Schwierigkeiten, 
die in der letzten Zeit hier 
aufgetreten seien, 
seien nicht darauf 
zurückzuführen, daß die 
Einrichtung 
als solche 
schlecht sei. Es habe eben zwischenzeitlich 
Schwierigkeiten gegeben, 
die nun wieder in 
Ordnung gebracht 
worden seien. Mit einer 
Verlagerung 
des 
Jugendtreffs 
in einen anderen 
Stadtbereich sei das Problem nicht 
gelöst. 
Es sei 
vernünftiger 
miteinander zu reden und 
aufeinander Rücksicht zu nehmen, um 
nebeneinander bestehen zu können. Das 
gehöre 
zur Struktur einer Stadt. 
Öffentlicher Nahverkehr 
Die Stadt Dornbirn und die ÖVP verstecken sich 
keineswegs 
hinter einer Studie der Fa. Metron. 
Ein Arbeitsausschuß werde im Jänner mit der 
Arbeit 
beginnen. 
Von einem Nahverkehrs- 
konzept 
könne man nicht erwarten, 
daß es schon 
in den ersten Jahren 
große Erleichterungen 
bringen 
werde; man müsse sich die Sache
	        
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