DORNBIRNER
GEMEINDEBLATT
Lärmschutzmaßnahmen seien durch die Stadt
nur im Bereich von Gemeindestraßen
möglich.
Ab dem kommenden Jahr werde durch ein neu
angeschafftes Lärmmeßgerät
auch diesen
großen
und störenden
Belastungen
zu Leibe
gerückt.
Der Bau der
Nord-West-Tangente
werde eine
Möglichkeit bieten, das Zentrum zu entlasten. Als
Ziel für den Bau dieser Straße sei das Jahr 1991
in Aussicht
genommen.
Zur Stadtstraße habe es schon verschiedene
Diskussionen
gegeben.
Er sei nach wie vor der
Meinung,
daß diese Straße eine Verteilerfunktion
haben müsse. Man
spreche
von 16
Ampeln
als
Hindernisse für den fließenden Verkehr. Er sei
froh,
daß der Verkehr nicht fließend
durchgehe,
sondern
Fußgängerübergänge
Straßenüberquerungen ermöglichten.
Daß es zu einem tödlichen Unfall
gekommen sei,
sei
tragisch;
dies
jedoch
der
Straßenpolitik
einer
Partei zuzuschreiben,
halte er für
geschmacklos.
Man könne Unfälle nicht
parteipolitisch
zuordnen.
Flugplatz
Hohenems
Er habe die
Möglichkeit gehabt,
an der
Kommissionierung
in Hohenems teilzunehmen.
Er habe bereits damals trotz emotionell
geladener Stimmung erwähnt,
daß der
Bürgermeister
alle
Aspekte,
auch wirtschaftliche,
mitzuberücksichtigen habe; man könne nicht
einfach nein
sagen.
Einfach sei es
allerdings
nicht. Man müsse
praktisch
von der Stunde Null
beginnen
und
Gespräche
neu aufnehmen. Nur
unter
Beteiligung
aller
Interessensgruppen
an
einem Tisch könne nach einer
Lösung gesucht
werden. Das habe er in Hohenems und auch in
der
Stadtvertretung gesagt.
Feuchtgebiete
seien bereits unter Schutz
gestellt
worden. Er
denke dabei an das
„
Schwarze
Zeug
Die
Frage,
wie man die
Gewichtungen
setzen
soll,
ob
nur der Gedanke des Naturschutzes oder auch
gewisse Aspekte
der Landwirtschaft zu
berücksichtigen seien,
müsse
geprüft
werden.
Die
Frage
sei hier insbesondere, ob der
kultivierte Boden auch als
Grundlage
für die
Grundnahrungsmittelversorgung
in Notzeiten zu
dienen habe.
Personalmangel
im Bauamt
Er müsse feststellen, daß die Stadt Dornbirn über
ausgezeichnete
Mitarbeiter
Verfüge,
die sehr
intensiv mit den vielen
Aufgaben beschäftigt
seien. Die Arbeiten und
Anforderungen
werden
immer
größer,
der Arbeitsanfall
aufgrund
der
Tätigkeiten
in den Ausschüssen werde ebenfalls
immer
umfangreicher
und habe damit
gewisse
Auswirkungen
auf die
Personalentscheidungen.
Dem Wunsche und dem Bedürfnis nach
gutem
15. Jänner 1988
—
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Personal stehe die
Forderung
nach
Sparsamkeit
gegenüber.
Wenn man die Personalkosten der Stadt
Dornbirn mit 282 Mio. S für 902 Bedienstete den
Personalkosten von
Bregenz gegenüberstelle,
die bei 27.000 Einwohnern
Ausgaben
in der
Höhe von 322 Mio. S für 940 Bedienstete
hätten,
so sei hier eine Differenz von mehr als 40 Mio. S
zu Gunsten unserer Stadt festzustellen.
Man sei sicherlich bereit etwas zu tun,
wobei eine
gewisse
Vorsicht am Platze sei.
Wichtig sei,
darauf zu achten,
daß die ordentlichen
Ausgaben
nicht
explodieren
und dadurch die freie
Manövriermasse
gesenkt
werde.
Schlammdeponie
Auf diesem Gebiet müsse er leider feststellen,
daß im Lande noch keine
gemeinsame Lösung
in
Aussicht stehe. Die
Konzepte
und
Planungen
der
Stadt bzw. der
Abwasserreinigungsgesellschaft
zur eventuellen
Erweiterung
der
Deponie
seien
bereits
fertiggestellt
und
liegen
bereits beim Land
bzw. in Wien zur Begutachtung
auf. Es sei mit
Kosten von rund 60 Mio. S zu rechnen.
Dorfgestaltung
Im Bereich der
Planung
der Dorfkerne in den
einzelnen Bezirken stoße man derzeit auf die
Schwierigkeit,
daß keine Architekten und Planer
für Ideenwettbewerbe zu bekommen seien.
Wenn die
Zentrumsplanung
vorbei
sei,
müsse
die Dorfkernplanung
in den Bezirken in
Angriff
genommen
werden. Dabei könne er
sagen,
daß
gewisse
Maßnahmen bereits
gesetzt
worden
seien. Er denke dabei an Oberdorf und
Hatlerdorf.
Stadthalle,
Hock und
Spielboden
Die Schwierigkeiten,
die in der letzten Zeit hier
aufgetreten seien,
seien nicht darauf
zurückzuführen, daß die
Einrichtung
als solche
schlecht sei. Es habe eben zwischenzeitlich
Schwierigkeiten gegeben,
die nun wieder in
Ordnung gebracht
worden seien. Mit einer
Verlagerung
des
Jugendtreffs
in einen anderen
Stadtbereich sei das Problem nicht
gelöst.
Es sei
vernünftiger
miteinander zu reden und
aufeinander Rücksicht zu nehmen, um
nebeneinander bestehen zu können. Das
gehöre
zur Struktur einer Stadt.
Öffentlicher Nahverkehr
Die Stadt Dornbirn und die ÖVP verstecken sich
keineswegs
hinter einer Studie der Fa. Metron.
Ein Arbeitsausschuß werde im Jänner mit der
Arbeit
beginnen.
Von einem Nahverkehrs-
konzept
könne man nicht erwarten,
daß es schon
in den ersten Jahren
große Erleichterungen
bringen
werde; man müsse sich die Sache