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Full text : Gemeindeblatt Rankweil 1914 (1914)

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Mit 1. Juni werden bei hiesiger Bezirkshauptmannschaft
 wie in den Vorjahren die ungeteilten
Amtsstundm von 8 Uhr früh bis 2 Uhr nachmittags
bis zum 15. September eingeführt.

Die Einlaufstelle ist von 8 Uhr früh bis 12 Uhr
mittags und von 2 Uhr nachmittags bis 5 Uhr abends
geöffnet. Dies ist ortsüblich zu verlautbaren.

Feldkirch, am 31. Mai 1914.

Der k. k. Statthaltereirat und Leiter der Bezirkshauptmannschaft:

 Cornet.

X. K. BaubandwerK<r$chule in Bregenz.

Ueber Ersuchen des Genossenschaftsinstruktorates
des k. k. Handelsministeriums in Innsbruck haben
einige Genossenschaftsvorstehungen der Maurer- und
Zimmermeister des Landes teils durch die Zeitung,
teils mittels Rundschreiben ihre Mitglieder auf die
Winterkurse für Bauhundwerker an der k. k. Bauund
 Kunsthandwerkerschule in Bozen und deren Vorteile
 aufmerksam gemacht. Dieses Vorgehen ist unverständlich,
 da bekanntlich über Veranlassung der
Gewerbetreibenden des Landes das Ministerium für
öffentliche Arbeiten mit großem Geldaufwands in
Bregenz eine Bauhandwerkerschule ins Leben rief,
welche bezüglich des Studienganges in den Winterkurfen
 für Bauhandwerker genau so organisiert ist wie
die Schule in Bozen und welche dem Lernenden in
jeder Hinsicht mindestens ebensoviel, ja in mancher
Beziehung mehr bieten kann, da an der Schule in
Bregenz selbstverständlich auf die heimische Bauweise
ganz besonderes Gewicht gelegt wird, was auswärts
nicht der Fall ist.

Die Bozener Schule stellt den Schülern Stipendien
 im Betrage von monatlich 30—40 Kronen in
Aussicht und diesem Umstande dürfte es zuzuschreiben
sein, daß mancher Vorarlberger sich dazu bewegen
läßt, dorthin zu gehen. Diesbezüglich sei darauf aufmerksam
 gemacht, daß das unbedeutende Mehr an
Stipendien in gar keinem Verhältnisse zu den Mehrkosten
 steht, welche der Besuch einer auswärtigen
Schule verursacht. Uebrigens werden an der Bregenzer
 Bauhandwerkerschule in Hinkunft monatliche
Stipendien bis zu 30 Kronen zur Vergebung gelangen.


Die Anstaltsdirektion sah sich daher genötigt, an
alle Maurer- und Zimmermeister des Landes ein
Rundschreiben ergehen zu lassen, in welchem dieselben
aus oben angeführten Gründen ersucht werden, ihre
Gehilfen, welche nach theoretischer und praktischer
Weiterbildung streben, auf die k. k. Bauhandwerkerschule
 in Bregenz aufmerksam zu machen und zu veranlassen,
 daß sie die Bregenzer Schule besuchen.

Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß es
für neueinlretende Gehilfen, welche im kommenden
Schuljahre ein Stipendium anstreben, empfehlenswert
ist, sich bis spätestens 1. Juli zu melden und die
notwendigen Belege (Taufschein, Lehrzeugnis und
Mitteltosigkeitszeugnis) einzusenden.

Auskünfte werden von der Direktion jederzeit
bereitwilligst erteilt.
            
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