sturmpflichtiger Personen über begründetes Einschreiten
die Enthebung selbsttätiger Landwirte,
dann einzelner landwirtschaftlicher Beamten deS Großgrundbesitzes
und der landwirtschaftlichen Genossenschaften
vom Militärdienste auf beschränkte Zeit
bewilligen.
E) Behandlung der Gesuche.
Die politischen Bezirksbehörden haben die einlangenden
Gesuche dahin zu prüfen, ob mit Rücksicht
auf die Personalverhältniffe der Reklamierten, sowie
im Hinblicke auf die in den betreflenden Gemeinden
herrschenden Verhältnisse die Gewährung eines Urlaubes
in der Maximaldauer von 3 Wochen genügen
würde.
Zutreffendenfalls sind die Gesuche mit aller Beschleunigung
an das zuständige Kommando des Ersatzkörpers
(A Punkt 5) zu leiten.
Zu jenen Fällen, in welchen ein derartiger Urlaub
zur Besorgung der wichtigsten Erntearbejten
nicht genügen würde, ist das Gesuch sofort seitens
der Bezirkshauptmannschaft den» k. k. Ackerbaurninisteriunr
unmittelbar unter Stellung eines
konkreten Antrages hinsichtlich des Beginnens und
der Dauer der zu erwirkenden Enthebung in Vorlage
zu bringen.
Gesuche, hinsichtlich welcher eine Enthebung im
Sinne des Punktes D des Erlasses seitens der Bezirksbehörde
nicht beantragt wird, sind in keinem
Falle höheren Orts vorzulegen.
Die Gesuche haben Geburtsjahr, Zuständigkeit
des zu Beurlaubenden sowie die gegenwärtigen milit.
Dienstzeugniffe genau zu enthalten.
Innsbruck, 9. Juni 1915.
vir
K. K.
Stattbaltereh
Ausruf!
Das Kommando der Ersatzkompagnie des Standschützen-Bataillons
Feldkirch beabsichtigt, die für die
im Felde stehenden Standschützen bestimmten
Liebesgaben
wöchentlich zu sammeln und dem Feldbataillon zur
Verteilung zuzusmden. Die Sammlung erfolgt in
den Schießstandsorten Feldkirch, Altenstadt, Gisingen,
Frastanz, Satteins und Schnifis durch einen Vertreter
de8 Kommandos der Ersatzabteilung.
Die an jedem Dienstag in Feldkirch einlangmden
in Kisten zu verpackenden Gaben werden am
Mittwoch jeder Woche zum Transport an das Feldbataillon
der Bahn übergeben werden. Letztere wird
die Verteilung an die Mannschaft nach den Adressen
der einzelnen Gaben vornehmen.
Die Pakete dürfen keine Flüssigkeiten oder durch
die Wärme leidenden Lebensmittel (z. B. Butter) enthalten;
sie sollen gut verpackt und höchstens bis zu
3 Kilogramm schwer sein.
Sammelstelle in Feldkirch, Polizeiwache.
Kommandant Aug. Müller, Oblt.
8 Stück s Ascke» alte ferkel
hat zu verkaufen Konstantin Marttn, Satteins.
Aufruf!
Von den Soldaten, die in den Krieg ziehen,
haben viele Weib und Kinder zu Hause, die in Not
zurückbleiben, wenn der Vater nicht mehr heimkommt.
Durch
dieRriegs-Versicherung
soll ihnen Schutz und Hilfe gebracht werden.
Jeder Mann, der ins Feld geht, soll den Seinen
emen Notpfennig für den schlimmsten Fall sichern.
Jede Frau, die ihren Mann draußen weiß, hat
die Pflicht für ihre Kinder zu sorgen.
Jeder Arbeitgeber soll daran denken, daß seine
Angestellten und Arbeiter, die ihr Leben dem Feinde
darbitten, auch für sttne eigene Sicherheit kämpfen.
Niemand versäume diese notwendige Fürsorge
für die nächste Zukunft, ehe es zu spät ist.
Jeder, den es angeht, soll einen kleinen Betrag
beiseite legen, um sich und die Seinen vor den furchtbarsten
Wirkungen des Krieges zu schützen.
®ie. Kriegsversicherung kann beim Schulamte
(Schulleitung) oder direkt bei der
Landesstelle für Tirol und Vorarlberg
des Witwen- u. Waisenhilfsfondes der gesamten bewaffneten
Macht in Innsbruck, k. k. Statthalterei
(1. Stock, Zimmer Nr. 93) angemeldet werden.
Innsbruck, im Mai 1915.
Nähere Auskünfte erteilt Iosef Längle, Schulleiter
Rankweil.
Bad Notel; -
ad-Eröffnung
Sonntag, ro. Juni,
»aaegelrgenhett jeden Nachmittag. 1—1
Man» Biedermann.
Spar- M& DarleheusWen-Fereill MtnßM
Von demselben werden Futtermehle abgegeben und
zwar:
Leinkuchenmehl 50 Kg. K 19.—
Reisstärkemehl 100 „ „ 43.50
Polentafuttermehl 80 „ „ 24.80
Melaffe Pferdefutter 50 „ „ 16.50
Denal Rohzucker 80 „ „ 30.40
Zeit der Abgabe: Dienstag und Donnerstag, abends
7 Uhr. Ein leerer, ganzer Sack ist mitzubringen.
Altenstadt, am 16. Juni 1915.
______________________________ Jul Scheidbach.
Ein Bursche
von 16—18 Jahren, der auch melken kann, wird gesucht.
Zu erfragen im Gasthof zum „Löwen", Rankweil.
Mehrere Fuder Dünger
verkauft Ferdinand Sigg in Rankweil.