1. Beilage zum Gemeindeblatt für Ranlweil Nr. I
vom Samstag, den 2. Jänner 1915.
Kundmachungen der Gemeindevorstehung I
Laterus.
AurschutzsitzungrprotokoN
ausgenommen am 26. Dez. 1914 in der Gemeindekanzlei
in Laterns unter dem Vorsitze des Vorstehers Jos. M,
Matt und im Beisein von 8 weiteren Ausschußmitgliedern.
Abwesend waren Vinzenz Nesensohn Hs.-Nr. 133, Joh. I
Matt Hs.-Nr. 88 und Benedikt Nesensohn Hs.-Nr. 126;
erstere zwei sind entschuldigt.
1. Das Sitzungsprotokoll vom 8. November 1914
wurde verlesen und als für richtig verfaßt anerkannt
und gefertigt.
2. Bewirtschaftung der Alpe Gapsol pro 1915.
Die Viehsömmerungstaxe bleibt wie letztes Jahr und
haben zu zahlen:
a) Bürger:
für ein 3jähriges Kind 28 K
für ein 2jähriges Kind 20 £
für ein kalb 11 ^
b) Fremde:
für ein 3jähriges Kind 36 K
für ein 2jähriges Kind 26 L
für ein 1 jähriges kalb 15 L
für ein jähriges Kitze 6 K
Bürger haben ihr Vieh bis längstens Ende Februar
anzumelden und sind solche Anmeldungen bindend und
haftbar. Sollten nach dieser Frist noch Weiden leer sein,
so wird dann noch fremdes Vieh angenommen.
Zum Alpmeister wurde Lorenz vith Hs.-Nr. 15 mit
6 Stimmen gewählt, bei demselben sowie bei dem Alpmeister
Jakob Nesensohn Hs.-Nr. 135 können die Viehanmeldungen
gemacht werden.
3. Anstellung der Gemeindebediensteten pro 1915.
Die Gemeindebediensteten, als Hirtschast, Wegmeister,
Gemeindediener etc. sollen wenn möglich in alten
Lohnverhältnissen beibehalten werden, andernfalls die
Stellen zur Ausschreibung gelangen.
4. Dem Ansuchen der k. k. Bezirkshauptmannschaft
Feldkirch um eine Weihnachtsspende für Krieger im Felde
wurde dahin entsprochen, 50 Kronen aus der Gemeindekassa
dem hochw. Herrn Pfarrer zu überlassen, womit
wo möglich eigene Leute bedacht werden sollen. "
5. Dem Ansuchen des deutschen Schulvereines um
eine Unterstützung konnte wegen eigenen schweren Schulverhältnissen
nicht entsprochen werden.
6. Die Nutzlose sollen pro 1915 etwas oberhalb im
Stürcher, die andern unterhalb je nach Bewilligung ausgezeichnet
werden.
7. Lin Ansuchen um monatliche Unterstützung aus
hiesiger Gemeinde wurde aus die Armenanstalt verwiesen.
Diese Beschlüsse werden mit dem Bemerken bekannt
gemacht, daß Beschwerden dagegen binnen 14 Tagen an
kompetenter Stelle eingebracht werden können.
*
Alle jene, welche im Balsentobel Sand von der Straßenkonkurrenz
bezogen haben, wollen dasselbe im verlaufe
dieser Woche beim Gefertigten anmelden, damit die
kechnung dann angefertigt werden kann.
Die Voranschläge der Gemeinde und deren Anstalten
pro 1915, sowie das Stierhaltungsprotokoll pro 1915
werden durch 14 Tage, das ist vom 2. Jänner bis 16.
Jänner 1915, zur allgemeinen Einsicht aufgelegt. Einwendungen
dagegen können während dieser Frist gemacht
werden, über welche der Gemeindeausschuß nächstens
verhandeln wird.
Laterns, am 28. Dezember 1914.
Matt, Vorsteher.
Spar» und Varkbenrüsttenverein
für Miler-frsxern.
Vie Zinsen für Darlehen und ls. kechnungen sind
mit 31. Dezember fällig und sind dieselben an den
kassenstunden einzuzahlen. Für jene Zinsen, die bis
12. Februar nicht bezahlt sind, werden ab 1. Jänner
5 Prozent Verzugszinsen Gerechnet. Die am 31. Dez.
nicht behobenen Spareinlagenzinsen werden dem Kapitale
zugeschrieben.
Es sind noch einige Säcke Thomasmehl aus Lager
und werden an Nlitglieder abgegeben.
Vie Beträge für Kunstdünger und landwirtschaftliche
Bezüge aller Art sind bis Ende Iänner zu begleichen,
andernfalls vom 1. Jänner 5 Prozent Zinsen
zuwachsen.
Weiler, am 29. Dezember
1914.Die Vereinsleitung.
Die Räumung
meines Brandplatzer möchte ich im Akkordwege vergeben.
Bewerber können sich im Gasthofe zur „Taube"
melden.
Johann Serwar.
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Saalban feWn».
Kino-Theater.
Donnerstag, den 5V De;., abends halb 9 Uhr,
Freitag, den V Jänner 1915, nachmittags
4 Uhr und abends halb 9 Uhr,
Sanrstag, den 2, Jänner, abends halb 9 Uhr,
Sonntag, den 3. Jänner, nachmittags 4 Uhr
und abends halb 9 Uhr
B Einteilungen.
Um zahlreichen Besuch bittet Ls ans Urinrn,er. 00000000rX»020VL00