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Full text: Gemeindeblatt Rankweil 1916 (1916)

1. Beilage zum Gememdeblatt für Rankweil Nr. 42 
»®m Samstag, den U. Oktober MM. 
5r«ndmachttuuen 
der Markt-Gemeindevorstehung Rau kW eil. 
Die Auszahlung der Unterhaltsbeiträge findet am 
Samstag, ben 21. Oktober, nachmittags von 2 bis 6 Uhr 
statt. Kleingeld bis zu einer Krone ist mitzubringen. 
verbot. 
^ut Erlaß der k. k. Bezirkshauptmannschaft in 
Feldkirch wird neuerdings auf das verbot der veralt 
reichung von Alkohol an die Kriegsgefangenen Arbeiter 
aufmerksam gemacht. 
Auf Grund des Ausschußbeschlusses vom 23. August 
1916 werden Heuer wieder an ganz arme und bedürftige 
Familien Armenlose ausgeteilt. 
Diejenigen Familien, welche wirklich arm und be­ 
dürftig sind Und aus das Armenholz Anspruch haben, 
wollen sich bis Donnerstag, den 19. Oktober in der 
Gemeindekanzlei anmelden. Später werden keine Anmel­ 
dungen mehr angenommen. 
Eine Kundmachung wegen Einzahlung der Kriegs­ 
zuschläge zu den direkten Steuern für das Jahr 1916 ist 
an der Amistafel im Gemeindehause angeschlagen. 
Losenversteigerung. 
Am Samstag, den 21. Oktober, nachmittags 2 Uhr, 
angefangen, werden vorbehaltlich der Genehmigung des 
hohen Landesausschusses im Gasthaus zum „hecht" dahier 
die ersten Losen pro 1916—17 im Vorderwald partien­ 
weise gegen Barzahlung versteigert. 
Sur Versteigerung kommen zirka 370 Lose. 
Markt-Gemeindevorstehung Rankweil, 
am 12. Oktober 1916. 
Der Bürgermeister: I. Abbrederis. 
Austeilung der Grieskarten. 
. Montag, den 16. Oktober kommen nachmittags von 
1 bis 3 Uhr Grieskarten zur Austeilung. Das Betreffnis 
ist 200 Gramm für eine Person. Für die behobene Menge 
Gries müssen gleichzeitig den Brotbüchlein Abschnitte mit 
dem Aufdrucke „Mehl oder Brot" entnommen werden. 
Rankweil, am 12. Oktober 1916. 
Vie Kommission. 
Ergebnis der Opfertage. 
1. Durch die Sammlung der Schulkinder von Haus zu 
Haus K 258.61 
2. Sammlung im Löwensaale 280.90 
3. Mitgliederbeiträge 55.— 
Zusammen 594.51 
Das Komitee drückt allen, welche zu obiger Summe 
ihr Scherflein beigetragen haben, den herzlichsten Dank 
aus. Besonders sei gedankt dem hochw. Herrn Pfarrer 
Dr. Fußangel und allen, die beim patriotischen Abend 
so selbstlos bei den musikalischen Vorträgen mitgewirkt 
haben. 
Rankweil, am 12. Oktober 1916. 
________ ________ _______________ Das Komitee. 
Kundmachungen der Gemeindevorstehung 
Nöthis. 
Vutterverteilung. 
Kommenden Samstag, den 14. Oktober wird in der 
Sennerei noch etwas Lutter an jene Parteien zugeteilt, 
die keine Gelegenheit zur notwendigsten Buttererzeugung 
und auch keinen Vorrat an Schmalz haben. Wer an dieser 
Butterverteilung teilnehmen will, muß längstens 11/4 Uhr 
am Platze sein. 
holzvrrkauf. 
Die Gemeinde Röthis verkauft im Offertwege etwa 
70 Stück etwas über 2 Meter lange, in der Nähe des 
Holzplatzes lagernde hauen. Einzelne Stück hauen lie­ 
gen noch auf dem Holzplatze und gehen mit. Offerte, die 
den preis für den Festmeter enthalten müssen, kön­ 
nen bis Donnerstag, den 19. Oktober Hieramts einge- 
reicht werden. 
Beschlagnahme der Traudenkerne. 
Gemäß Verordnung des Handelsministeriums vom 9. 
September 1916 wurden die Traubenkerne aus der in- 
ländischen Traubenernte 1916 zu Gunsten des Staates 
beschlagnahmt. Diese Bestimmung bezieht sich auch auf 
Traubenkerne in solchen Trestern, welche zur hauswein- 
oder Branntweinerzeugung verwendet werden sollen. Die 
Mengen der gewonnenen Traubenkerne sind bis späte­ 
stens 10. Jänner 1917, die Mengen der Traubenkerne 
aus jenen Trestern, welche zur Branntweinerzeugung ver­ 
wendet werden, bis spätestens 10. März 1917 von den 
Besitzern bei der zuständigen Gemeindevorstehung anzu­ 
melden. Der Uebernahmspreis ab Uebernahmsstelle be­ 
trägt 20 Kronen pro 100 Kilogramm. 
Uebertretungen dieser Verordnung werden mit Geld 
bis zu 5000 Kronen oder Arrest bis zu 6 Monaten be­ 
straft. 
Beschlagnahme der wolle. 
Oie b.- u. k. Wolleinkaufstelle in Innsbruck, Sill- . 
gasse Nr. 17 macht die Schafbesitzer mit Kundmachung 
vom 20. September 1916 neuerlich darauf aufmerksam, 
daß alle Wollvorräte ausnahmslos abgeliefert wer­ 
den müssen, da der Wollbedarf der Kriegsverwaltung 
in erster Linie gedeckt werden muß. 
Die Wollschur ist im Monate November zu beenden. 
Ablieferungsstelle und Tag werden bekannt gegeben wer­ 
den. 
Lösung der Abgabe-3ahlungsbolletten. 
Das k. k. Steueramt Feldkirch macht mit Kundma­ 
chung vom 9. Oktober 1916 aufmerksam, daß die Ab- 
gabe-Zahlungsbolletten betreff Ausschank und Kleinver- 
verschleiß gebrannter geistiger Getränke im Monate No­ 
vember gelöst werden sollen. 
Nicht rechtzeitige Lösung zieht Strafe nach sich. 
Röthis, am 10. Oktober 1916. 
Leo Breuß, Vorsteher.
	        
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