Kundmachungen der Gemeindevorstehung
Altenstadt.
Die diesjährige Forsttagsatzung für die Gemeinde
Altenstadt findet am 10. Februar, 9 Uhr vormittags in
der Kanzlei der Bezirksforstinspektion Feldkirch statt, hie
bei steht es jenen Bezugsbewerbern, welche ihre Forstpro-
duktenanmeldungen bei der Gemeinde in der hiefür an
beraumten Zeit eingebracht haben, fr«, zu erscheinen. Un
meldungen werden bei der Forsttagsatzung selbst nicht
mehr entgegengenommen.
Stipendium-Ausschreibung.
Das Fürstbischösliche Galuraische Handwerkerstipen
dium im Betrage von 87 Kronen 52 Heller, wird für das
Jahr 1916 zur Vergebung ausgeschrieben.
Unspruch auf dieses Stipendium haben handwerk
lernende Jünglinge der Gemeinde Ultenstadt, welche sich
durch fleißigen Besuch der Sonn- und Werktagsschule, so
wie durch sittliches Betragen ausgezeichnet haben.
Die gehörig belegten Gesuche können bis 10. Februar
1916 bis 6 Uhr abends in der Gemeindekanzlei einge
bracht werden.
Butterbezug.
vom Landeskulturrat in Bregenz gelangt der von den
Sennereien requirierte Butter durch die Gemeinde an
Bedürftige zum Tageshöchstpreis zur Vergebung. Nach
dem eine geregelte Verteilung ohne Grundlage der Dürf
tigkeit wohl ausgeschlossen erscheint, werden alle jene,
welche für ihren eigenen Hausbedarf Butter beanspruchen,
ausgefordert, bis 31. Jänner 1916 in der Gemeindekanz
lei oder beim zustehenden Grtsvorsteher schriftlich anzu-
melden:
1. wie groß der Vieh stand, bezw. wie viel Nütze er
besitzt,
2. wie groß der Fettvorrat (Schmalz).
3. der Personalstand der Familie.
Vie diesbezüglichen Unmeldungsformulare können da
selbst behoben werden. Die Vergebung erfolgt wöchentlich
nach Maßgabe der Dürftigkeit und des zufließenden But
terquantums mit vorheriger Bekanntgabe.
*
Tagung des Steuerrates.
vom Montag, den 31. Jänner 1916 durch zirka 2
Wochen, das ist bis 15. Februar 1916, tagt der Steuerrat
im Sitzungssaals im alten pfarrhause, zur Richtigstellung
der vermögenssteuersassionen.
Jene Parteien, bei denen in ihrem Besitzstände eine
Aenderung vorgekommen ist, werden daher ausgefordert,
dieselbe dem Steuerrat in obiger Zeit anzumelden. Jene
Personen, die die Aenderungsanzeige unterlassen, haben
sich die hieraus ergebenden Folgen selbst zuzuschreiben.
*
Viehverkauf.
Nachdem in letzter Zeit ganz unheimlich viel Nutz
vieh, hochträchtige Rühe und Binder, durch die übertrie
bene Handelskonkurrenz unter dem Tagespreis abver
kauft und ausgeführt wurde, wodurch in absehbarer Zeit
große Milch- und Fleischnot zu gewärtigen ist, da beson
ders Frauen, die ihre Männer im Krieg haben, die Tages
preise nicht bekannt sind und nicht selten von den Händ
lern überredet und erpreßt werden und dadurch nicht un
bedeutend zu Schaden kommen, werden alle in ihrem
eigenen Interesse aufmerksam gemacht, in vorliegenden
Fällen einen Vertrauensmann zu Rate ziehen. Die Tages
preise stehen heute per Kilo 2 Kronen 20 Heller bis 2 Kro
nen 60 Heller Lebendgewicht.
Gfferlaurfchreibung.
Nachdem die Zuchtperiode für die Haltung der Zucht-
eber abgelaufen ist, wird die Haltung auf die Dauer von
3 Jahren, d. i. bis 1. Februar 1919 mit einer jährlichen
Remuneration von zirka 100 Kronen zur Bewerbung im
Gffertwege ausgeschrieben. Die diesbezüglichen Offerte
find bis 3. Februar 1916 in der Gemeindekanzlei ein
zureichen.
*
yolzversteigerung.
Kommenden Montag, den 30. Jänner 1916, abends
8 Uhr, werden im Gasthaus zur „Haltestelle" in Alten
stadt zirka 16 Losen Astholz im Wohlwendschen Wald in
Levis gegen Barzahlung öffentlich versteigert.
*
vrotkartenaurgabe.
Für die kommenden 14 Tage werden die Brotkarten
für Altenstadt am Samstag, den 29. Jänner 1916 von 4
bis 6 Uhr abends in der Gemeindekanzlei
für Levis bei G.-R. I. T. Meusburger von 5 bis 7 Uhr
abends,
für Gisingen im neuen Schulhaus von 5 bis 6 Uhr abends
und
für Nofels, Fresch und Bangs am Sonntag den 30. Jänner
nach dem vormittägigen Gottesdienste.
Altenstadt, am 27. Jänner 1916.
Rheinberger, Vorsteher.
Kundmachung.
Sonntag, den 30. Jänner, nachmittags 3 Utzr, wird
im Gasthaus zum „Lehrerhof" die Alprechnung der Alpe
Jamm vorgelegt? hernach Beratung und Beschlußfassung
wegen Viehanmeldung und Nichtaustreiben.
Zahlreiches Erscheinen wird erwartet.
Göfis, am 26. Jänner 19)6.
Die Alpmeister.
Danksagung.
Tiefgerührt danken wir für die vielen Beweise auf
richtiger Teilnahme beim Begräbnis unserer lieben, guten
Gattin und Mutter, der Frau
Josefine Martini geb. Leoni,
Fabriksbesitzersgatttn,
allen verwandten und Bekannten. Jnsbesonders ein Herzl.
Vergelts Gott den ehrw. barmh. Schwestern, dem hvchw.
Herrn Pfarrer von St. Peter für den tröstenden Beistand
am Sterbebette, der Familie Koch für ihre Bemühungen
und bitten, der lieben Dahingeschiedenen im Gebete zu ge
denken.
Rankweil, Riva, am 26. Jänner' 1916.
Moir Martini mit Tochter.
Schreiner
finden sofort Beschäftigung bet JuliuS Scheidbach, Levii.