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Full text: Gemeindeblatt Rankweil 1918 (1918)

Beilage zum Gemeindeblatt für Rankweil Nr. 12 
vorn Sanistag, den 23. Mär? 1918. 
Kundmachungen -er Gemeindevorstehung 
Tifir. 
Sonntag, -en 24. März, mittags '1 Uhr, wird der 
Schulgarten in zwei Partien versteigert. 
Vie noch vom letzten Sahre lagernden Tannäste im 
Steinriß und Gährißle müssen bis 5. April weggeschafft 
werden, damit angepflanzt werden Kann, andernfalls selbe 
zu Gunsten der Gemeinde versteigert werden. 
Indem die Vorarbeiten zum Kartoffelanbau in näch­ 
ster Zeit beginnen werden, ist es an der Zeit, nachstehend 
die diesbezüglichen behördlichen Verordnungen in Erin­ 
nerung zu bringen: 
1. wer als Grundbesitzer, Pächter oder Nutznießer 
anbaufähigen Grund zur Verfügung hat, muß für den 
Kops seines Haushaltes wenigstens I Ar mit Kartoffeln 
anpflanzen, widrigenfalls er im herbste erst dann ver­ 
sorgt wird, wenn alle andern im Lande schon versorgt 
sind. 
2. hausgärten bis zum Nusmaße von 2 Nr pro haus­ 
halt fallen nicht in den Kartosselanbauzwang. 
3 wer dem in Punkt 1 aufgestellten Nnbauzwang 
unterliegt und wegen besonderer Verhältnisse glaubt, dem­ 
selben nicht entsprechen zu können, kann um volle oder 
teilweise Entbindungen von der Verpflichtung ansuchen. 
Dieses Begehren ist mit der Begutachtung der Gemeinde­ 
vorstehung an die Bezirkshauptmannschaft zu leiten, die 
mit dem Landeskulturrat endgültig darüber entscheidet. 
Lolche Gesuche müssen bis längstens 15. Npril bei der 
Bezirkshauptmannschaft einlangen. 
4. Es ist Nufgabe der Gemeinde, die Erfüllung der 
Nnbaupflicht zu überwachen und anbaupflichtige haus­ 
halte, nötigenfalls rechtzeitig zum Nnbau zu verhalten. 
Die Nnbaupflicht besteht aber für jeden unabhängig da­ 
von, ob er von der Gemeinde gemahnt wurde oder nicht. 
Die Liste derjenigen, die der Nnbaupflicht nicht ent­ 
sprochen haben, ist der Bezirkshauptmannschast vorzu­ 
legen. ' 
Um nun denjenigen haushalten, die keinen oder zu 
wenig eigenen Grund zum Nnbau besitzen, möglichst ent­ 
gegenzukommen, ist die Gemeinde bereit, an die vorge­ 
nannten Parteien den für ihren haushalt zum Kartoffel­ 
anbau benötigten Grund unentgeltlich zu überlassen und 
wird erwartet, daß von diesem Nnerbieten. ausgiebigster 
Gebrauch gemacht wird. 
Ls soll und darf im kommenden herbste nicht mehr 
der Fall eintreten wie letztes Iahr, daß Nnbauer, die im 
Frühjahr den Samen per Kilogramm um 1 Krone kaufen 
mußten, im herbste die geernteten Kartoffeln per Kilo­ 
gramm um 20 Heller an solche Parteien abliefern durften, 
die müßiggehend sich während des Sommers über die Nn­ 
bauer lustig machten. 
Im Sinne des § 11 der Minist, verord. vom 31. 
Iänner 1918, wurde von der Bezirkshauptmannschast zur 
Ueberwachung der Nnbau- und Erntearbeiten eine Ernte­ 
kommission eingesetzt, der folgende Mitglieder angehören: 
L. Gehrmann, Isidor Müller, Nlbert Müller, Ludwig 
Lchmidle, Iosef Benedikt Fritsch, Zrz. Iosef Speckle und 
der Gefertigte. 
Tisis, am 20. März 1918. 
Beck, Vorsteher. 
Danksagung. 
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahnle während 
der Krankheit und beim Hinscheiden unseres lieben Gatten, 
Ziehvaters, Bruders und Onkels, des Herrn 
Alois Ludescher, 
sowie für die äußerst zahlreiche Beteiligung am Leichenbe­ 
gängnisse sprechen wir hiemit allen Verwandten, Freunden, 
Nachbarn und Bekannten von nah und fern unsern herz­ 
lichsten Dank aus. Ganz besonders danken wir dem 
hochw. Herrn Pfarrer Andreas Wiederin für die tröstlichen 
Besuche, Spendung der hl. Sterbsakramente und Abholung 
der Leiche, ferner den lieben Nachbarn für die so liebevolle, 
werkiätige Hilfeleistung, dem titl. Lehrkörper mit der 
Schuljugend und bitten, dem Dahingeschied.nen ein from­ 
mes Andenken im Gebete bewähren zu wollm. 
Röthis, am 20. März 1918. 
Vie tielttauernäen Hinterbliebenen. 
Danksagung. 
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während 
der Krankheit und beim hinscheiden unserer innigstge» 
liebten Tochter, Schwester und Tante, der Iungfrau 
Angelina Madlener, 
sowie für die zahlreiche Begleitung zur letzten Nuhestätte, 
sprechen wir unsern herzlichsten Dank aus. Besonders 
danken wir dem hochw. Herrn Pfarrer Ioh. Iosef Nbbre- 
deris und dem hochw. Nushilsspater Nurelian vikoler G. 
Tap. für die tröstlichen Besuche und Spendung der hl. 
Sterbsakramente, den Nachbarjungfrauen für die Kranz- 
und Messenspenden, sowie allen andern Messenspendern, 
den früheren Stickereiarbeitskolleginnen und dem Herrn 
Lehrer mit der Schuljugend für die ehrenvolle Begleitung 
zur letzten Nuhestätte, sowie allen und jedem mit der Bitte, 
der teuren Verstorbenen auch fernerhin im Gebete zu ge­ 
denken. 
Sulz, am 20. März 1918. 
Vie tieftrauernd Hinterbliebenen. 
Zwei Schafe 
sind zu verkaufen bei Josef Gut Nr. 20 in Klaus. 
ISO schöne Bwhdn 
«erden verkauft in Muntlix Nr. 8..
	        
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