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Full text: Gemeindeblatt Rankweil 1918 (1918)

Beilage zum Gemeindeblatt für Rankweil Nr. 35 
vom Tamstag, de« 31. August 1918. 
Kundmachungen 
-er MarKk-emein-evorstehung Rankweil. 
Gesfentliche Bekanntmachung. 
Emberger Rudolf, Felix Martin, Lins Anton und 
Vreuß Johann, alle von Altenstadt, wurden wegen Dbst- 
diebstahl zur Verantwortung gezogen. 
Warnung. 
In letzter Zeit wurden wieder in boshafter Weise 
Ltraßenlampen auf dem Holzplatze und im Unterdorf durch 
Steinwürfe beschädigt. 
Wer die Täter bei der Gemeindevorstehung nam­ 
haft machen kann, damit diese zur Strafe und Schaden­ 
ersatzleistung verhalten werden können, erhält eine Be­ 
lohnung. 
Streueversteigerung. 
Km Donnerstag, den 5. September, abends 8 Uhr, 
werden im Gasthause zum „Rankweilertzos" dahier nach­ 
stehende Streuenutzungen in pacht gegeben: 
1. Die Streu« ab dm Weitriedstraßen. 
2. Vie Streue ab dem Gsangried. 
3. Die Waldstreue. 
Nachher werden die der Gemeinde Rankweil ge­ 
hörenden Nüsse aus dem Holzplatze, hinterletze und im 
Lager versteigert. 
Unlerhaltsbeiträge. 
Vie Auszahlung der Unterhaltsbeiträge findet am 
Samstag, den 7. September von 2 bis 5 Uhr statt. 
Vie Bezugsberechtigten werden ersucht, zur fest­ 
gesetzten Zeit zu erscheinen oder im Verhinderungsfälle 
wenigstens rechtzeitig zum Unterschreiben des Csuittungs- 
bogens im Gemeindeamte zu erscheinen. 
Gleichzeitig wird um Spenden für das Rote 
kreuz ersucht und im Namen der Soldaten im voraus 
bestens gedankt. 
Vas Geld für die abgelieferten Maikäfer kann im 
Laufe der nächsten Woche in der Gemeindekanzlei ab­ 
geholt werden. 
Marktgemeinde-Vorstehung Rankweil 
am 29. August 1918. 
Abbrederis, Bürgermeister. 
Supxeuküche. 
Infolge der Preiserhöhung der Suppeneinlagen kostet 
von Samstag, den 31 August an 1 L Suppe 20 Heller. 
Milchvellorgung. 
Da mit dem Abzug vom 24. August das Auskommen 
noch nicht gefunden werden konnte, muß derselbe auch für 
die nächste.Woche beibehalten werden und kommt hiezu 
noch folgende Kürzung: 
Von 1—1'/t L ohne Kinder bis zu 3 Jahren und 
ohne ärtzliches Zeugnis % L Abzug. 
Die nun wiederholt vorgenommenen Milchabzüge sind 
eine natürliche.Folge des stark abgenommenen Milchein­ 
ganges und des Zuwachses neuer Konsumenten, geschehen 
daher doch nicht willkürlich. Was nützen höhere 
Milchkarten, wenn hiezu die Milch fehlt. Es sind 
daher die fortwährenden Schimpfereien bei den Zentralen 
ganz wertlos und kann die Kommission und am aller­ 
wenigsten das Personal diesen Mangel abhelfen. 
Allfällige begründende Reklamationen wollen im Ge­ 
meindeamt eingebracht werden, wo auch täglich Auskünfte 
in Angelegenheit des Milchbezuges eingehöli werden können. 
Samstags sind auch Karten nach Gruppe 6 erhältlich. 
Wiederholt wird bei der Karteneinlösung um Klein­ 
geld ersucht. 
Zuckerkarten 
für den Monat September kommen Samstag bei der Milch­ 
kartenabgabe zur Abgabe. 
Liste der Mindebemittelten. 
Laut Beschluß des Wirtschastsrates und der Appro- 
visionierunqskommisston am 22. August 1918 wird in 
Bälde eine Liste aller zu den Minderbemittelten gerechneten 
in der Kanzlei zur allgemeinen Einsicht aufgelegt. Wer nun 
nicht eingetragen zu werden wünscht, hat dies m den näch­ 
sten Tagen zu melden. 
Butterausteilung 
für die Zeit vom 1. bis 28. September ist Dienstag, den 
3. September. - M 
Vormittags' von halb 10—11 Uhr erscheinen die Par­ 
teien, welche im Monat August regelmäßig Milch in die 
Sammelstellen lieferten. Das Betreffnis kostet 3 X 10 h'; 
Parteien der Gruppe „8" zahlen 2 K 50 h. 
Nachmittags von 2 07* Uhr erscheinen die übrigen 
Parteien. Das Betreffnis kostet 2 K 32 h: Parteien der 
Gruppe „8" zahlen 1 k 50 h. 
Sollte die angewiesene Butter nicht rechtzeiitg einlan- 
gen, so müßte die Austeilung verschoben werden, was am 
Dienstag bekannt gemacht würde. 
* Saatsxest. 
Jene Landwirte der Gemeinde Rankweil, die erst­ 
klassigen Saatspelz abzugeben hätten und auch willens 
wären, solchen abzugeben, möchten dies Montag, den 
2. od. Mittwoch, den 4. September in der Kanzlei melden. 
Für 100 kg Saatspelz würden die Parteien nach Wahl 
entweder 70 K oder 90 kg Mahlweizen erhalten. 
Rankweil, am 29. August 1918. 
____________________________Die Kommission. 
Zwei kleinere Treiberschweine 
sind zu verkaufen in Hs.-Nr. 118 in Gisingen. 
Lin schönes Treiberschwein 
ist zu verkaufen in Hs.-Nr. 49 Kapf, Gisingen.
	        
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