Die Matt von Mauren
Einleitung.
Ein Geschlecht geht ab, ein anderes an,
Ein jeder meins, er sei der Hahn,
Bald kommt der Tod, schneit ab den Kamm,
Sodann vergeht beides, der Stamm und der Nam’.
Die unerläszliche Vorarbeit jeder Familienforschung bildet die
Aufstellung von Stammtafeln. Diese allein geben eine Einsicht in die
verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen allen den Personen, die
vom gleichen Elternpaare abstammen. Das Material für diese
Stammtafeln liefern uns die Kirchenbücher mit den Tauf-, Trauungs-
und Sterberegistern. Dazu kommen noc die Jahrzeitbücher, die es
uns ermöglichen, Irrtümer und Auslassungen in den genannten Re-
gistern zu berichtigen. So einfach die Arbeit des Registrierens er-
scheint, so finden sich doch in allen vorkommenden Registern Irrtümer
und Auslassungen vor, die dem Forscher seine sowieso mühsame Ar-
beit erschweren und ihn nötigen, nicht nur durch Vergleichung der
Register mit den Jahrzeiten der betreffenden Familienglieder das
Richtige herauszufinden, sondern auch andere Hilfsmittel herbeizu-
ziehen, 3. B. die Archive der weltlichen Behörden. Das Argste aber,
das einem Familienforscher begegnen kann, ist der Verlust alter
Kirchenbücher durch Feuersbrunst oder andere gewaltsame Ereignisse,
Plünderung durc feindliche Truppen usw. Alber was soll man dazu
sagen, wenn man auf Kirchenbücher stöszt, aus denen ganze Reihen
von Blättern herausgerissen worden sind, wie 3. B. im Taufregister
Mauren und im Totenbuch der Pfarrei Bendern. Die bedeutende
Pfarrei Bendern, zu der bis 1873 nebst Gamprin auc die Gemeinden
Ruggell und Schellenberg gehörten, besitzt heute zwei Pfarrbücher.
Das älteste enthält die Eintragungen der Sterbfälle von 1735 bis
1804 und die von den Taufen von 1742—1804. Die ersten Blätter
des Sterberegisters sind herausgerissen worden, was umsomehr zu be-
dauern ist, weil diese Blätter vermutlich wertvolle Notizen enthielten.
Das zweite Buch beginnt mit dem Jahre 1813, also fehlen die Jahre