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Hansen, Jacobs bruders, Hansen, Wilhelms bruederson, unb Wil-
helm, des ammanns seligen vater-und allen iren erben, es seyen sün
oder Töchtern, zu einem rechten erblehen unser alb Tamülls mit waid,
mit wasser, mit holze, mit velde unb mit allen nuzen als dieselbe alb
gat durch rechte, das sy bie nuzen unb hon sond also, das bi vorge-
nannten leute alb ir erben, bi bann auf bem guot sizund, zue lehn
geben unb andtwerten zu rechtem zinse uns ober unsern erben ob wir
enwehren, fuenf pfundt guoter Constanzer pfening alle jar, unb sollen
bi geben je an sanct Martins tag des jars. Wer aber, daß si den-
selben Zins versäszendt, das si in nit gebent von demselben sanct
Martins tag nutzt zue den nechsten weichnachten, bie darnach kumben,
so sond si ober ir erben ben vorgeschribnen zinß zwifalten geben. Ist
auch, das bi vorgenannten leute ober ir erben di bann sind, dasselbig
guet fürbaß verkauffen wollen durch ir notdurfft, des sollen si volle
gemalt haben ze thuen, wenn si wend ober wem si ir genoszschaft, also
das uns unser volle zinß nit abgange auf demselben guete, als hivor
geschriben ist; unb wer dasselbig guot bann kaufft, der is uns gebun-
den ze geben von jebem pfunbt ain schiling Constanzer pfening. Dar-
zue verjehen wir, das wir ben vorgeschribenen leuten unb iren erben
vergebent luterlich durch got, was si des vorgenannten guetes ge-
nieszent über ben vorgenannten zins, ben si uns geben sollen alle jar,
als barin vorgeschriben ist. Ist auch, das wir derselben leute be-
durffent in urluge umb unser not, so fonb si uns binen inerthalb landes
in unsere in unser cofte mit schilte unb mit sper unb mit ir libe. Unb
zu ainer offenen warheit aller vorgeschribenen binge unb gebingen,
so geben wir, der vorgenannt graf Ulrich von Montfort ben vorge-
schribnen Walsern unb ir erben disen brief, besigelt mit unserem aignen
insigel, unb der geben war zue Veldkirch in der statt, do von gots
gebürt warent dreyzehnhundert jar, in bem sechsundzwanzigsten jar,
acht tag vor sanct Johannstag in sonnwenden.
Nach einer Abschrift eines Transumpt oder Vidimus, erteilt durch Georg Tobler,
Freilandrichter zu Rankweil in Müsinen für ben ehrbaren Lenhart Egger ab Damüls als
Bevollmächtigter dieser Gemeinde, nachdem in seinem Namen der Fürsprech Veit Bekh,
Alt-Landammann zu Rankweil, gezeigt, daß der mithergebrachte Original Lehenbrief
„von wegen vil habender Jahren" und Verlietung der Schrift unb in ander weeg in
abgang reichen wollte". — Die Ausstellung des Vidimus für bie Gemeinde Tamülls
erfolgte Montag ben Sebastianabend ((19. Januar) 1562 unb obige Abschrift wurde bem
früher erwähnten Feldkircher Urbar von 1618, Seite 430, einverleibt. [4
1362. Oktober 15. Erblehenbrief um das Gut Gersten-
boden in Laterns. Ich grave Ruedolff von Montfort, Herr
zu Veldtkirch khund unb vergich offenlich an diesem brief, das ich mit
gueter vorbetrachtung hon verlihen unb verleihe recht unb redlich zue
ainem rechten erblehen yemer me Johannsen Matten bem Wallisser
unb seinen erben ob er enwär das güetle genant der Gerstenboden ge-
legen in disen marckhen zwischen Ganniz unb bem Bommackher stost
niderwert unz an bie Frutz übersich wert auf unz an ben Hohen Rain
herauszwert unz an ben prunnen unb hininwert unz an das negs