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An allen Wänden hängen Tropfen von kristallhellem Wasser. Von einer
Verbindung mit dem Mondmilchloch keine Spur. Gegen 2 Uhr schnallte er
das Seil wieder an, begrüszte die Zuschauermenge und stieg mit Händen und
Füszen kletternd wieder glücklich hinauf. Nach 25 Minuten langte er wohl-
behalten auf dem Widderfelde an. Die weiß inhaftierten Felsen am Eingang
in bie Höhle, bie als Bildsäule eines Menschen angesehen wurden, ist ein
8 Schuh hoher Felsblock, ben 2 Schuh hohen „Kopf" bilden brei bewegliche,
aufeinanderliegende Kalksteine. Der Boden is 1 Schuh hoch mit verwitter-
tem, fanbigem Kalk übersät, in bem lose Kalkspat Kristalle liegen. Da unb
bort lagen Kirschensteine in der Höhle. So brachte Ignaz Matt Licht in bie
dunkle Geschichte ber Dominihöhle.
Wohl hat Oberst Karl Pfyffer von Altishofen bie Mittel zu dieser
wagehalsigen Eroberung aufgebracht, deren Erfolge aber einzig unserem
Ignaz Matt zuzusprechen sind. Irrtümlicherweise wird Ignaz Matt in
Dr. P. E. Weber’s Geschichte des Pilatus als „kühner Tiroler" angespro-
chen, während es sich um einen Nachkommen ber freien Walliser aus bem
Laternsertal handelt. Dies möge an dieser Stelle berichtigt sein. Ein heute
noch vorhandenes kleines Relief des Widderfeldes in Terracotta zeugt von
seinen Kenntnissen unb seiner Liebe zur Gebirgswelt.