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Full text: Familien-Geschichte der Matt, 3. Band (3)

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An allen Wänden hängen Tropfen von kristallhellem Wasser. Von einer 
Verbindung mit dem Mondmilchloch keine Spur. Gegen 2 Uhr schnallte er 
das Seil wieder an, begrüszte die Zuschauermenge und stieg mit Händen und 
Füszen kletternd wieder glücklich hinauf. Nach 25 Minuten langte er wohl- 
behalten auf dem Widderfelde an. Die weiß inhaftierten Felsen am Eingang 
in bie Höhle, bie als Bildsäule eines Menschen angesehen wurden, ist ein 
8 Schuh hoher Felsblock, ben 2 Schuh hohen „Kopf" bilden brei bewegliche, 
aufeinanderliegende Kalksteine. Der Boden is 1 Schuh hoch mit verwitter- 
tem, fanbigem Kalk übersät, in bem lose Kalkspat Kristalle liegen. Da unb 
bort lagen Kirschensteine in der Höhle. So brachte Ignaz Matt Licht in bie 
dunkle Geschichte ber Dominihöhle. 
Wohl hat Oberst Karl Pfyffer von Altishofen bie Mittel zu dieser 
wagehalsigen Eroberung aufgebracht, deren Erfolge aber einzig unserem 
Ignaz Matt zuzusprechen sind. Irrtümlicherweise wird Ignaz Matt in 
Dr. P. E. Weber’s Geschichte des Pilatus als „kühner Tiroler" angespro- 
chen, während es sich um einen Nachkommen ber freien Walliser aus bem 
Laternsertal handelt. Dies möge an dieser Stelle berichtigt sein. Ein heute 
noch vorhandenes kleines Relief des Widderfeldes in Terracotta zeugt von 
seinen Kenntnissen unb seiner Liebe zur Gebirgswelt.
	        
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