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Full text: Rückblick und Werden der Sippe Götze anläßlich des Sippentreffens am 10. Juni im Gasthof Rose in Dornbirn

Rückblick und Werden der Sippe Götze anlässlich des Sippentreffens 
am 10. Juni 1972 im Gasthof Rose in Dornbirn 
Wenn man in den Taufbüchern und in der Heimatgeschichte Lauterachs 
blättert, so kann man feststellen, daß viele Geschlechter aus­ 
starben oder auch auswanderten. Es war ein ständiges Kommen und 
Gehen, Blühen und Verwelken von Geschlechtern, das nur von wenigen 
besonders zähen Stämmen überdauert wurde. Zu einem dieser Stämme 
dürfen sich auch die "Götze" zählen, die im Jahre 1618 im Lichte 
der Geschichte aufgetaucht sind und daher wollen wir das heutige 
Sippentreffen nicht vorübergehen lassen all das aufzuzeichnen, was 
für uns und unsere Nachkommen wissenswert und interessant ist. 
Wieviel Freudiges und Leidiges mag wohl diese Sippe in den 4 Jahr­ 
hunderten ihrer Geschichte erlebt haben! Dank ihrem Lebenswillen 
und einem hohen Gottvertrauen hat es unsere Sippe immer wieder 
verstanden, sich den gegebenen Verhältnissen anzupassen und sich 
und den Nachfahren das Leben auf der Heimatscholle zu sichern und 
lebenswert zu machen. 
Wenn ich das Jahr 1618 als Beginn der Sippe Götze in Lauterach 
festhalte, so nur auf Grund der Kirchengeschichte Lauterachs, wo 
das Geschlecht Götze mit Greussing zusammen bei der Pfarrerrichtung 
im Jahre 1618 namentlich ausgezeichnet ist. Bartholome Götze wird 
als Spender zur Pfarrpfründe genannt. Im Weiteren finden wir aus 
dem ersten Tauf-, Heirats-und Sterbebuch der Pfarre Lauterach, das 
mit 1. Jänner 1625 beginnt, auf der zweiten Seite dieses Buches 
ein ergreifendes Totenbild in Latein, ausgezeichnet durch den 
2.Pfarrer des Ortes Kaspar Hermann, wenn er die 55 Opfer der von 
September 1628 bis in den Jänner 1629 im Dorfe wütenden Pestseuche 
namentlich aneinanderreiht. Der unerbitterliche Tod rottete manche 
Familie fast ganz aus, so unter anderem ein Meinrad Götzi mit seinem 
Weib Anna Bluomin und 3 Kindern, den Dorfbader Klaus Götzi samt 
Frau und Tochter, den Matthäus Götzi mit Kind. Wenn wir aber weiter­ 
blättern im Taufbuch, so finden wir wieder Götze wie: 
Nikolaus Gözi mit den Kindern Catherina geb. 23.11.1631, Agatha 
geb. 15.1.1633 und Georg geb. 11.5.1636 
Georgius Gözi mit den Kindern Georgius geb. 9.4.1633, Maria geb. 
27.12.1634, Jakobus geb. 16.2.1641, Anna geb. 22.12.1649 
Johann Georg Gözi verheiratet mit einer Margaretha Kebinn am 29.5.1636 
mit den Kindern Catherina geb. 5.10.1636 und Magdalena geb. 17.5.1637 
Gorgas Gözin mit den Kindern Mathias geb. 31.1.1636 und Catherina 
geb. 1.10.1639.
	        
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