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Full text : Sozial-Bericht der Wollgarn-Spinnerei Schoeller Bregenz für das Kalenderjahr 1938

Diese Ehrung der Arbeitsjubilare war die erste in dieser
Form vor versammelter Gefolgschaft. Auf eine 40 jährige
Tätigkeit konnte in diesem Jahre Herr Franz Gähwiler
zurückschauen. Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick
 wurde den treuen Mitarbeitern der herzlichste Dank
für ihre treuen Dienste ausgesprochen und ein kleines Geschenk
überreicht.

Die Eingliederung der Wirtschaft machte als erstes
die Einführung der Zellwolle notwendig. Bei der Bestimmung
der Zellwollsorten wurde grösster Wert auf hohe Qualität
gelegt, um den Ruf der Spinnerin-Wollen weiter in Ansehen
zu halten. Zahlreiche Versuche waren notwendig und
schufen die Grundlagen für die weitere Verarbeitung.
Die Beimischung rohweisser Zellwolle machte keiner nenns =
werten Schwierigkeiten . Diese traten erst mit Beimischung
kammzuggefärbter Zellwollen in Erscheinung und werden
erst restlos beseitigt werden.können, wenn die Färberei
zur Gänze mit den notwendigen Maschinen und Einrichtungen
versehen sein wird, wesentliche Schwierigkeiten ergaben
sich durch die Einschränkungen in der Beschaffung der
Wolle. Es konnten nun nichtmehr die gewohnten Standart =
qualitäten zur Gänze aus der Schweiz beschafft werden,
sondern es mussten bei inländischen Händlern Züge be -
schafft werden die eben zur Verfügung standen. Zweimal
wurde uns die Wollverarbeitungsmenge gekürzt und es ist
nun weiterhin Aufgabe durch Beimischung von Zellwolle
und durch Förderung des Exports und Vereinnahme von
öffentlichen Aufträgen die Verarbeitungsmenge auf die
Tähe zu bringen, dass der gegenwärtige Stand der Gefolg =
schaft erhalten werden kann.

Die Organisation des Werkluftschutzes musste voll =
ständig aufgebaut werden und ein Luftschutzkeller ge =
baut werden, der jetzt seiner Vollendung entgegengeht.
Drauf aufgebaut finden im Anschluss an das bestehende
Pförtnerhaus die Fauerlösch- und Luftschutzgeräte Raum.
Die Feuerwehr wurde ausgebaut und 24 Mann als Werksfeuerwehr
uniformiert.

Eine Werkbücherei wurde eingerichtet und umfasst
heute 134 Bände.
            
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