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Full text: Sozial-Bericht der Wollgarn-Spinnerei Schoeller Bregenz für das Kalenderjahr 1940

3. 
Neubauten wurden keine durchgeführt. Hinter dem 
Bretterschuppen und Holzlager wurde ein Brunnen für die 
Löschwasserversorgung angelegt. An Produktionsmaschinen 
konnten keine Neuanschaffungen gemacht werden. Für die 
Lohnbuchhaltung wurde eine neue Continental-Lohnbuchungs= 
maschine angeschafft. 
Verschönerungen des Betriebes wurden mit den eigenen 
Handwerkern durchgeführt. Vor allem war ein Anstrich der 
gesamten Blechverkleidungen am Fabriksdach notwendig. 
Im Garnlager wurden verschiedene Brandmauern ein= 
gezogen, die zugleich die einzelnen behelfsmässigen Luft­ 
schutzräume abteilen. 
Luftschutz und Werksfeuerwehr wurden weiter ausgebaut, 
eine fahrbare Kraftspritze wurde angeschafft, die nun mit 
dem angelegten Brunnen die Löschwasserversorgung sichert. 
Für die Unfallverhütung wurden weitere praktische 
Massnahmen getroffen und im März vom Betriebsführer selbst 
ein Unfallverhütungsvortrag abgehalten. 
Am Sandgrubenweg wurde eine kleine Grundparzelle er= 
worben, die als Fremdkörper inmitten der Betriebsgrund= 
stücke lag. Das ehemalige Hühnerhaus des Ernst Fessler, 
das dieser allmählich zum "Wohnhaus" ausgebaut hatte wurde 
abgebrochen. An dieser Stelle ist später einmal die Er= 
richtung eines Schiesstandes für den Betrieb geplant. 
Besondere betriebliche Ereignisse 
Im Mittelpunkt der betrieblichen Ereignisse stand 
die erstmalige Auszeichnung des Betriebes durch die Deutsche 
Arbeitsfront mit dem ”Gaudiplom für hervorragende Leistun= 
gen", das anlässlich des 1.Mai in einer Feier in Innsbruck 
am 27.April übergeben wurde. Die Übergabe an den Betrieb 
erfolgte am l.Mai im Rahmen eines Betriebsappells, an den 
sich ein Werkskonzert der Militärmusik auf unserem Frei= 
platz anschloss. Es war ein Festtag der Arbeit, ein Ehren= 
tag der Betriebsgemeinschaft. Am Nachmittag dieses l.Mai 
wurde für die Angehörigen der Gefolgschaft eine allgemeine 
Betriebsbesichtigung durchgeführt. Der "Tag der Arbeit” 
war gerade sinnvoll geeignet der Gefolgschaft einmal Ge = 
legenheit zu geben, ihren Angehörigen einmal zu zeigen 
"da ist mein Arbeitsplatz", "das ist mein Betrieb, in dem 
ich nun schon so viele Jahre oder auch Jahrzehnte ein- und 
ausgehe". So sah man denn da auch manch altes Ehepaar
	        
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