16.
irgendetwas vorgelesen wurde und der Betriebsführer selbst
einmal Lichtbilder vorführte. So bildet gerade diese
Frauen-Hilfsgruppe einen Stosstrupp unserer Betriebsgemeinschaft,
der allzeit bereit ist praktisch und hilfreich
einzugreifen. Auch wurden in diesem Kreise tausende
von Zigaretten für unsere Frontsoldaten gestopft, die bei
unseren Eingrückten besondere Freude als ein sichtbares
Zeichen der Kameradschaft auslösten.
Am 16.Mai sprach zu den Frauen Schwester Ellinor
Ollenschlager aus Innsbruck über das Thema "Die Deutsche
Frau im Familienleben, in der Kindererziehung und im
Berufsleben”.
Im November fand in der Werksküche des Mädchenheims
ein von der DAF durchgeführter Kochkurs statt an dem sich
21 Frauen und Mädchen mit grösstem Interesse beteiligten.
Frauenheim für die auswärtigen Frauen und Mädchen,
angeschlosen die Werksküche.
Die Zahl der Insassen des Frauenheim betrug im Jahre
1940 21 bis 24. Ein Abgang an Insassen gegenüber früher
hängt mit dem Gefolgschaftsschwund bei Kriegsausbruch zusammen.
Der Preis für die volle Verpflegung beträgt RM l,4o.
Dem Frauenheim angeschlossen ist die Werksküche, die in
immer zunehmendem Masse von den auswärtigen Gefolgschaftsmitgliedern
gerne in Anspruch genommen wird. Einschliesslich
der Insassen des Heimswurden im Jahresdurchschnitt
80 Mittagessen pro Tag verabreicht. Die Gärtnerei ermöglichte
in ausreichendem Mass den Zuschuss von Gemüse,
Salaten und Beeren für die Werksküche. Die Beschaffung
der Lebensmittel war zufriedenstellend. Die Lebensmittelkarten
wurden nach gewissenhaftester und äusserster Berechnung
abgenommen. Zudem ermöglichten einige Sonderzuweisungen
ein ausreichendes und zweckmässiges Essen verabreichen
zu können.
Im Laufe des Jahres wurden wiederum verschiedene
Schlafzimmer vorgerichtet. Der Saal wurde mit hübschen
Vorhängen ausgeschmückt und ist nun sehr behaglich gestaltet.
In ihm finden auch die Schulungen der Werkssanität,
des Werkluf tschutes und die Abende der Frauenhilfsgruppe
und unserer Spielgemeinschaften statt.