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Die Entwicklung über einen längeren Zeitraum
zeigt, daß seit 1960 die Preise für Nahrungsmittel
besonders stark gestiegen sind,
während die Erhöhung bei Industriewaren ungefähr
jener der Fünfzigerjahre entspricht.
Diese unterschiedliche Entwicklung resultiert
vor allem daraus, daß das Angebot an landwirtschaftlichen
Säisonprodukten in den Sechzigerjahren
nicht mehr so elastisch geblieben ist,
wie das früher der Fall war. Umgekehrt hat
aber die schärfere Konkurrenz auf den Märkten
für Industriewaren zweifellos dazu beigetragen,
den Preisauftrieb zu begrenzen. Darüber hinaus
dürften aber auch der Arbeitskräftemangel und
zum Teil die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums
die Preissteigerung mitverursacht
haben. Wahrscheinlich wäre es bei rascherem
Wachstum und geringerer Verknappung auf dem
Arbeitsmarkt leichter möglich gewesen, die
Einkommensansprüche mit dem realen Sozialprodukt
abzustimmen. •