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71 % des Vorarlberger Baugeschehens konzentrierte
sich in den letzten fünf Jahren auf
das Rheintal. Von den in dieser Zeit in ganz
Vorarlberg fertiggestellten 6966 Wohnungen
entstanden 4765 in den Gemeinden zwischen
Bregenz und Feldkirch. Allerdings hat die Bevölkerung
in diesem Gebiet seit 1961 weit
stärker zugenommen als im übrigen Vorarlberg.
Die jährliche Zuwachsrate betrug im Rheintal
über 3 %, in den übrigen Talschaften aber
nur 2 %. Pro Kopf der Bevölkerung wurden
allerdings nicht im Rheintal die meisten
Wohnungen gebaut, sondern im Leiblachtal.
Im Klostertal und Montafon ist die Bautätigkeit
auf dem Sektor Premdenverkehr recht bedeutend.
Das Volumen der Fremdenverkehrsbauten
ist dort rund fünfmal größer als im
Landesdurchschnitt. Aber auch mit den Wohnungen
pro 1000 Einwohner liegen diese beiden
Täler über dem Landesergebnis. Das niedrigste
Bauvolumen haben der Walgau und der
Bregenzerwald. Pro Kopf der Bevölkerung beträgt
es 3.83 m3. Insbesondere die Wohnbautätigkeit
ist bedeutend schwächer als im übrigen
Vorarlberg. Auf 1000 Einwohner traf es
im Jahresdurchschnitt nur vier bzw. drei Wohnungen,
im Leiblachtal hingegen beinahe zehn.