- 216 -
Die relativ vielen Ein-Familienhäuser, die
für die Vorarlberger Wohnbautätigkeit charakteristisch
sind, beanspruchen jedes Jahr viel Boden.
Im Jahre 1969 betrug die verbaute Fläche rund
14 ha. Wenn man annimmt, daß für Spielplätze,
Gärten, Parkmöglichkeiten, Zufahrten und dergleichen
das fünffache dieses Ausmasses in der
Regel gewidmet wird, so läßt sich ein Bedarf von
70 ha für die 1042 Wohnungs-Neubauten errechnen.
In dieser fläche ist der Bedarf für Industriebauten,
Schulen, öffentliche Gebäude, Verkehrsanlagen
und ähnliche Bauvorhaben noch nicht berücksichtigt.
Der Bedarf für solche Einrichtungen
läßt sich nur schwer abschätzen. Er
dürfte aber mindestens noch einmal so groß sein
wie der Bedarf an Boden für den Wohnungsbau. Bas
würde bedeuten, daß zwischen 1,0 und 1,5 km2
verbaut wurden.
Auffallend ist, daß die Baufläche bei MehrWohnungshäusern
oft nur wenig größer als bei
Ein- oder Zwei-Familienhäusemist. 40 der fertiggestellten
Ein- und Zwei-Familienhäuser beanspruchten
eine fläche von mehr als 200 m2. Bei
den Mehr-Wohnungshäusern blieb dagegen der Bedarf
bei einem Viertel unter 200 m2.