4. Verschuldung
Die Verschuldung der Vorarlberger Gemeinden hat im Jahr 2003 um 0,6%
geringfügig zugenommen, und zwar von 599,0 Mio. Euro auf 602,9 Mio. Euro.
Im Jahr 2002 kam es zu einer Zunahme um 1,4%, im Jahr 2001 kam es
zu einer Erhöhung von 3,1 % und im Durchschnitt der fünf Jahre vorher waren
es 5,5%. Die Zunahme im Jahre 2002 erfolgte aufgrund von Darlehensaufnahmen
für die Wasserwirtschaft, für Krankenanstalten sowie für
Senioren- und Altersheime. Für solche Kredite ist die Verzinsung traditionell
niedrig oder es gibt Zinszuschüsse vom Land. Die anderen Kredite zur allgemeinen
Finanzierung des Gemeindehaushaltes stiegen von € 190 Mio.
auf € 198 Mio., um 4,3%. Für diese Kredite werden die Gemeinden in der
Regel durch marktkonforme Zinsen belastet.
absolut %
Wasserwirtschaft 346,704 343,414 -3,290 -0,9
Schulbau 34,592 32,291 -2,302 -6,7
Krankenhaus 3,830 3,222 -0,608 -15,9
Senioren-, Alten- und Pflegeheime 23,731 25,549 1,819 7,7
Sonstige Schulden 190,183 198,393 8,210 4,3
Gesamt 599,040 602,869 3,829 0,6
Schulden in Mio. Euro 2002 2003
Veränderung
Der Schuldenstand pro Einwohner betrug zum Jahresende 2002 € 1.717.
Am höchsten war dieser Betrag in Warth mit € 18.661 pro Einwohner, gefolgt
von Schröcken mit € 16.030. Gefolgt von den Gemeinden Klösterle,
Dünserberg, Stallehr und St. Gerold mit einer Pro-Kopf-Verschuldung zwischen
6.000 und 9.000 Euro. In 24 Gemeinden blieb die Verschuldung unter
der Marke von € 1.000 pro Einwohner, im Jahr 2002 waren es 22 Gemeinden.
5. Maastricht-Kriterien
Im Vertrag von Maastricht wurden die Konvergenzkriterien (Maastricht-Kriterien)
festgelegt. Demnach kann ein Staat nur an der Europäischen
Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmen, wenn er die fiskalischen und
monetären Maastrichtkriterien erfüllt.
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