2) Gewinn- und Verlustrechnung
Von den Verwaltungskosten wurden u.a. HM 509.794,20 auf
noch nicht abgerechnete Neubauten übertragen. Hiermit ist unser
Hausbesitz mit insgesamt rd. RM 3,065.000.— anteiligen Ver
waltungskosten belastet. Dem gegenüber hat uns der Herr Reichs
statthalter in den Bewilligungsbescheiden Verwaltungskosten-
Umlagen von zusammen rd. RM 3,583.000, — bewilligt. Uns stehen
also bis zur Fertigstellung und Abrechnung unseres gesamten,
derzeit in Verwaltung und im Bau befindlichen Hausbesitzes
noch RM 518.000.— Umlagemöglichkeiten gemäß Baufortschritt
zur Verfügung. Es läßt sich schon jetzt übersehen, dass die
Bauarbeiten im Laufe des Jahres 1944 nicht derart vorankommen,
dass die Umlage der im Jahre 1944 anfallenden anteiligen Ver
waltungskosten bei Beibehaltung der bisher bewilligten Verwal-
tungskostensätze von 4,5% der Bau- und Nebenkosten in der Stadt
Innsbruck und 5% im übrigen Gaugebiet gerechtfertigt wäre.
Bei einer größeren Anzahl unserer Bauvorhaben dauert die Bau
zeit durch Kriegserscheinungen drei und mehrere Jahre. In Kür-
sw werden wir daher beim Herrn Reichsstatthalter beantragen,
dass er uns in diesen Fällen die Erhöhung des verwaltungskosten
satzes bis zu 7% bewilligt.
Die für die Hausbewirtschaftung ausgewiesenen verwaltungskosten
in Höhe von RM 173.112,44 sind mit RM 26.958,50 Betreuungsge
bühren und Verwaltungsgebühren für Kleinsiedlungen gedeckt,
so dass sich nur RM 146.173,94 auf die tatsächliche Hausbe-
wirtschaftung beziehen. Diese Verwaltungskosten sind auf Grund
des Betriebsabrechnungsbogens ermittelt. In den im Jahre 1945
verbuchten sollmieten sind dagegen nur RM 151.207,20 Verwal
tungskosten enthalten. Dieser letzte Betrag ergibt sich bei
den vom Herrn Reichsstatthalter bewilligten Sätzen von RM 27,—
je Wohneinheit und Jahr im Stadtgebiet Innsbruck und RM 50,—'
im übrigen Gaugebiet. Da der Verwaltungsapparat im Berichtsjah
re teilweise noch im Aufbau begriffen war und die höheren ver
waltungskosten auch nicht erheblich sind, haben wir zunächst
hoch nicht die Absicht, eine Erhöhung für künftige Fälle zur
beantragen.
Zu den übrigen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung ist
nichts besonderes zu bemerken. * *
Der Gewinn stellt sich einschließlich des Gewinnvortrages aus
dem Jahre 1942 auf RM 443.904,30. Die Geschäftsleitung schlägt
folgende Verteilung
vor;-RM 282.459,-
* 80.000,-
• 81.000,--
" 445,30
RM 445.904,50.
1) 3% Dividende sind auszuzahlen
2) Der satzungsmäßigen Rücklage sind
zuzuführen
5) Der freien Rücklage sind zuzuführen
4) In neue Rechnung sind vorzutragen