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Full text: Geschäftsbericht / Neue Heimat Vorarlberger gemeinnützige Siedlungsgesellschaft 1939-1944 (1939-1944)

einen kombinierten Elektro Kohle Herd, eine zweiteilige Küchenspüle, darüber montiert die Mischbatterie 
mit kaltem und warmem Wasser. Die Tischlerarbeiten werden bei unseren Bauten aus dem Bauprogramm 
1940 durchweg in natürlichem Zustand bleiben. Die Türen und Fenster werden lediglich zweimal geölt. Die 
Beschlagteile für Fenster und Türen find sorgfältigst ausgewählt. Diese Beschläge sind nac neuestem Ver 
fahren geparkert, d. h. die Beschläge sehen stumpf schwarz aus und werden nicht blank. Dadurch wollen wir 
den bodenständigen Charakter auch im Innern unferer Häuser zum Ausdruck bringen. 
Die nachstehenden runden Zahlen geben einen eindrucksvollen Aufschluß über die im Baujahr 1940 ver- 
brauchten Materialmengen: 
50.600 cbm Betonmauermerk 
2,300 000 
kg 
Eisen 
27,600.000 Stück Mauersteine 
29.900 cbm 
Holz 
2,047.000 Stück Dachziegel 
20.700 Stück Fenster 
18.400 Stück Türen. 
Rund 45.000 Tagewerke wurden im Jahre 1940 auf den Baustellen, in Werkstätten und im Bauneben- 
gewerbe für unfere Bauaufgaben geleistet. 
Wir bringen aus der Vielzahl der verbauten Materialmengen nur diefe wichtigsten. Sie geben eindeutig 
einen Begriff von dem Umfang unferer Aufgabe. 
Finanzierung 
3ur Finanzierung der Neubauten wurden neben den Reichsdarlehen und dem eigenen Kapital der Gesell- 
schaft nur I. Hypotheken benötigt, die im allgemeinen zwischen 30 bis 40 Prozent der Gesamtherstellung-- 
koften liegen. Ib:, bzw. II-Hypotheken unter Reichsbürgschaft waren infolge des Einsatzes höherer zins- 
loser Reichsdarlehen, durch die erft tragbare Mieten erzielt wurden, nicht erforderlich. Die Beschaffung 
der I. Hypotheken bereitete keinerlei Schwierigkeiten, fie find hauptsächlich von Pfandbriefinstituten und 
insbesondere von der Tirolischen Landes Hypothekenanstalt, Innsbruck, zur Verfügung gestellt worden. 
Ferner find an der Hergabe dieser Mittel die Versicherungsgesellschaften der DAF., der Deutsche Ring, Öster- 
reichische Lebensversicherungs A.G., Wien, und die Ostmärhische Volksfürsorge, Lebensversicherungs A.G., 
Wien, beteiligt. Der Geschäftsverkehr mit unseren Hypothekengebern fowie Zwischenkreditinstituten wickelte 
sich stets reibungslos ab. 
Die Beleihungsbedingungen find unterschiedlich. Am günstigsten liegen fie bei den Versicherungsgesell 
schaften der DAF.; fie betragen zurzeit 4% Zinsen zuzüglich 1% Tilgung bei einer Auszahlung von 
100%. Für die im Jahre 1939 zugesagten Pfandbriefhypotheken zahlen wir 47/8% Zinsen einschlieszlich 
Verwaltungskosten zuzüglich 1° o Tilgung bei einer Auszahlung von 981/20. Die Bedingungen für die 
Hypotheken auf Grund des 4%igen Pfandbrieftyps betragen: 43/8%, bzw. 41/20/0 Zinsen einschlieszlich Ver- 
waltungskosten zuzüglich 1% Tilgung bei einer Auszahlung von 98, bzw. 981/20/o. 
1. Sondermasznahmezur Umsiedlungdervolksdeutschen BewohnerSüdtirols. 
Hierfür ift durch Erlasz vom 27. Oktober 1939 ein Sonderkontingent zur Berfügung gestellt, aus dem pro 
Wohnung RY 5500.— nebft Zusatzdarlehen für Vier- und Mehrraumwohnungen von RY 300.— bis 
KY 500.— gewährt werden. Auszerdem find für die Bauten in der Stadt Innsbruck fowie einige Bauten 
gruppen im Lande Tirol befondere Zusatzdarlehen bis zu KM 1500.— je Wohnung durch Erlasz des 
Reichsarbeitsministers vom 6. Juli 1940 zur Berfügung gestellt morden. 
Im Berichtsjahre war es leider immer noch nicht möglich, die Sparkaffen des Gaues zur Finanzierung 
der Neubauten heranzuziehen. Eine Beteiligung an der Finanzierung wird voraussichtlich im Jahre 1941 
der Fall fein. 
Bei der Inanspruchnahme der Reichsdarlehen find drei Gruppen oon Baumasznahmen zu unterscheiden: 6
	        
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