Gewinn- und Verlustrechnung
1. (II,1)-Für die bezogenen Miethäuser ist eine 1%ige kalkulierte Ab
schreibung als Zuweisung zu den Wertberichtigungen berechnet wor
den. Die Abschreibung von S 513«- unter Sonstige Gebäude (cc) be-
trifft das bei Unbebauten Grundstücken aufgeführte landwirt-'
schaftliche Anwesen "Jägerhof ". Die Beträge unter ff) = Werkzeuge
und gg) = Betriebsausstattung sind von den Bestandswerten direkt
abgeschrieben. Die Wertberichtigung für die Waschmaschinen (ee)
ist unter Aufwendungen für Wäschereien gebucht.
2. (II,l,b,dd)-Bei den Wertberichtigungen für sonstige Forderungen
sind S 7.58o.92 als Forderungen an 2 Gemeinaen für befohlene Luft-
schutz-Tarnanstriche, S 879.- für 2 Forderungen für Althaus-Nut
zungsgebühren und S 509.65 für Forderungen an das Finanzamt Inns
bruck für Luftschutzgeräte zu erwähnen.
3. (II,2,a)-In den Persönlichen Verwaltungskosten (360.269.09) sind
S 31.201.92 für Abfertigungen an die ausgeschiedenen reichsdeut
schen Angestellten enthalten. Im Hinblick auf die geringe Neubau
tätigkeit wurden lediglich die reinen Personalkosten der Techni
schen Abteilung (116.797.o6) auf den Neubaukonten aktiviert.
4. (II,3)-Die entstandenen Betriebskosten übersteigen nicht die in
der Freigabe vorgesehenen einkalkulierten Beträge.
5. (II,4)-Für Instandhaltung wurden S 66.42o.21 aufgewendet
(1944: RM 35.000.-, 1943: RM 25.000.-). Darin sind S 30.000.- an
teilige Gehälter für unsere Hausmeister enthalten, welche laufend
zahlreiche kleine Reparaturen durchführen. Die Auswirkungen des
letzten Kriegswinters und der letzten Kriegswochen haben eine
außergewöhnliche Instandsetzungsarbeit zur Folge gehabt. Ausserdem
wurde der Einbau von neuen Berluto-Schwimmern in den Spülbecken
als Ersatz der früheren, qualitativ schlechteren Schwimmer durch-
geführt, die einen hohen Wasserverbrauch verursacht hatten.
Der für Instandsetzungsarbeiten nicht verbrauchte Teil des in
die Miete einkalkulierten Betrages für Instandhaltungskosten
(0.85 bis 1.10 je qm Wohnfläche) wurde der Bauerneuerungsrück-
stellung zugeführt (296.483.54).
6. (III,l)-Die Aufwendungen für Wäschereien enthalten auch 41/2% Zin
sen für das anstelle von Fremdgeld und nicht geflossenen Reichsdar
lehen investierte Eigenkapital, welche für den Betrieb in Dorn
birn S 6.300.-, in Bregenz S 3.369.60 ausmachen. Der Abgang im Be
richtsjahr beläuft sich in Dornbirn auf 15.965.27 S, in Bregenz
auf S 8.096.42.
Der grosse Unterschied in den Gebarungsverlusten kommt daher, weil
das Waschhaus in Dornbirn nur mit Eigenmitteln der Gesellschaft,
wofür 44/2% kalkulierte Zinsen berechnet wurden, während das Bre
genzerwaschhaus zum Teil mit unverzinslichen Reichsdarlehen finan
ziert ist.
Die Waschküche in Dornbirn ist ab 1.1.46, diejenige in Bregenz
ab 1.6.45 an geprüfte Waschmeister gegen einen monatlichen Pacht
schilling von S 500.~, bezw. S 70o.- entsprechend des gegenwärtig
verschiedenen Maschineneinsatzes verpachtet.