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Full text: Geschäftsbericht / Neue Heimat Vorarlberger gemeinnützige Siedlungsgesellschaft 1945-1950 (1945-1955)

Gewinn- und Verlustrechnung 
1. (II,1)-Für die bezogenen Miethäuser ist eine 1%ige kalkulierte Ab­ 
schreibung als Zuweisung zu den Wertberichtigungen berechnet wor­ 
den. Die Abschreibung von S 513«- unter Sonstige Gebäude (cc) be- 
trifft das bei Unbebauten Grundstücken aufgeführte landwirt-' 
schaftliche Anwesen "Jägerhof ". Die Beträge unter ff) = Werkzeuge 
und gg) = Betriebsausstattung sind von den Bestandswerten direkt 
abgeschrieben. Die Wertberichtigung für die Waschmaschinen (ee) 
ist unter Aufwendungen für Wäschereien gebucht. 
2. (II,l,b,dd)-Bei den Wertberichtigungen für sonstige Forderungen 
sind S 7.58o.92 als Forderungen an 2 Gemeinaen für befohlene Luft- 
schutz-Tarnanstriche, S 879.- für 2 Forderungen für Althaus-Nut­ 
zungsgebühren und S 509.65 für Forderungen an das Finanzamt Inns­ 
bruck für Luftschutzgeräte zu erwähnen. 
3. (II,2,a)-In den Persönlichen Verwaltungskosten (360.269.09) sind 
S 31.201.92 für Abfertigungen an die ausgeschiedenen reichsdeut­ 
schen Angestellten enthalten. Im Hinblick auf die geringe Neubau­ 
tätigkeit wurden lediglich die reinen Personalkosten der Techni­ 
schen Abteilung (116.797.o6) auf den Neubaukonten aktiviert. 
4. (II,3)-Die entstandenen Betriebskosten übersteigen nicht die in 
der Freigabe vorgesehenen einkalkulierten Beträge. 
5. (II,4)-Für Instandhaltung wurden S 66.42o.21 aufgewendet 
(1944: RM 35.000.-, 1943: RM 25.000.-). Darin sind S 30.000.- an­ 
teilige Gehälter für unsere Hausmeister enthalten, welche laufend 
zahlreiche kleine Reparaturen durchführen. Die Auswirkungen des 
letzten Kriegswinters und der letzten Kriegswochen haben eine 
außergewöhnliche Instandsetzungsarbeit zur Folge gehabt. Ausserdem 
wurde der Einbau von neuen Berluto-Schwimmern in den Spülbecken 
als Ersatz der früheren, qualitativ schlechteren Schwimmer durch- 
geführt, die einen hohen Wasserverbrauch verursacht hatten. 
Der für Instandsetzungsarbeiten nicht verbrauchte Teil des in 
die Miete einkalkulierten Betrages für Instandhaltungskosten 
(0.85 bis 1.10 je qm Wohnfläche) wurde der Bauerneuerungsrück- 
stellung zugeführt (296.483.54). 
6. (III,l)-Die Aufwendungen für Wäschereien enthalten auch 41/2% Zin­ 
sen für das anstelle von Fremdgeld und nicht geflossenen Reichsdar 
lehen investierte Eigenkapital, welche für den Betrieb in Dorn­ 
birn S 6.300.-, in Bregenz S 3.369.60 ausmachen. Der Abgang im Be­ 
richtsjahr beläuft sich in Dornbirn auf 15.965.27 S, in Bregenz 
auf S 8.096.42. 
Der grosse Unterschied in den Gebarungsverlusten kommt daher, weil 
das Waschhaus in Dornbirn nur mit Eigenmitteln der Gesellschaft, 
wofür 44/2% kalkulierte Zinsen berechnet wurden, während das Bre­ 
genzerwaschhaus zum Teil mit unverzinslichen Reichsdarlehen finan­ 
ziert ist. 
Die Waschküche in Dornbirn ist ab 1.1.46, diejenige in Bregenz 
ab 1.6.45 an geprüfte Waschmeister gegen einen monatlichen Pacht­ 
schilling von S 500.~, bezw. S 70o.- entsprechend des gegenwärtig 
verschiedenen Maschineneinsatzes verpachtet.
	        
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