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die vorgeschriebene Wartezeit längst verstrichen ist,
muß jetzt mit der Übereignung an die Anwärter noch zuge
wartet werden, bis zwischenstaatliche Verträge den Ver
kehr mit der Herausgeberin der Reichsdarlehen, der Deut
schen Bau- und Bodenbank in Berlin wegen der Verbücherung
dieser Kredite wieder ermöglichen.
(111,4) Als "Wertpapiere" (25.750.— ) sind 2%ige Bundes-Schuld
verschreibungen aus früheren '’Altguthaben" vorhanden.
Dieser Bilanzposition steht eine Wertberichtigung in Höhe
des Unterschiedes zwischen dem Kurs von S 41.— und dem
Pari-Kurs gegenüber.
(111,7) Der hohe Mietrückstand (111.649.—) ist zum weitaus größten
Teil auf den Umstand zurückzuführen, daß die im Juni 1949
auf 1.November 1949 angekündigte Mieteerhöhung wegen den
in dieser Zeit mehrmals geänderten gesetzlichen Vorschrif
ten erst im Jänner 1950 den Mietern der Höhe nach genau
bekannt gegeben werden konnte. Vor der Erhöhung ^nde Okto
ber 1949 betrug der Rückstand rund 8.000.—. Durch Aufmun
terungen der beiden Mietervereinigungen, d.i. der Mieter
vereinigung Österreichs und des Mieterschutzverbandes, die
Miete nicht zu bezahlen, ist der Rückstand im- Zeitpunkt der
Berichterstattung (November 1951) auf S 148.581.50 ange
stiegen. Die Gesellschaft ist durch eine für die nächste
Zeit in Aussicht genommene Besprechung mit Vertretern der
Mieter u.s.w. sowie durch Prozessführung bestrebt, eine Kla
Stellung über die Verpflichtung der Zahlung der von der
"Neue Heimat" vorgeschriebenen Mietzinse baldmöglichst her
beizuführen.
(111,10) Die Forderungen aus Betreuung (25.186.52) entstammen der
Bauaufführung von 6 ^igensiedlerhäusern in Schwarzach mit
S 11.911.60 und einem Mehrfamilienhaus in Feldkirch mit
S 11.274.72. Mit dem Eingang des ersteren Betrages kann
wegen den bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber einer
Bank in Deutschland erst nach Bereinigung der zwischen
staatlichen Beziehungen gerechnet werden.
(III,11) Von den "Sonstigen Forderungen" (191.488.76) entfallen
u.a. S 120.042.94 auf eine Forderung gegen die Vorarlbergei
gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsges.m.b.H. (Ver
waltungsmäßige Betreuung) und S 20.000. — auf eine Grund
stücksteilzahlung, welche beiden Beträge im Zeitpunkt der
Berichterstattung bereits abgerechnet erscheinen. Rund
27.000.- S entfallen auf Forderungen für behobene Kriegs-
und Besatzungsschäden. Die wertberichtigten Forderungen
sind in der Anlage entsprechend angemerkt.
(III.14) Die Bankguthaben (285.^855.40) sind mit S 285.855.40 aus
gewiesen. Davon werden S 2.102.40 als Sparguthaben mit 2^,
der Rest als Giroguthaben mit 5/4 % verzinst.
(111,15) Das unter "Sonstiges Umlaufsvermögen" (255.67) angeführte
Reparaturmaterial wurde am Bilanzstichtag ^unter Zugrunde
legung der in diesem Zeitpunkt geltenden Einkaufspreise
mit S 40.846.90 bewertet.