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Full text: Geschäftsbericht / Neue Heimat Vorarlberger gemeinnützige Siedlungsgesellschaft 1945-1950 (1945-1955)

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die vorgeschriebene Wartezeit längst verstrichen ist, 
muß jetzt mit der Übereignung an die Anwärter noch zuge­ 
wartet werden, bis zwischenstaatliche Verträge den Ver­ 
kehr mit der Herausgeberin der Reichsdarlehen, der Deut­ 
schen Bau- und Bodenbank in Berlin wegen der Verbücherung 
dieser Kredite wieder ermöglichen. 
(111,4) Als "Wertpapiere" (25.750.— ) sind 2%ige Bundes-Schuld­ 
verschreibungen aus früheren '’Altguthaben" vorhanden. 
Dieser Bilanzposition steht eine Wertberichtigung in Höhe 
des Unterschiedes zwischen dem Kurs von S 41.— und dem 
Pari-Kurs gegenüber. 
(111,7) Der hohe Mietrückstand (111.649.—) ist zum weitaus größten 
Teil auf den Umstand zurückzuführen, daß die im Juni 1949 
auf 1.November 1949 angekündigte Mieteerhöhung wegen den 
in dieser Zeit mehrmals geänderten gesetzlichen Vorschrif­ 
ten erst im Jänner 1950 den Mietern der Höhe nach genau 
bekannt gegeben werden konnte. Vor der Erhöhung ^nde Okto­ 
ber 1949 betrug der Rückstand rund 8.000.—. Durch Aufmun­ 
terungen der beiden Mietervereinigungen, d.i. der Mieter­ 
vereinigung Österreichs und des Mieterschutzverbandes, die 
Miete nicht zu bezahlen, ist der Rückstand im- Zeitpunkt der 
Berichterstattung (November 1951) auf S 148.581.50 ange­ 
stiegen. Die Gesellschaft ist durch eine für die nächste 
Zeit in Aussicht genommene Besprechung mit Vertretern der 
Mieter u.s.w. sowie durch Prozessführung bestrebt, eine Kla 
Stellung über die Verpflichtung der Zahlung der von der 
"Neue Heimat" vorgeschriebenen Mietzinse baldmöglichst her­ 
beizuführen. 
(111,10) Die Forderungen aus Betreuung (25.186.52) entstammen der 
Bauaufführung von 6 ^igensiedlerhäusern in Schwarzach mit 
S 11.911.60 und einem Mehrfamilienhaus in Feldkirch mit 
S 11.274.72. Mit dem Eingang des ersteren Betrages kann 
wegen den bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber einer 
Bank in Deutschland erst nach Bereinigung der zwischen­ 
staatlichen Beziehungen gerechnet werden. 
(III,11) Von den "Sonstigen Forderungen" (191.488.76) entfallen 
u.a. S 120.042.94 auf eine Forderung gegen die Vorarlbergei 
gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsges.m.b.H. (Ver­ 
waltungsmäßige Betreuung) und S 20.000. — auf eine Grund­ 
stücksteilzahlung, welche beiden Beträge im Zeitpunkt der 
Berichterstattung bereits abgerechnet erscheinen. Rund 
27.000.- S entfallen auf Forderungen für behobene Kriegs- 
und Besatzungsschäden. Die wertberichtigten Forderungen 
sind in der Anlage entsprechend angemerkt. 
(III.14) Die Bankguthaben (285.^855.40) sind mit S 285.855.40 aus­ 
gewiesen. Davon werden S 2.102.40 als Sparguthaben mit 2^, 
der Rest als Giroguthaben mit 5/4 % verzinst. 
(111,15) Das unter "Sonstiges Umlaufsvermögen" (255.67) angeführte 
Reparaturmaterial wurde am Bilanzstichtag ^unter Zugrunde­ 
legung der in diesem Zeitpunkt geltenden Einkaufspreise 
mit S 40.846.90 bewertet.
	        
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