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Full text : Aus meinem Leben

auch Vater und Mutter auf meine frome Spie- lerei aufmerksam wurden, die Mutter freute das und sie war geneigt, darin den Ausdruck einer schönen religiösen Gesinung zu sehen. Der Vater aber schüttelte bedenklich den Kopf. Ihm machte es Sorge, daß alles einen so tie- fen Eindruck bei mir hinterließ und er be- klagte es, daß ich mich den durch unbedeu- tende Zufälle erregten Liebhabereien rück- sichtslos mit Leib und Seele hingeben kon- te. Ein armes Bäuerlein, meinte er, köne nicht wie ein Schmetterling durchs Leben fliegen und an jeder Staude hängen blei- ben, das müße durch die Welt, wie ein Saumpferd, mit Scheuledern vor den Au- gen, daß es nicht rechts und links alles Verwirrende, Lockende und Schreckende sondern nur den schmalen schlechten Weg vor sich zu sehen bekome. Trotz dem schnitzte er mir manches für meinen Altar und ließ auch die Verwandten, welche für meine Lieb- haberei allerlei Schönes einkauften, lächelnd gewähren. Ja er hatte seine Freude daran, daß ich alles so schön und regelrecht aufzustellen jeden Gegenstand in gefälliger Weise zu verwenden wußte. Zum Theil kam seine Freu- de wol auch davon, weil er sah, daß ich nun den wilden Seppel, welcher im Somer mit seinem Vater auf der Alp am Widderstein bei Hochkrumbach lebte, weit weniger schmerz- lich vermißte als vorher. „Sich selbst ist der Franz michel doch etwas, meinte er zuweilen zur Mutter, wenn er glaubte daß ichs nicht höre für den Umgang mit Andern aber ist er viel zu empfindlich, und wir müssen ihn wol imer daheim behalten, wen sein Wesen einige Festigkeit gewinnen soll. An diesem Gedanken hieng er so fest, daß er glaubte, mich auch im folgenden Winter, obwol
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