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Die armenische Delegation beim gestrigen Antrittsbesuch bei Landes-
hauptmann Dr. Keßler. Auf dem Bild von 11.: Geschäftsträger Mamontov,
Vizepräsidentin Akopjan, Botschaftssekretär Beljakow, Landeshauptmann
Dr. Keßler, Finanzminister Safarjan, Vizepräsident der ÖSG Tränkler
und Im Vordergrund Botschaftssekretär Lukutin.
Armenische Delegation
Dienstag, 14. Mai 1974
3 Tage in Vorarlberg
Namenstag
Bonifatius, Korona, Konrad
Wetterbericht
der Wetterwarte Innsbruck
Großwetterlage:
Mit-
teleuropa liegt derzeit im fla-
chen Randbereich eines Hoch-
druckgebietes mit Bodenkern
über Nordosteuropa. Neue Stö-
rungsausläufer der atlantischen
Tiefentwicklung nähern sich von
Westen her dem Alpenraum,
werden unseren Raum aber nur
abgeschwächt beeinflussen.
Vorhersage:
Mäßig bis
zunehmend wolkig, vereinzelte
Regenschauer oder lokale Ge-
w itter nicht ausgeschlossen.
Frühtemperaturen 5 bis 10 Grad,
Tageshöchstwerte zwischen 20
und 25 Grad.
raturen von gestern, 13 Uhr:
Höchste bzw. tiefste Tempe-
Salzburg 21 Grad, Bregenz 17
Grad; übriges Europa: Madrid
22 Grad, Nizza 17 Grad.
Wetterbericht
der Wetterwarte Zürich
Allgemeine Lage: Die
Gewitterstörung über Frank-
reich verlagert sich ostwärts. Sie
wird die Schweiz in der kom-
menden Nacht erreichen.
Vorhersage : Vormittags
Übergang zu sonnigem Wetter.
Durchschnittliche Temperaturen
6 bis 22 Grad.
Sonnenaufgang 4.58 Uhr, Son-
nenuntergang 19.56 Uhr; der
Mond geht über sich bis Mitt-
woch, 22. Mai (Tierkreiszeichen:
Wassermann).
Zitat des Tages
Die Erde stirbt daran, daß die
Politiker leben wollen.
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Lichtenberg
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Spärars
Joki
Hia und do seht
an Redner: „Ich
kann nur
unterstrei-
chen ..." Däs
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Diltsch, da
Text seil fischt
eh von am
Si eben Pa nzer des Bundesheeres halten sich seit gestern in Vor-
andara.
arlberg auf. Bei den per Bahntransport gestern in Bregenz einge-
troffenen Panzern handelt es sich um fünf amerikanische Kampf-
panzer „M-41" sowie um einen Saurer-Schützenpanzer und den in
Österreich erzeugten „Panzerjäger K". Von diesem Jagdpanzer sind
mittlerweile in Österreich über 100 Stück hergestellt worden. Unser
Bild zeigt die „Jubiläumsausgabe", den 100. in Österreich erzeug-
ten „Panzerjäger K". Die Fahrzeuge vom Panzerbataillon 7 in Salz-
burg werd en ab heute im Gelände der Bregenzerache-Mündung im
Rahmen der Ausbildung der in Lochau und Bregenz stationierten
Regionalplanungsgemeinschaft Bregenzerwald:
Präsenzdiener zum Einsatz gelangen.
Strukturerhebung asis für
Dienstag, 14. Mai 1974
Fremderiverkehrskonzept
Seite 5
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Dr. Bodemann zur Situation der. Altersheime:
(APA) In Vorarlberg Ist ges tern
eine offizielle Delegation der sowje-
tischen Volksrepublik Armenien zu
einem dreitägigen offiziellen Besuch
eingetroffen. Der Besuch dient der
Festigung von freundschaftlichen und
kulturellen Beziehungen, die durch
Vermittlung der Österreichisch-So-
wjetischen Gesellschaft zwischen
Vorarlberg und Armenien angebahnt
worden sind.
Der Delegation gehören an
der
Finanzminister Armeniens Stepan
Safarjan, Mitglied des Präsidiums
des Ministerrates der armenischen
SSR und Deputierter des Obersten
Sowjets, Passionarija Akopjan, Vi-
zepräsidentin der armenischen. Ge-
sellschaft für freundschaftliche und
kulturelle Beziehungen mit dem Aus-
land, und Gesandter W. M. Mamon-
tow, Geschäftsträger der sowjeti-
schen Botschaft in Wien.
Die Gäste wurden gestern nach
der Begrüßung am Bregenzer Bahn-
hof von Landtagspräsident Dokt or
Karl Tizian, Landeshauptmann Dr.
Herbert Keßler und dem Bürgermei-
ster des Landeshauptstadt Bregenz,
Dipl.-Ing. Fritz Mayer, empfangen.
Nach einem von der Vorarlberger
Landesregierung im Burgrestaurant
auf dem Gebhardsberg gegebenen
Essen wurden die Landesberufsschu-
le in Bregenz und die Ausgrabungen
in der Zisterzienserabtei Bregenz-
Anläßlich der
Mehrerau besucht. Die am Nachmit-
Jahreshauptversammlung des Ver-
eines zur Förderung eines Alters-
heimbaues in Rankweil war Frau
Dr. Bodemann vom Institut für So-
zialhilfe in Bregenz eingeladen, ihre
Untersuchungsergebnisse zu vermit-
teln. Rankweil beabsichtigt wie be-
richtet in nächster Zukunft ein mo-
dernes Altersheim zu erstellen, und
in diesem Zusammenhang war es
von Interesse, über die Einblicke in
bestehende Altersheime im Lande
zu höreri.
Im Land Vorarlberg bestehen ge-
genwärtig 34 Altersheime; sie sind
entwicklungsgeschichtlich aus den
früheren Armenhäusern hervorge-
gangen. 13 Häuser sind vor 1880 er-
richtet worden; die meisten wurden
in diesem Jahrhundert erbaut. In
Vorarlberg gibt es nur einen Typ
von Altersheimen; andernorts gibt es
auch Altenwohnheime, die zwischen
30 und 60 Kleinwohnungen mit
Kochnische umfassen und damit noch
den Kleinhaushalt präsentieren. Die
Leute werden im Bedarfsfalle mit-
betreut, im wesentlichen aber blei-
ben die alten Menschen für sich.
Rund 75 Prozent Fra uen (Ledige
und Witwen) in Altersheimen ma-
chen den Belegstand aus.
Nach dieser allgemeinen Einlei-
tung gab Frau Dr. Bodemann ei nige
Ergebnisse ihrer Arbeit bekannt.
Alte Menschen möchten im Alter
in ihrer Heimatgemeinde verblei-
ben, damit der soziale Kontakt zu
den bekannten Mitmenschen nicht
abgebrochen wird. Der durchschnitt-
liche Belegstand in den Vorarlberger
Heimen wird mit 20 angegeben.
Großstädte haben Altenansiedlun-
gen, die Tausende von Mens chen be-
herbergen, was psychologisch über-
aus ungesund ist. Eine kleinere
Zahl bewirkt ein lebendigeres, fami-
liäreres Verhältnis zwischen den
Leuten. Umstritten ist immer wie-
der die Gestaltung eines ind ivi-
duellen Lebensraumes, also die
gänzliche oder teilweise Selbstein-
richtung. Manche Hausordnungen
verbieten jegliche Zimmerverände-
rung; eine gewisse Individualität
sollt e aber doch eingeräumt werden.
Viel diskutiert wird auch, daß die
Altersgrenze der Heiminsassen sehr
unterschiedlich ist.
Es werden auch
junge Leute in Altersheime einge-
wiesen, wenn sie der Hilfe bedür-
fen, was aber nicht angezeigt ist.
Das Altersheim sollte nicht unbe-
dingt auch Pflegeheim sein für alle
anfallenden Fälle. Wenn schon der
überwiegende Teil der Heimbewoh-
ner Frauen sind, müßte darauf ver-
mehrt Rücksicht genommen werden,
das heißt, sie könnten vielfach noch
lange ihren kleinen Haushalt füh-
ren und wären beschäftigt.
Selbstverständlich bedeutet es
ge rade für einen älteren Menschen
eine gewaltige Umstellung, den Ein-
tritt in ein Altersheim zu vollziehen.
Es wird von ihm Anpassung ge for-
dert, fern er ein Umlernen und Um-
denken, was natürlich anfangs au-
man
ßerorde ntl ich schwer fäll t, zumal
Rankweil (VN) doch ein erfülltes Leben lang
Jahr um Jahr selbst gestaltet und
gemeistert hat. Nun soll plötzlich
eine Hausordnung verbindlich wer-
den. Es gibt viel zu wenig Einbett-
zimmer; mancherorts werden zu
viele alte Leute in einen Raum ein-
gewiesen. Eigenarten, Altersgebre-
chen usw. müssen in den neuen Le-
bensabschnitt einbezogen werden.
Auch in dieser Forderung nach Ein-,
zum Teil Zweibettzimmern verber-
gen sich vielfach menschliche Pro-
bleme der alten Mitbürger. Da und
(VN) Die Regionalplanungsge-
meinschaft Bregenzerwald faßte auf
ihrer letzten Ausschußsitzung den
Beschluß, an die Vorarlberger Lan-
desregierung die Bitte zu äuß ern,
eine Bregen zerw äld er Fremdenver-
kehrsanalyse von Dipl.-Ing. Reith
aus Bregenz über die Raumpla-
nungsstelle beim Amt der Landes-
regierung zu vergeben. Diese Struk-
turerhebung sollte nicht nur für
den Bregenzerwald allein, sondern
im Rahmen einer gesamten Landes-
fremdenverkehrsanalyse erfolgen
und Grundlage für ein Fremden-
verkehrskonzept Bregenzerwald sein.
Schwerpunkte in der Analyse
sind:
die Belastbarkeit des Breg enzer-
waldes, Lochau.
eine Typologie der verschiedenen
Arten des Fremdenverkehrs nach
Saisonen und Interessenzielen
(Winter, Sommer, Sport, Kur
us w.),
eine Analyse über Ausflugs- und
Dauergast sowie
Nutzung des Raumes für die
Landwirtschaft und den Frem-
denverkehr.
In Ausarbeitung befindet sich be-
reits ein Konzept .für die Winter-
erschließung
des Bregenzerwaldes,
eine Arbeit von Hofrat DipL-Ing.
Karl Fink. Tenor dieses Winter-
erschließungskonzeptes ist, daß es
geerint ergeedet
Vorwiegend negativ?
Als langjähriger interessierter Le-
ser Ihrer geschätzten Tageszeitung
und als Bürger von Thüringen ist
mir aufgefallen, daß in Ihrem Blatt
in letzter Zeit vorwiegend negativ
über unsere Gemeinde berichtet wird
und dadur ch ein falsches Bild über
sie entsteht.
So wird z. B. nur von der Ver-
schuldung und damit zusammenhän-
genden Zahlen gesprochen, die keine
echten Werte darstellen. Unecht des-
halb, weil von der daraus resultie-
renden Vermehrung der Gemeinde-
anlagen und in weiterer Konsequenz
auch Vermehrung des Gemeindever-
mögens, nie die Rede ist. Auch ist
die bisher umfangreiche und sicht-
bar erfolgreiche Arbeit der Gemein-
devertretung noch nie erwähnt wor-
den. So etwa die Sicherstellung der
Wasserversorgung der Gemeinde auf
lange Sicht, die Unterstützungen für
die Ansiedlung von Industrie- und
Gewerbebetrieben und den Bau der
Hauptschule. Besonders der Schul-
neubau ist zentrales Thema der Be-
richterstattung und wird völlig un-
richtig als Produkt gemeindepoliti-
schen Ehrgeizes dargestellt. Wir Thü-
ringer können wohl am besten die
Notwendigkeit dieser neuen Schule
beurteilen, weil wir die schulischen
Bedingungen, unter welchen vorher
in der alten Schule das Auskommen
gefunden werden mußte, und die den
gesetzlichen Vorschriften kraß wi-
dersprachen, kennen; die eine Be-
nachteiligung der Kinder des Schul-
sprengels mit sich brachten, noch'
Augen haben. Es ist je-
deutlich vor
Ge-
denfalls richtiger, wenn unsere
meindevertretung den vielseitigen,
auf sie zukommenden Problemen
nicht aus dem Weg ging und damit
nicht in den Ruf einer schlafenden
Gemeinde geraten ist.
dort müßten auch ausgedehntere
Z. E., Thüringen schaffen wurden.
Kontaktmöglichkeiten der Insassen
untereinander gewährt werden.
Zusammenfassend formulierte
Frau Dr. Bodemann die Situation
etwa folgendermaßen: Das jetzige
Altersheim bietet wohl eine Le-
bensstütze im Alter; andererseits
gewährt es zu wenig Freiheit im
einzelnen. Die Betreuungsmaßnah-
men sollten dosiert und gestaffelt
angeboten werden; die gesamte Be-
treuung dürfte erst bei Bedarf ein-
gesetzt werden.
aber Verbesserungen und eventuell
Erweiterungen der bestehenden
geben kann.
Verletzt: 2 Mopedfahrer
und ein Fußgänger
Am Samstag fuhr ein
Wolfurt.
Mann mit seinem Pkw auf der Pri-
vatstraße Knappenweg in Richtung
Bützestraße. Bei der Kreuzung hielt
er sein Fahrzeug an. Als er nach
links in die Bützestraße Richtung
Lauterach einbog, übersah er einen
in Richtung Schwarzach fahrenden
Mopedfahrer. Durch den Zusam-
menstoß erlitt dieser eine Zertrüm-
merung des dritten, vierten und
fünften Fingers der linken Hand.
Kürzlich fuhr eine Hör-
branzerin mit ihrem Moped mit
überhöhter Geschwindigkeit von
Bregenz in Ric htung Hörbranz. Auf
Höhe des Hauses Lochau, Land-
straße 70, übersah sie einen angeb-
lich auf der rechten Straßenseite in
gleicher Richtung gehenden 33 Jah-
re alten jugoslawischen Gastarbeiter
und fuhr diesen von rückwärts an.
Die Mopedfahrerin kam zum Sturz
und blieb mit Verletzungen unbe-
stimmten Grades in der Fahrbahn-
mitte liegen. Der Fußgänger wurde
an den rechten Fahrbahnrand ge-
schleudert, stand jedoch trotz eines
Schulterblattbruches und verschiede-
ner Rißquetschwunden auf und be-
kaum noch größere Projekte, wohl gab sich in seine Unterkunft.
eget
Lehrerschaft in Vorarlberg
Ihr Artikel in. der Samstagausgabe
vom 11. 5. 1974 beleuchtet das Pro-
blem jedoch nur zu einem Teil. Die
Frage, wer unter diesen Mißständen
zu leiden hat, wurde nicht ange-
schnitten. Es sind dies in erster Linie
„unsere Kinder", die an solchen
Schulen unter verunsicherten Lehr-
kräften die Grundkenntnisse für
ihren zukünftigen Beruf vermittelt
erhalten sollen.
Die Folge dieser glücklosen Zu-
st ände sind (in erster Linie in den
ersten Volksschulklassen) überner-
vöse Kinder, überforderte Eltern und
Lehrkräfte, die mitleidlos dem Druck
von allen Seiten bis zum Zusammen-
bruch ausgesetzt sind.
Ganz besonders hart trifft es jene
Schulen und Klassen (wiederum be-
sonders erste Volksschulklassen), in
denen von seiten der Obrigkeitsbe-
hörde Schulversuche, und zwar Ganz-
heitsmethode und Mengenlehre, an-
geordnet wurd e.
Verantwortungsbewußte Eltern
dieser Kinder sind der Verzweiflung
nahe.
Hier ist besonders interessant,
daß, obwohl in Deutschland, in den
USA und anderen Ländern bereits
negative Ergebnisse gemacht worden
sind, diese Erkenntnisse nicht ver-
wertet wurden und hier ähnliche
Versuche nochmals zum Schrecken
der Kinder, Elter n und Lehrkräfte
durchgeführt werden .
Der von Ihnen zitierte Bezirks-
schulinspektor in Bregenz ist in die-
ser Frage besonders hart und hat bis
heute auf jegliche Einwände von sei-
ten der Elternvereine besonders ne-
gativ reagiert und die erfolglosen Er-
gebnisse allein den Lehrkräften zu-
geordnet, negiert jedoch vollkommen,
daß von seiten der Behörde in keiner
Weise die entsprechenden Vorausset-
(Foto: Spang) zun gen für die Schulversuche ge-
tag vorgesehene Eröffnung der Aus-
E. B. Wolfurt
ste llung „Altrussische Baukunst" im
Vorarlberger Landesmuseum in Bre-
genz wurde mit einem Museumsbe-
such verbunden. Am Abend wohnten
die armenischen Gäste einer außer-
ordentlichen Vorstandssitzung der
österreichisch-Sowjetischen Gesell-
schaft, Landesorganisation Vorarl-
berg, in Bregenz bei.
Heute und am Mittwoch stehen
Exkursionen auf dem Programm, die
die Gäste aus Armenien zum ORF-
Studio nach Do rnbirn und zu den
Vorarlberger Illwerken ins Monta-
fon, ferner zu mehreren Industrie-
unternehmungen und schließlich zur
Pädagogischen Akademie und zum
Schwerpunktkrankenhaus nach Feld-
kirch führen werden. werden.