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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Eine Sauna kostet weniger als man vielfach annimmt. Das gilt vor allen 
Dingen für die preiswerten Modelle zum Selberbauen, deren vorfabri- 
zierte Einzelteile leicht zusammenzusetzen sind. 
	(Foto: Rädler, Wolfurt) 
Sollten Sie daran denken, einen offenen Kamin in Ihrem Haus oder Gar- 
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Wir informieren Sie erschöpfend über alle Möglichkeiten und gewährlei- 
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Samstag,'18. Mai 1974 
„VORARLBERGER NACHRICHTEN"' 
	 
Seite 43 
Stä rker als noch vor ein igen Monaten vermutet, sind heute Tausende 
Österreicher von der Begrenzung der Baukredite betroffen. Neu- und 
Erweiterungsbauten auf privatem und gewerblichem Se ktor werden wegen 
fehlender Geldmittel auf unbestimmte Zeit zurückgestellt. Dennoch 
steigt der Bedarf an Wohnraum ständig. Aus dieser Situation gibt es 
nicht nur einen finanziellen Ausweg, sondern auch eine technische Lö- 
sung, die viele Vorteile in sich vereint. Ohne zusätzliche Aufschlie- 
ßungsarbeiten für Straßen, Kanalisation und Energiezufuhr, kö nnen Sie 
Ihren brachliegenden Dachboden in einen lichtdurchfluteten Raum ver- 
wandeln. Um den Bruchteil der Kosten eines Neubaues oder einer Auf- 
stockung, erhalten Sie wertvollen Wohnraum. Helle und moderne Auf- 
enthaltsräume für gewerbliche und private Zwecke, die Sie leicht 
schaffen können. Was Sie dazu benötigen? Dachflächenfenster für die 
Belichtung und Belüftung, Mineralwolle zur Wärm e- bzw. Kältedäm- 
mung, Gipskartonplatten oder Holztäfelungen zur Wandverkleidung. 
Eine neue Messe im Bodensee- 
(Foto: Velux-Dachflächenfenster) 
raum versucht ab diesem Wochen; 
ende (bis 26. Mai) in St. Gallen eine 
Marktlücke zu schließen: Die Intexpo, 
eine Tochtergesellschaft der OLMA 
in St. Gallen, veranstaltet zum er- 
stenmal eine Publikumsausstellung 
unter dem Titel „Bauen — Wohnen 
— Leben". Rund 100 Aussteller beleg- 
ten vier OLMA-Hallen und einen 
Teil des zur Verfügung stehenden 
Freigeländes. Es ist sicher kein Zu- 
fall, daß am ersten Messewochen- 
ende auch der traditionelle Früh- 
lingsjahrmarkt Besucher nach 
St. Gallen lockt. Zusätzlich soll im 
Hinblick auf die kommende Urlaubs- 
und Reisezeit eine Sonderausstellung 
(18. und 19. Mai) „Camping und Frei- 
zeit" ein Ausstellungsangebot abrun- 
den, das für ein „volles Haus" auf 
St. Gallens Parkplätzen sorgen wird. 
Doch zurück zur eigentlichen 
Messeveranstaltung: „Bauen — Woh- 
nen — Leben" erwies sich bei den er- 
sten Vorbereitungen als .attraktives 
Messethema. Nicht nur der Fach- 
handel, sondern auch zahlreiche Ver- 
bände und Interessensorganisationen 
sind überzeugt, daß gerade in der 
heutigen Zeit eine solche Ausstellung 
die beste Gelegenheit ergibt, wich- 
tige Informationen gezielt an den 
Konsumenten weiterzugeben. 
Nach den ersten Berichten über 
diese neue Publikumsmesse führten 
Gespräche zu Kontakten mit der 
Thema auf ihre Weise die zuste- 
Hochschule St. Gallen, die diesem 
hende Bedeutung beimaß. Die Hoch- 
schule St. Gallen führte unter dem 
gleichen Titel eine vielbeachtete Vor- 
tragsreihe im vergangenen Winter 
durch, deren Texte demnächst auch 
als Buch erhältlich sein werden. 
Eine kommerzielle und eine the- 
matische Gliederung sind das We- 
sensmerkmal der neuen Messe in 
St. Gallen . Der kommerzielle Teil 
umfaßt bekannte Handels- und Ge- 
werbeunternehmen, die praktisch 
alle Produkte und Dienstleistungen 
anbieten, die unter das Messethema 
fallen. So werden z. B. verschiedene 
Banken den zukünftigen Käufer 
eines Hauses oder einer Eigentums- 
wohnung über alle Belange der 
Finanzierungsmöglichkeiten beraten. 
Generalunternehmer präsentieren 
realisierte und geplante _Bauten für 
Wohnungseigentum. 
Im Freigelände zeigen Hersteller 
von Fertighäusern bezugsbereite Mu- 
sterhäuser. Daneben werden aber 
auch die neuesten Erkenntnisse im 
Bau von Saunaanlagen und 
Schwimmbädern gezeigt. 
Besonderes Gewicht liegt natur- 
gemäß auf dem Einrichtungssektor. 
Hier zeigen bekannte Firmen die 
neuesten Kreationen aus dem Mö- 
bel-, Teppich- und Heimtextilien- 
angebot. Natürlich fehlen auch Radio 
und Fernsehen, Haushalts- und Kü- 
chengeräte nicht, ebensowenig wie 
In den w eiten Bereich des Messe- 
Antiquitäten, Leuchter und Uhren. gs. 
themas fallen also sehr viele Lebens- 
bereiche. 
Neben diesem kommerziellen 
Thema mit deutlicher Verkaufsab- 
sicht der Aussteller wurde besondere 
Sorgfalt auf einen thematischen Teil 
der, Ausstellung gelegt. Es beginnt 
schon bei einer hervorragend gestal- 
teten Gartenschau — im Garten le- 
ben gewinnt immer mehr Anhänger! 
Ein blühendes Zauberland soll zei- 
gen, wie man einen Garten für wirk- 
liche Erholung plant und gestaltet. 
Ein bedeutsames Thema — oft 
vernachlässigt — ist das ebenfalls 
im Freigelände errichtete Beispiel 
für Kinderspielgärten und Spiel- 
plätze. Ger ade diesem außerordent- 
lich wichtigen Anliegen wird leider 
auch bei größeren Bauvorhaben oft 
noch zu wenig Aüfmerksamkeit ge- 
widmet. Hier werden Spielgeräte ge- 
zeigt, die die Kinder zu eigener In- 
itiative anregen. Natürlich werden 
alle Geräte für die Kinder von 
Messebesuchern zum Ausprobieren 
zur Verfügung stehen. 
Ob die Fachleute vom Bau, Archi- 
tekten oder auch Bauherrn (private 
und öffentliche), die bei dieser Son- 
derschau angebotenen Möglichkeiten 
und Ideen nützen und in die Tat 
umsetzen, hängt allerdings zum gro- 
ßen Teil von den finanziellen Mög- 
lichkeiten ab. Doch für die gesunde 
Entwicklung der Kinder sollte 
eigentlich kein Betrag zu hoch sein. 
Ob Eigenheim, Mehrwohnungs- 
haus, Hochha us oder ganze Wohn- 
anlagen, fast immer wird 
einer 
auf -den   
lehrreichen, dem neuesten 
Stand entsprechenden Bild- und An- 
schauungsdokumentation umwelt- 
freundliche Artikel und Geräte zei- 
geh. 
Demonstrationen am „lebenden" 
Objekt sollen das Interesse für mehr 
Umweltschutz beim Bauen und Ein- 
richten von. Wohnungen stärker ins 
Blickfeld rücke n. 
Außerdem wird ein mehrtägiges 
Seminar innerhalb, der Messe Um- 
weltschutzfachleute aus verschiede- 
nen Ländern zu einem konstr uktive n 
Gespräch zusammenführen. 
Diese Messe ist sicher ein Versuch. 
Angesichts der zunehmenden Bedeu- 
tung des Wohnens bei vermehrter 
Freizeit des Menschen kann man ein 
lebhaftes Interesse dieses Me sse- 
themas sowohl bei den Ausstellern 
als auch bei den Besuchern erwarten. 
Obwohl die Kreditrestriktionen 
sicher als Investitions- und Konsum- 
bremse wirken, überlegt man in 
St. Gallen schon jet zt, dieses Messe- 
thema:zu einer ständigen Frühjahrs- 
messe zu entw ic keln, wobei nach 
dem Ende der ersten Messe fieber- 
haft überlegt wird, ob diese Veran- 
staltung im Ein- oder Zwei-Jahres- 
Turnus durchgeführt werd en soll. 
Umweltschutz entweder vergessen 
oder die nöti gen Maßnahmen aus 
Spargründen nicht getroffen. Eine 
großangelegte Ausstellung über den 
Spielplätze sind zum Spielen da. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, 
aktuellen Umweltschutz soll mit 
selbst bauen und gestalten zu können. Dies es Elemente-Spielzeug, das sich 
zum Bau ganzer Häuser eignet, entspricht in geradezu idealer Weise dem 
Betätigungsdrang der Kinder. Kinder.
	        
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