Pfänder — Hoch-
berg — Möggers
Eine bequeme Höhenwande-
rung. — Gehzeit gute zwei Stun-
den. Der Weg führt leicht abwärts.
Entfernung 8 km. Etwas Orientie-
rungsvermögen ist erforderlich.
Kompaß-Wanderkarte, Blatt 2.
'Für die Vorarlberger Wandernadel
wird diese Tour mit 5 Punkten
bew ertet.
Ausgangspunkt ist Bregenz.
Auffahrt mit der Pfänderbahn.
Von der Bergstation, vorbei am
neuerbauten Pfänder-Restaurant,
ein Fußweg links hinauf zum
Pfänderspitze (3 Minuten). Für das
bekannte Panorama von dort
lohnt sich ein kleines Verweilen,
da wir auf dem Rückweg nicht
mehr hier vorbeikommen. Unser
Weg führt uns dann rechts vor-
bei am Sendemast und an der
„Schwedenschanze" und der The-
resienkapelle bis kurz vor das
Gasthaus „Moosegg", wo wir den
Höhenrücken besteigen. Wir wan-
dern nun auf dem obersten Rük-
ken des Pfänderstockes und kön-
nen uns dabei nach einer grün-
weißen Markierung bis Möggers
ten Wegkreuz finden wir eine Ta-
orientieren. Bei einem geschnitz-
fel „Trögen—Möggers". Nach ei-
nem Fichtenhochwald führt der
Weg über die Autostraße, zu der
auf der Anhöhe sichtbaren wie-
der erbauten Rochuskapelle von
Trögen. Nach dem dort steh en-
den Bauernhof machen wir links
einen Abstecher auf den nahen
Hochberg, der wegen seinem
schönen Seeblick einen netten
Rastplatz bietet. Am besten von
dort wied er zurück in die Nähe des
vorgenannten Bauernhofes, denn
Achtung, jetzt muß man auf die
Abzweigung aufpassen. Etwa 400
Meter nach der Kapelle geht man
nicht den breiten Alpweg weiter,
sondern sucht ein kleines, un-
scheinbares Holzhüttchen, an des-
sen Giebel, von der Gehrichtung
her nicht sichtbar, eine Wegtafel
angebracht ist „Nach Möggers
1 Stunde, grün-weiß". Nun ge-
hen wir in dieser Richtung des
Pfeiles über eine lange, immer
schmäler werdende, waldumsäum-
te Wiese. An der hintersten rech-
ten Ecke mündet dann der Weg
in den Wald. Im Wald zwei deut-
liche grün-weiße Markierungen.
Wenn wir dieses „Mausloch" ge-
funden haben, ist der weitere
schöne Waldweg nach Möggers
problemlos. In diesem Dorf mit
seinen stattlichen Bauernhöfen
(nur sonn- und feiertags) der
verweilen wir, bis uns um 17 Uhr
Om nibus wieder nach Bregenz
zum Schiffshafen zurückbringt.
Im Win ter ist dieser Weg meist
risten wie für den Langläufer
gespurt und ist für den Skitou- reicher.
ideal. Wir haben eine wohltuende
Wanderung hinter uns und sind
wieder um ein Stücken Heimat
Jörg
Heine
Seine Kindheit und Jugend
Am 20. März 1915 wird er in Obermühl
(OÖ) in ärmlichen Verhältnissen als Sohn
eines Arbeiters geboren. Mit 11 Jahren Voll-
waise, muß er bereits sein Geld selbst ver-
dienen.
Sein Studium
Um es finanzieren zu können, darf er
damals — in den Dreißiger Jahren — nicht
schaufein, Hunger und unbeOgsamer Lern-
wählerisch sein. Fensterputzen und Schnee-
wille prägen diese Zeit. 1938 verläßt er die
Universität und muß einrücken. Doch 1940
promoviert er zum Doktor Juris.
Seine Kriegsjahre
1943 treffen Granatsplitter sein rechtes
Bein. Eineinhalb Jahre später verwunden
Kugeln sein linkes. 1945 kehrt er auf Krücken
in die Heimat zurück.
Seine Arbeit für Österreich
1945 bis 1954 stellt er im GeriChtsdienst
seine Objektivität, sein menschliches Han-
deln und umf assen des Wissen immer wi eder
unter Beweis. Als stellvertretender Rechts-
berater des Außenamtes nimmt er im Mai 1955
an den Abschlußverhandlungen zum österrei-
chischen Staatsvertrag teil.
Dr. Rudolf Kirchschläger ist Mitautor
des österreichischen Neutralitätsgesetzes!
1967-1970 setzt er als Gesandter in Prag
sein unbürokratisches und menschliches
Denken in die Tat um: Besonders während
der Krisentage nimmt er sich dort der Öster-
reicher an. Er ist verantwortungsbewußt und
großzügig gegenüber allen Menschen, die
seiner Hilfe bedürfen.
Seine Familie
Seit 1940 ist er glücklich verheiratet. Der
Ehe entspringen zwei Kinder. Seine ausg e-
glichene Persönlichkeit und das harmoni-
sche Familienleben charakterisiert seine
Gattin Herma mit den Worten: „Ich kann mich
nicht erinnern, daß wir je ernsthaft gestritten
hätten".
Seine Berufung
Er ist ein Staatsmann, auf den Österreich
stolz sein kann. Ein Mann, der die Welt kennt.
Und den die Welt kennt. Auf dessen Objektivi-
tät und Menschlichkeit wir vertrauen können.
Heute als Außenminister. Morgen als Bundes-
präsident.
----Impressum
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leger und Druck: Vorarlberger
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halt verantwortlich: Prof. Dr.
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1210 Wien, Tel. 02 22 / 38 47 222
— Bezirk Bludenz: Adolf Pic-
colruaz, Herrn.-Sander-Str. 16,
Mittwoch, 22. Mai 1974
6700 Bludenz, Tel. 0 55 52 / 24 71.
Weggeschleudert
Bregenz — Vorgestern gegen ca.
21.50 Uhr fuhr ein 20 Jahre alter
Bregenzer mit einem Pkw auf der
Arlbergstraße in Richtung Stadt-
mitte. Bei der Kreuzung Schnabel-
gasse—Schloßgasse überquerte die 71
Jahre alte Ordensschwester Maria
Eisele aus Bregenz (Kloster Rieden-
burg) die Fahrbahn der Bundesstra-
ße 190 und wurde vom Pkw frontal
erfaßt und auf die Fahrbahn ge-
schleudert. Ihr überqueren dürfte
für den Pkw-Lenker überraschend
gekommen sein. Die Ordensschwe-
ster verschied noch an der Unfall-
stelle.
Alphütte abgebrannt
Mittelberg. Am Sonntag gegen 22
Uhr brach auf der 1350 m hoch gele-
genen Laubenzug-Alpe aus bisher
ungeklärter Ursache ein Brand aus,
dem das in Holzbauweise erstellte
Objekt zur Gänze zum Opfer fiel.
Löschwasser stand nicht zur Verfü-
gung. Die Alphütte diente als Unte r-
kunft für Ferien- und Wochenend-
aufenthalte mehrerer Familien aus
Kempten. Das Objekt wurde von den
Bewohnern gegen 16 Uhr verlassen
und war somit zum Zeitpunkt des
Brandausbruches unbewohnt. Der
Gesamtschaden beläuft sich auf ca.
80.000 DM und ist durch Versiche-
rung nur teilweise gedeckt. Zur
Brandbekämpfung waren die Feuer-
wehren des Tales eingesetzt, da das
Feuer auf die angrenzenden Waldun-
gen überzugreifen drohte.
Drei Jugoslawen beraub ten
türkischen Gastarbeiter
Gisingen. Am Sonntag 'wurden
drei jugoslawische Gastarbeiter we-
gen Verdachts des Raubes verhaftet
und in das Gefangenenhaus des LG
Feldkirch eingeliefert. Die Verhafte-
ten trafen am Freitag gegen Mitter-
nacht in einem Gasthaus in Feldkirch
mit einem türkischen Gastarbeiter
zusammen, und versprachen diesem,
ihn per Pkw nach Gisingen in eine
Tanzba r zu bringen. Sie fuhren mit
ihm jedoch in das bewaldete Gebiet
von St. Corneli in Tosters, schlugen
ihn dort mit einem Steckschlüssel
nieder und beraubten ihn seiner Bar-
schaft. Sie ließen den regungslos und
stark blutenden Türken liegen und
fuhr en nach Gisingen, wo sie das ge-
rau bte Geld in Höhe von 3300 S un-
ter sich aufteilten. Der türkische
Gastarbeiter kam, wie sich dann her-
ausstellte, mit leichten Verletzungen
davon.
Alpines
Hütteneröffnungszeiten
Douglass-Hütte: ab 1. Juni bis
Oktober.
Totalp-Hütte: ab 1. Juni bis Ok-
tober.
Lindauer Hütte: ab 1. Juni bis
Oktober.
Fraßen-Hütte: ab 1. Juni bis Ok-
tober.
Tilisuna-Hütte: Pfingsten und ab
16. Juni.
H.-Hueter-Hütte: ab 16. Juni.
Ravensburger Hütte: ab 16. Juni.
Freschenhaus: Pfingsten und ab
16. Juni.
Ferien am Meer
Das italienische Generalkosulat
in Innsbruck teilt mit, daß ein ko-
stenloser Ferienaufenthalt am Meer,
und zwar in Cattolica, vom 1. bis 25.
August 1974, für italienische, in Tirol,
Vorarlberg und Salzburg ansässige
Kinder im Alter zwischen 6 und 12
Jahren organisiert wird. Anmeldun-
gen werden bis spätestens 15. Juni
1974 entgegengenommen. entgegengenommen.