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Full text: Vorarlberger Nachrichten 1974 Q2 (1974)

Pfänder — Hoch- 
berg — Möggers 
Eine bequeme Höhenwande- 
rung. — Gehzeit gute zwei Stun- 
den. Der Weg führt leicht abwärts. 
Entfernung 8 km. Etwas Orientie- 
rungsvermögen ist erforderlich. 
Kompaß-Wanderkarte, Blatt 2. 
'Für die Vorarlberger Wandernadel 
wird diese Tour mit 5 Punkten 
bew ertet. 
Ausgangspunkt ist Bregenz. 
Auffahrt mit der Pfänderbahn. 
Von der Bergstation, vorbei am 
neuerbauten Pfänder-Restaurant, 
ein Fußweg links hinauf zum 
Pfänderspitze (3 Minuten). Für das 
bekannte Panorama von dort 
lohnt sich ein kleines Verweilen, 
da wir auf dem Rückweg nicht 
mehr hier vorbeikommen. Unser 
Weg führt uns dann rechts vor- 
bei am Sendemast und an der 
„Schwedenschanze" und der The- 
resienkapelle bis kurz vor das 
Gasthaus „Moosegg", wo wir den 
Höhenrücken besteigen. Wir wan- 
dern nun auf dem obersten Rük- 
ken des Pfänderstockes und kön- 
nen uns dabei nach einer grün- 
weißen Markierung bis Möggers 
ten Wegkreuz finden wir eine Ta- 
orientieren. Bei einem geschnitz- 
fel „Trögen—Möggers". Nach ei- 
nem Fichtenhochwald führt der 
Weg über die Autostraße, zu der 
auf der Anhöhe sichtbaren wie- 
der erbauten Rochuskapelle von 
Trögen. Nach dem dort steh en- 
den Bauernhof machen wir links 
einen Abstecher auf den nahen 
Hochberg, der wegen seinem 
schönen Seeblick einen netten 
Rastplatz bietet. Am besten von 
dort wied er zurück in die Nähe des 
vorgenannten Bauernhofes, denn 
Achtung, jetzt muß man auf die 
Abzweigung aufpassen. Etwa 400 
Meter nach der Kapelle geht man 
nicht den breiten Alpweg weiter, 
sondern sucht ein kleines, un- 
scheinbares Holzhüttchen, an des- 
sen Giebel, von der Gehrichtung 
her nicht sichtbar, eine Wegtafel 
angebracht ist „Nach Möggers 
1 Stunde, grün-weiß". Nun ge- 
hen wir in dieser Richtung des 
Pfeiles über eine lange, immer 
schmäler werdende, waldumsäum- 
te Wiese. An der hintersten rech- 
ten Ecke mündet dann der Weg 
in den Wald. Im Wald zwei deut- 
liche grün-weiße Markierungen. 
Wenn wir dieses „Mausloch" ge- 
funden haben, ist der weitere 
schöne Waldweg nach Möggers 
problemlos. In diesem Dorf mit 
seinen stattlichen Bauernhöfen 
(nur sonn- und feiertags) der 
verweilen wir, bis uns um 17 Uhr 
Om nibus wieder nach Bregenz 
zum Schiffshafen zurückbringt. 
Im Win ter ist dieser Weg meist 
risten wie für den Langläufer 
gespurt und ist für den Skitou- reicher. 
ideal. Wir haben eine wohltuende 
Wanderung hinter uns und sind 
wieder um ein Stücken Heimat 
	Jörg 
Heine 
Seine Kindheit und Jugend 
Am 20. März 1915 wird er in Obermühl 
(OÖ) in ärmlichen Verhältnissen als Sohn 
eines Arbeiters geboren. Mit 11 Jahren Voll- 
waise, muß er bereits sein Geld selbst ver- 
dienen. 
Sein Studium 
Um es finanzieren zu können, darf er 
damals — in den Dreißiger Jahren — nicht 
schaufein, Hunger und unbeOgsamer Lern- 
wählerisch sein. Fensterputzen und Schnee- 
wille prägen diese Zeit. 1938 verläßt er die 
Universität und muß einrücken. Doch 1940 
promoviert er zum Doktor Juris. 
Seine Kriegsjahre 
1943 treffen Granatsplitter sein rechtes 
Bein. Eineinhalb Jahre später verwunden 
Kugeln sein linkes. 1945 kehrt er auf Krücken 
in die Heimat zurück. 
Seine Arbeit für Österreich 
1945 bis 1954 stellt er im GeriChtsdienst 
seine Objektivität, sein menschliches Han- 
deln und umf assen des Wissen immer wi eder 
unter Beweis. Als stellvertretender Rechts- 
berater des Außenamtes nimmt er im Mai 1955 
an den Abschlußverhandlungen zum österrei- 
chischen Staatsvertrag teil. 
Dr. Rudolf Kirchschläger ist Mitautor 
des österreichischen Neutralitätsgesetzes! 
1967-1970 setzt er als Gesandter in Prag 
sein unbürokratisches und menschliches 
Denken in die Tat um: Besonders während 
der Krisentage nimmt er sich dort der Öster- 
reicher an. Er ist verantwortungsbewußt und 
großzügig gegenüber allen Menschen, die 
seiner Hilfe bedürfen. 
Seine Familie 
Seit 1940 ist er glücklich verheiratet. Der 
Ehe entspringen zwei Kinder. Seine ausg e- 
glichene Persönlichkeit und das harmoni- 
sche Familienleben charakterisiert seine 
Gattin Herma mit den Worten: „Ich kann mich 
nicht erinnern, daß wir je ernsthaft gestritten 
hätten". 
Seine Berufung 
Er ist ein Staatsmann, auf den Österreich 
stolz sein kann. Ein Mann, der die Welt kennt. 
Und den die Welt kennt. Auf dessen Objektivi- 
tät und Menschlichkeit wir vertrauen können. 
Heute als Außenminister. Morgen als Bundes- 
präsident. 
----Impressum 
Anzeige Nr. 14621 
Eigentümer, Herausgeber, Ver- 
leger und Druck: Vorarlberger 
Graphische Anstalt, Eugen Ruß 
& Co., 6901 Bregenz, Kirch- 
straße 35. 
Chefredakteur und für den In- 
halt verantwortlich: Prof. Dr. 
Franz Ortner. 
Stellvertreter: Josef Mattner 
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matteil: Doris Rinke — Fa- 
milienchronik, Motor und Tech- 
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Innen- und Landespolitik: 
\Villy Hillek — Außenpolitik 
und Region: Siegfried Gabrielli 
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mann: Hans Henning Schar- 
sach — Kultur: Liselotte Hanl 
Sport: Josef Mattner, Peter 
Strauß — Wiener Redaktion: 
Sepp Bacher, Danningerweg 9, 
1210 Wien, Tel. 02 22 / 38 47 222 
— Bezirk Bludenz: Adolf Pic- 
colruaz, Herrn.-Sander-Str. 16, 
Mittwoch, 22. Mai 1974 
6700 Bludenz, Tel. 0 55 52 / 24 71. 
Weggeschleudert 
Bregenz — Vorgestern gegen ca. 
21.50 Uhr fuhr ein 20 Jahre alter 
Bregenzer mit einem Pkw auf der 
Arlbergstraße in Richtung Stadt- 
mitte. Bei der Kreuzung Schnabel- 
gasse—Schloßgasse überquerte die 71 
Jahre alte Ordensschwester Maria 
Eisele aus Bregenz (Kloster Rieden- 
burg) die Fahrbahn der Bundesstra- 
ße 190 und wurde vom Pkw frontal 
erfaßt und auf die Fahrbahn ge- 
schleudert. Ihr überqueren dürfte 
für den Pkw-Lenker überraschend 
gekommen sein. Die Ordensschwe- 
ster verschied noch an der Unfall- 
stelle. 
Alphütte abgebrannt 
Mittelberg. Am Sonntag gegen 22 
Uhr brach auf der 1350 m hoch gele- 
genen Laubenzug-Alpe aus bisher 
ungeklärter Ursache ein Brand aus, 
dem das in Holzbauweise erstellte 
Objekt zur Gänze zum Opfer fiel. 
Löschwasser stand nicht zur Verfü- 
gung. Die Alphütte diente als Unte r- 
kunft für Ferien- und Wochenend- 
aufenthalte mehrerer Familien aus 
Kempten. Das Objekt wurde von den 
Bewohnern gegen 16 Uhr verlassen 
und war somit zum Zeitpunkt des 
Brandausbruches unbewohnt. Der 
Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 
80.000 DM und ist durch Versiche- 
rung nur teilweise gedeckt. Zur 
Brandbekämpfung waren die Feuer- 
wehren des Tales eingesetzt, da das 
Feuer auf die angrenzenden Waldun- 
gen überzugreifen drohte. 
Drei Jugoslawen beraub ten 
türkischen Gastarbeiter 
Gisingen. Am Sonntag 'wurden 
drei jugoslawische Gastarbeiter we- 
gen Verdachts des Raubes verhaftet 
und in das Gefangenenhaus des LG 
Feldkirch eingeliefert. Die Verhafte- 
ten trafen am Freitag gegen Mitter- 
nacht in einem Gasthaus in Feldkirch 
mit einem türkischen Gastarbeiter 
zusammen, und versprachen diesem, 
ihn per Pkw nach Gisingen in eine 
Tanzba r zu bringen. Sie fuhren mit 
ihm jedoch in das bewaldete Gebiet 
von St. Corneli in Tosters, schlugen 
ihn dort mit einem Steckschlüssel 
nieder und beraubten ihn seiner Bar- 
schaft. Sie ließen den regungslos und 
stark blutenden Türken liegen und 
fuhr en nach Gisingen, wo sie das ge- 
rau bte Geld in Höhe von 3300 S un- 
ter sich aufteilten. Der türkische 
Gastarbeiter kam, wie sich dann her- 
ausstellte, mit leichten Verletzungen 
davon. 
Alpines 
Hütteneröffnungszeiten 
Douglass-Hütte: ab 1. Juni bis 
Oktober. 
Totalp-Hütte: ab 1. Juni bis Ok- 
tober. 
Lindauer Hütte: ab 1. Juni bis 
Oktober. 
Fraßen-Hütte: ab 1. Juni bis Ok- 
tober. 
Tilisuna-Hütte: Pfingsten und ab 
16. Juni. 
H.-Hueter-Hütte: ab 16. Juni. 
Ravensburger Hütte: ab 16. Juni. 
Freschenhaus: Pfingsten und ab 
16. Juni. 
Ferien am Meer 
Das italienische Generalkosulat 
in Innsbruck teilt mit, daß ein ko- 
stenloser Ferienaufenthalt am Meer, 
und zwar in Cattolica, vom 1. bis 25. 
August 1974, für italienische, in Tirol, 
Vorarlberg und Salzburg ansässige 
Kinder im Alter zwischen 6 und 12 
Jahren organisiert wird. Anmeldun- 
gen werden bis spätestens 15. Juni 
1974 entgegengenommen. entgegengenommen.
	        
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