Geradezu ein beängstigendes Gedränge herrschte gestern in den Nach-
mittagsstunden auf dem Bregenzer Vergnügungspark am See. Das schöne
Wetter loc kte Erwachsene und Kinder ins Freie. Die Veranstaltungen im
Frühlingsfestes
Rahmen des -
waren am Wochenende ausgezeichnet be-
sucht, die Musikkapellen sorgten in der Stadthalle für Stimmung und
(Foto:
gute Unterhaltung.
0. Spang)
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groß im Ange bot
Ein aufsehenerregender Unfall ereignete sich in der Nacht zum Samitag
auf der Bregenzer Bahnhofstraße. Ein Pkw-Lenker fuhr anscheinend mit
am
überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Bahnhof und rammte drei
rechten Straßenrand abgestellte Personenautos. Total beschädigt blieb
ein „Blechsalat" übrig, der Fahrer wurde mit unbestimmten Verletzun-
(Foto: Spang)
gen ins Krankenhaus eingeliefert.
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warnen vor
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Montag, 27. Mai 1974
m Bodensee
Bürgermeister Ammann gegen zweierlei Maß:
(VN / A) Bürgermeister Dipl.-Ing. Rudolf Ammann berichtete in
der letzten Sitzung der Gemeindevertretung von Rankweil, daß die
Stadt Feldkirch einen Entwurf von Verkehrsplaner Dr. Dipl.-Ing.
Zierl entschieden abgelehnt habe. Demzufolge sollte ein Halbanschluß
unmittelbar nach dem Tunnelausgang im Bereich der Haltestelle
Amberg angelegt werden, denn damit wäre ja dem Wunsche Feld-
kirchs entsprochen, in Stadtnähe einen Anschluß zu haben. Dies aber
lehnt Feldkirch wegen der Siedlung sowie der Bahnunterführung
Feldkirch—Schweiz als undurchführbar und unzumutbar ab. Viel-
mehr wünscht Feldkirch neuerdings den Anschlußknoten auf Rank-
weiler Boden in unmittelbarer Nähe der Gemeindegrenze Altenstadt,
was Rankweil aus verkehrsplanerischen Überlegungen schon seit
langem abgelehnt hat.
Lindau. Die Bodensee-Wasser-
werke haben die zuständigen, Be-
hör den von Vorarlberg, St. Gallen,
Baden-Württemberg und Bayern
vor einem Bruch der Erdölpipeline
Genua—Ingolstadt gewarnt, die
sich im Herbst 1973 zwischen Bre-
genz und Li ndau teilweise um 30
Zentimeter gesenkt hatte.
Ein Defekt der Erdölleitung
müsse für die Trinkwasserversor-
gung von Millionen Menschen kata-
strophale Folgen haben, erklärte
AWBR-Präsident M. Schalekamp
(Zürich) am Samstag vor den 45 De-
legierten der Jahresversammlung
der Arbeitsgemeinschaft Wasser-
werke Bodensee-Rhein (AWBR) in
Lindau.
In einem Schreiben an die Be-
hörden der Bodensee-Anliegerstaa-
ten wird gefordert, daß alles unter-
nommen wird, um den Bodensee
„als Trinkwasserspeicher für Mill io-
nen Menschen zu erhalten". Es
Rankweil muß aber seine Über-
legungen mit nicht weniger Vehe-
menz vertreten, weil auch für die
Rankweiler Bewohnerschaft Inter-
essen des Umweltschutzes mitbe-
stimmend sind. Gerade mit Bedacht
auf die Anrainer ist Rankweil ver-
halten, den Anschlußknoten 500 m
nördlich der Langgasse zu fordern.
Es kann in dieser Frage, wie Bür-
germeister Ammann erklärte, nicht
Die Siedlung in Dornbirn-Bremen-
mahd kommt anscheinend nicht zur
Ruhe. Nach erfolgreichen Protesten
gegen Lärmbelästigungen (Stein-
bruch, Kinderspielplatz) gibt es nun
einen neuerlichen Stein des Ansto-
ßes. Zwischen der Siedlung Bremen-
mahd und. dem Waldrand soll ein
Bauwarenlager entstehen. Dagegen
erheben die Bewohner Einspruch, da
sie u. a. durch den Lkw-Verkehr von
und zu diesem Lager eine abermalige
Lärmquelle befürchten.
Was bisher geschehen ist?. Inn er-
halb der Stadt wurde eine Entschei-
dung getroffen, die die Errichtung
dieses .Baumaterialienlagers befür-
wortet. Allerdings ist das letz te Wort
noch nicht gesprochen, da eine Bau-
ge ne hmigung noch nicht erteilt wur-
de. Die Größe des Grundstückes, auf
dem das Lager erstehen soll, beträgt
6000 qm.
Innsbruck. — Anfang Juli wird
der feierliche Anstich des Arlberg-
Straßentunnels erfolgen. Dies er-
klärte der Tiroler Landeshauptmann
Eduard Wallnöfer in einem ORF-
Interview am Samstag. In dieser
Woche erfolgte das grüne Licht für
die Vergabe der Baulose seitens des
Bautenministeriums, der Finanzmi-
nister wird am Beginn dieser Woche
noch die letzten Gespräche mit Bun-
deskanzler Dr. Kreisky führen.
Der Bundeskanzler hat aber am
Mittwoch gegenü ber Landeshaupt-
mann Wallnöfer erklärt, daß der
Ba ubeginn gesichert sei. In den letz-
ten Wochen war es zu Verzögerun-
immer
gen beim Baubeginn gekommen, da
mit zweierlei Maß gemessen
werden.
Weiters berichtete der Vorsitzende
über die laufenden Arbeiten im Ge-
meindebereich. Die Kanalisation im
„Gässele" in Brederis konnt e abge-
schlossen werden. Gleichfalls ist die
Loger-Unterführung (zweites Geleise
der ÖBB) fertiggestellt. Fortschritte
macht die Verlegung des Kanalisa-
tions-Hauptstranges ölz-Mühle —
HTL — König KG — Bahn. Dem-
Nach weiterer Wohnbautätigkeit
durch die Firma I. M. Fußenegger
dürfte die Siedlung Bremenmah d in
naher Z ukunft rund 1400 Einwohner
beherbergen. Die Massierung von
Wohnbauten auf verhältnismäßig
engem Gebiet dürfte dann ihre
Höchstgrenze erreicht haben. In der
Bevö lkerung ist man der Ansicht,
daß auch. die VOGEWOSI keine wei-
tere Verbauung im Bremenmahd
mehr vornehmen soll, damit der hier
ohnedies strapazierte Wohnwert für
die jetzigen Bewohner nicht weiter
vermindert wird. Man könnte sich
den Bau von Einfamilienhäusern auf
dem durch ein Bauwarenlager zur
Verbauung geplanten Grundstück im
Sinne einer aufgelockerten Bauweise
sehr wohl vorstellen, kaum aber ein
Bauwarenlager, das in der Nähe von
konzentriertem Wohngebiet eine un-
zumutbare Lärmbelästigung und
— nach Aussage von Landeshaupt-
mann Wallnöfer -- noch Detailpro-
jekte ausgearbeitet w erden mußten.
Mit dem Baubeginn Anfang Juli
werde man aber keine wesentliche
Verzögerung der Arbeiten in Kauf
nehmen müssen.
Es werden Anfang Juli. drei große
und ein kleineres Bauläs mit einem
Gesamtkostenaufwand von etwa
1,9 Milliarden Schilling vergeben. Es
ist dies die gesamte südliche Tun-
nelröhre, An Vergaben feh len dann
-nur noch die Lüftungsschächte. Der
Tunnelanstich soll im Beisein von
Bundeskanzler Dr. Kreisky stattfin-
den, vermutlich wird Frau Vera
nächst
Kreisky Tunnel-Patin sein.
wird in diesem Bereich das
zweite Baulos begonn en. Auch un-
terhalb von Brederis wird ehestens
der Zusammenschluß der Abwässer-
Hauptstränge vollzogen werden; die
Großanlage in Meiningen wird das
nächste Projekt sein, das angegan-
gen wird.
Ende April d. J. fand die Über-
gabe der Bauarbeiten für die Anla ge
der neuen Landesstraße 52 (Luzien-
straße—Rebengasse) statt; der Zu-
schlag wurde der Baugesellschaft
Ntgele & Co., Sulz, erteilt. Noch sind
nicht alle Grund- und Häuserablö-
sen unter Dach: man zeigt sich in
der Gemeinde jedoch zuversichtlich.
Demzufolge ist auch der Baubeginn
noch nicht fixiert. Einige Detailfra-
gen in der P lanung sollen noch dem-
nächst geklärt werden. Die erste Ar-
beit wird die Verlegung der Nafla
sein, deren Gerinne südlicher ver-
laufen soll. Schließlich wurde noch
berichtet, daß in letzter Zeit die Ka-
nalanschluß- und -benützungsgebüh-
ren für 1973 vorgeschrieben worden
sind, und zwar für jene Bereiche,
in denen bereits eine provisorische
Kanalisierung in Betrieb ist.
auch eine - Beeinträchtigung des
Landschaftsbildes bringt.
Man muß aber auch die andere
Seite sehen. Wie die „VN" berichte-
ten, sind in jüngster Zeit mehrere
Dornbirner Fir men ausgewandert,
weil sie in Dornbirn selbst keinen
geeigneten Bauplatz für Betriebsneu-
fanden.
bau ten oder -erweiterungen
Diese Entwicklung könnte : sich sehr
leicht 'fortsetzen, wenn nicht bald
geeignetes Industriebauland geschaf-
fen wird. Im Falle- Bauwarenlager
Bremenmahd könnte man sich etwa
eine Plazierung an der Straße Stök-
ken vorstellen. Diese Straße wurde
vor kurzem eigens dafür geschaffen,
um den Lkw-Transport zwischen
Steinbruch und Güterbahnhof Wol-
furt durchzuführen, ohne die Sied-
lung Bremenmahd zu berühren. Die-
se Entlastungsstraße war seinerzeit
auch als Industriestraße gedacht. Sie
erschließt Industriegründe, die sich
auch für ein Bauwarenlager eignen.
Als weiteres Industriebauland in
Dornbirn b ietet sich das Gebiet in
Dornbirn-Nord zwischen Bundes-
bahn und B 190 nördlich der Stiglin-
ger Straße an. Dieses unverbaute
Areal würde sich vorzüglich für eine
Verbauung durch Industrie,. Handel
und Gewerbe eignen, da einerseits
die vielfältige Belästigung für die
Bewohner wegfällt und andererseits
die Nähe des Güterbahnhofes Wol-
furt und der Autobahnauffahrt
Dornbirn-Nord mit Anschluß an die
B 190 geg eben ist. Eine Abstimmung
für das Industriebauland Dornbirn-
Nord fiel jüngst im Stadtrat mit 7:1
Stimmen positiv aus. Es ist nun Sa-
Wertanlage und sind meist nicht ver-
che der Flächenwidmungsplanuni,
kaufswillig, teilweise sind den Kauf-
interessenten die Preise zu hoch, so
daß es dann zu jenen unerquickli-
chen Fällen kommt, bei denen zwar
ein Geschäft zustandekommt, die
Überschneidung von Wohn- und In-
dustriegebiet aber nicht im Interesse
einer geordneten Flächenwidmung
liegen kann.
Flucht nach Unfall
Vorkloster. Kürzlich fuhr ein 70-
jähriger Pensionist aus Bregenz mit
seinem Moped über die Kreuzung
Achgasse—Holzackergasse und wurde
dort von einem aus Richtung Rhein-
straße kommenden bisher unbekann-
ten Mopedfahrer seitlic h angefahren.
Durch den Anprall kam der Pensio-
nist zum Sturz und blieb bewußtlos
auf der Fahrbahn liegen. Der Mo-
pedlenker setzte die Fahrt fort, ohne
sich um den Verletzten zu kümmern.
werden, daß die Trinkwasserversor-
gung Vorrang gegenüber allen an-
deren Nutzungen des Bodensees
habe. Die Wasserwerke der AWBR
erwarten, daß die Anliegerländer des
Bodensees über die Grenzen hinweg
zusammenarbeiten.
Herzversagen
beim Fahrradausflug
Gestern in den Vormittagsstunden
unternahm der 30 Jahre alte Maschi-
nist Heinz Gächter aus Götzis, zu-
sammen mit seinem Schwager und
einem Nachbarn eine Radtour nach
Koblach. Auf dem Gepäckträger
führte er sein drei Jahre altes Töch-
terchen mit. Bei der Rückfahrt stürz-
te Gächter in der Kirlastraße und
blieb regungslos auf der Straße lie-
gen. Der s ofort herbeigerufene Ge-
meindearzt stellte den Tod fest, der
durch ein Herzversagen eingetreten
ist. Das Gericht ordnete eine Obduk-
müsse gleichzeitig gewährleistet tion an. Heinz Gächter hinterläßt
seine Gatti n und zwei unversorgte
Kinder.
Während des Wanderas
vom Tod überrascht,
Der bekannte Dornbirner Groß-
kaufmann Herb ert Drexe l, 44 Jah-
re alt, ein begeisterter Berggeher,
unternahm gestern vormittag
eine Wanderung auf die .Alpe
Gichwend im Dornbirner Gemein-
degebiet. Am Nachmittag wurde
Drexel, im ganzen Land geschätzt
und beli ebt, unweit des Weges
In einer Wiese leblos aufgefunden.
Wiederbelebungsversuche blieben
leider, erfolglos.
Der 'Leichnam wurde in einem
Hubschrauber nach Dornbirn ge-
flogen. Wie die ersten Untersu-
chungen ergaben, dürfte Herbert
Drexel, der auch im sportlichen
Leben seiner Vaterstadt eine tra-
gende Rolle spielte, einem Herz-
infarkt erlegen sein. Der Tod die-
ses liebenswürdigen Mitbürgers,
der seine Gattin und zwei Kinder
hinterläßt, hat allseits Trauer und
die ja in zwei Jahren abgeschlossen
Erschütterung ausgelöst.
sein soll, dieses Gebiet tatsächlich
als Industriebauland vorzusehen, um
dem heimischen Unternehmer mehr
Expansionsmöglichkeit innerhalb 'der
eigenen Gemeindegrenzen zu gebe n.
Schließlich ist der Aufstieg Dorn-
birns wesentlich von der Industrie
mitbestimmt worden. Auf die von
ihr der Stadt zuf lie ßenden Steuer-
gelder wird Dornbirn auch weiter-
hin angewiesen sein.
Die Diskrepanz, und die dürfte ja
auch im Falle Bauwarenlager Bre-
menmahd gegeben sein, liegt in der
Problematik des Grundstückkaufs
ALSI SUISSE,
die bekannte SchweizerUhr
und -verkaufs: Besitzer von Grund-
stücken in „industriefreundlichen"
Bereichen betrachten ihre R ealität als als