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Stellungnahmen zu Durchführungsverordnungen zum Schulunterrichtsgesetz
Mittwoch, 29. Mai 1974
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Leistungsbeurteilung nach
Mittwoch, 29. Mai 1974
neuen aßstaben
Namenstag
Erwin
Fahrt nach Hausen /Schweiz
Rhododendren
und Azaleen
Rankweil (NB) — Einen • nicht zu
unterschätzenden Beitrag zur Er-
wachsenenbildung bilden die Lehr-
fahrten des Obst- und Gartenbau-
vereins Rankweil. Eine eben mit
zwei Omnibussen durchgeführte
Fahrt zu der einmaligen Rhododen-
dren- und Azaleenschau in Hausenf
Schweiz begeisterte die zahlreich in-
teressierten Teilnehmer. Ein riesiges
Moorgebiet ist dort seit Jahren mit
diesen wunderbaren Erikazeen-
gewächsen bepflanzt. In herrlichen
Farbschattierungen wachsen die aus
dem Kaukasus stammenden und
neuerdings auch in unseren Gärten
immer mehr angesiedelten Büsche
mit ihren dichten Dolden und dem
glänzenden Blattwerk. Durch das
Spärars
Jokl
Mir ischt an
nöia Zehner
i d'Händ ko.
I luag ihn a
und säg: Und
du sälischt
hearter si als
da alt, du
klenna
Moorgebiet, auch mit Birken, Lär-
Schwindler!
chen und Föhren bepflanzt, die für
den nötigen Schatten sorgen, führen
freundlich angelegte Wege, die den
Beschauer immer wied er vor neue
Überraschungen der in reicher Blüte
stehenden, zum Teil über drei Meter
hohen Büsche führen. Jetzt, zur Zeit
der Hauptblüte, strömen Tausende
von Besuchern ins Seleger Moor, um
diese in unseren Breiten einmalige
Schau zu sehe n.
Die Fahrt führte über Einsiedeln,
wo in der Basilika des Vorarlberger
Barockbaumeisters Kaspar Moos-
brugger einem Festgottesdienst bei-
gewohnt wurde. Die Fahrt durch die
schönen Schweizer Landschaften bei
strahlendem Sonnenschein schenkte
viel Freude.
Über die in die sem Frühjahr unter-
nommenen Fahrten des Vereins an
den Gardasee, nach Paris und in die
Wachau mit dem Besuch zur Eröff-
nungsschau der WIG zeigte Obmann
Elmar Mül ler aus Gisingen sehr
schöne Farblichtbilder, zu denen Ob-
mann Prof. Lampert und Prof. E.
Andergassen die Kommentare spra-
chen. Das reichhaltige Bildmaterial
rief schöne Erinnerungen bei den
Hosen für alle und
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Bregenz, Anton-Schneider-Straße
Dornbirn, Eiseng./Ecke Schubertstr,
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Bludenz, Rathausstraße 9
1,2 15414
Teilnehmern wach. Aus dem „Sing
mit", mit Gitarrenbegleitung von
Ludwig Blocher, verschönte die frohe
Gemeinschaft des vollen Saal es den
Abend selbst.
Für Pfingsten ist eine dreitägige
Fahrt nach Rothenburg ob der Tau-
ber, wo die Pfingstfestspiele st att-
Zum Entw urf einer V erordnung
finden, vorgesehen.
über die Leistungsbeurteilung in all-
gemeinbildenden höheren Schulen
wird unter an derem festgestellt, daß
die Bestimmungen, wonach Schul-
arbeiten und Prüfungen nicht unmit-
telbar an einem Sonntag, Feiertag
oder einem auf eine ganztägige oder
mehrtägige Schulveranstaltung fol-
genden Tag durchgeführt werden
dürfen,• nach Meinung der Landes-
regierung praktisch nicht durchführ-
bar seien, weil es denkb ar ist, daß
ein Fach stundenplanmäßig nur an
einem solchen Tag unterrichtet wird.
.Si nnvolle r wäre es nach •Ansieht der
Landesregierung, eine Einschrän-
kung insoweit vorzusehen, daß an
solchen Tagen der Lehrstoff des un-
mittelbar vorangegangenen Schul-
tages nicht geprüft werden sollte.
Ferner hält es die Landesregie-
rung für fraglich, ob eine zeitliche
Einschränkung von mündlichen Prü-
funge n im Hinblick auf die hohen
Schülerzahlen in allgemeinbildenden
höheren Schulen durchführbar ist,
zumal im vorliegenden Entwurf wei-
tere Beschränkungen hinsichtlich des
Zeitpunktes und der Anzahl von
Prüfungen normiert sind. Im Hin-
blick darauf, daß nach dem Entwurf
Leistungsfeststellungen auch für die
Nutzen haben sollten, ist nach Mei-
übrigen Schüler einen pädagogischen schiedenen Fäch ern mangelnde An-
nung der Landesregierung nicht ein-
zusehen, warum nicht der überwie-
gende Teil einer Unterrichtsstunde
für mündliche Prüfungen aufgewen-
det werd en kann. Zu der im Ent-
wurf weiter vorgesehenen Forde-
rung an den Leh rer, den Schüler bei
Bekanntgabe der Beurteilung nicht
zu „entmutigen oder seine Selbst-
achtung zu beeinträchtigen", meint
die Landesregierung, daß dies etwas
zu weit gehe, weil es nicht zu um-
gehen sei, dem Schüler auch ent-
mutigende Beurteilungsergebnisse
mitzuteilen.
Ausnahme für Fach Musik-
erziehung gefordert
Anschließend nahm die Landes-
regierung auch zum Entwurf einer
Verordnung über die Leistungs-
beurteilung an Anstalten der Lehrer-
bild ung und der Erzieherbildung mit
Ausnahme der Pädagogischen Aka-
demien und verwandten Lehranstal-
ten Stellung. Mit Rücksicht auf eine
leichtere Rechtsanwendung fände es
die Landesregierung günstiger, wenn
in der Verordnung selbst ausdrück-
lich angeführt würd e, daß bei Be-
urteilung der Leistungen in ver-
■
B▪
Wetterbericht der Wetterwarte
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Innsbruck
Großwetterlage: Der
Alpenraum befindet sich unter
dem Einfluß von Störungs-
zonen, die am Südrand der auf-
lebenden Tiefdrucktätigkeit zwi-
schen Schottland und Nordost-
europa in rascher Folge ost- bis
südostw är ts geführt werden.
Vorhersage: Starke Be-
wölkungsschwankungen. Zeit-
weise bedeckt, mit hoher Bereit-
schaft zu teils schauerartigen,
vereinzelt gewittrigen Nieder-
schlägen, zwischendurch lokale
Zitat
des Tages
F rühtem pera turen zwischen 8
Der Mensch ist der Herr des
und 12 Grad, Tageshöchstwerte Geldes, das er hat, aber auch der
15 bis 20 Grad.
Sklave des Geldes, das er haben
Höchste bzw. tiefste Temp e- möchte.
raturen von gestern, 13 Uhr:
Eisenstadt 26, Linz 20 Grad;
übriges Europa: Palermo 25,
München 11 Grad.
Wetterbericht der Wetterwarte
Zürich
Allgemeine Lage: Zwi- e Dä
schen dem Hoch über dem Ost-
atlantik und dem Tief über
Skandinavien werden S törun-
gen gegen die Alpen geführt.
Vorhersage: Am Morgen
teilweise sonnig, später Bewöl-
kungszunahme und Einsetzen
von Niederschlägen. Durch-
schnittliche Temperatur 6 bis 19
Grad.
Sonnenaufgang 4.41, Sonnen-
untergang 20.14 Uhr; der Mond
geht unter sich bis Dienstag,
(VLK) Die Vorarlberger Landes-
4. Juni (Tierkreiszeichen: Löwe).
regierung hat vor kurz em zu Insge-
samt zehn Entwürfen von Verord-
nungen, welche aufgrund des Schul-
unterrichtsgesetzes ergehen, Stel-
lungnahmen abgegeben. Zur Ver-
ordnung betreffend die Schulordnung
erg aben sich keine Be mer kungen.
Aufhellungen kurzer Dauer. Zur Verordnung über die Durch-
führung der Wahl der Mitglieder
des Schulgemeinschaftsausschusses
wurden bei einzelnen Bestimmun-
gen Bemerkungen gemacht.
Zum Entwurf einer V erordnung
über die Durchführung der Wahl der
Schülervertreter bemerkte die Lan-
desregierung, daß auf eine mögli chst
einfache und kostensparende Durch-
führung Bedacht genommen werde.
Hiezu wurden Vereinfachungsvor-
schläge gemacht.
Zum Entw urf einer V erordnung
über die Feststellung der Voraus-
setzungen für den Wechsel des Klas-
merkte die Landesregierung unter lagen oder körperliche Fähigkeiten
senzuges in der Hauptschule be- wurf gesetzwidrig.
anderem, daß nach dem Schulunter- auch bei erwiesenem Leistungswillen
richtsgesetz der Bundesminister für des Schülers nicht zu berücksichtigen
Unterricht und Kunst die Voraus- sind. Im Hinblick auf den Lehrer-
setzungen für die Feststellungen der mange l wäre allerdings zu über-
Klassenkonferenz festzulegen habe. legen, ob das Fach „Musikerziehung"
Für einen Wechsel des Klassenzuges nicht von dieser Regelung, die be-
sei diese Feststellung der Klassen- reits im Schulunterrichtsgesetz be-
konferenz, ob ein Schüler den An- gründet ist, ausgenommen werden
forderungen des anderen Klassen- könnte. Ferner schlägt die Landes-
zuges bzw. einer höheren Stufe vor- regierung vor, auch die äußere Form
aussichtlich entsprechen werde, im der Arbeiten der angehenden Lehr er
Schulunterrichtsgesetz zwingend vor- und Erzieher gesondert zu beurtei-
Griechisches Sprichwort geschrieben. Dies er Rechtslage trü- len, da die äußere Form gerade in
gen Bestimmungen des übermittel- dieser Berufssparte von wesentlicher
ten Verordnungsentwurfes insofern Bedeutung ist.
nicht Rechnung, als darin eine Über-
stellung vom ersten in den zweiten
Klassenzug von bestimmten Mindest-
noten abhängig gemacht werde. Nur
wenn diese Noten nicht erreicht
gesetzwidrig?
würden, sei eine Beurteilung durch
die Klassenkonferenz vorgesehen. In
diesen Punkten sei daher der Ent-
Ferner wurde auch zum Entwurf
einer Verordnung über die Lei-
stungsbeurteilung an allgemeinbil-
denden Pflichtschulen eine Stellung-
nahme abgegeben. Darin heißt es
unter anderem, die Entscheidung
über die Abhaltung einer Schul-
arbeit nach der vierten Unterrichts-
stunde sollte nach Meinung der
Landesregierung der Schulleiter
treffen können. Die Befassung der
Schulbehörde erster Instanz, wie sie
der Entwurf vorsieht, erscheine nicht
notwendig. Ferner könnte nach Auf-
fassung der Landesregierung die
Bestimmung, wonach 'dem Schüler
mündliche Prüfungen mindestens
zwei Unterrichtstage vorhe r beka nnt-
zugeben sind, gestrichen werden.
Außerdem hält es die Landesregie-
rung für zumutbar, daß ein Schüler
ausnahmsweise am selben Tag neben
einer schriftlichen Leistungsfeststel-
lung sich auch einer mündlichen
Leistungsfeststellung unterzieht. Bei
der Entscheidung, ob eine Gesamt-
beurteilung in einem Semester auf
„genügend" bzw. „nicht genüge nd"
zu lauten hat, ist nach dem Entwurf
neben der Beurteilung der erbrach-.
ten Leistung darauf abzustellen, ob
im nächsten Beurteilungszeitraum
ein erfolgreiches Fortschreiten im
Unterrichtsgegenstand erwartet wer-
den könne. Die Landesregierung
hält es für fraglich, ob sich eine vor-
ausschauende Beurteilung eines
Schülers unter dem Begriff „Lei-
stungsbeurteilung" einordnen läßt,
zumal nach dem Schulunterrichts-
gesetz bei der Leistungsbeurteilung
auf den jeweiligen Stand des Unter-
richts Bedacht zu ne hmen ist. In
diesem Zusammenhang wird auch
auf das Schulunterrichtsgesetz ver-
wiesen, wo unter bestimmten Vor-
aussetzungen ein Aufsteigen auch bei
Vorausschauende
„nicht genügend" ermöglicht wird.
Leistu ngsb eurte ilung
BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB 1111111111111111111111111111.131111111 BBBBB
ZZZZZZZZZZZZZZZZZZ BIRMI 1111111112 11111• 111111 111111111M IIIM1111113• 31 1111111111 11111 ZZZZZZZZZZZZZZZZZZZ 1111111111191111.11•••••••111111 ZZZZZZZZZZZZZZZZZZ t
den, das heißt, die Zahl der Jung- Jungarzt ist zu jeder Tages- und
ärzte st eigt an. Laut Gesetz muß Nachtstunde der diensthabende,
jeder frisch promovierte Arzt erfahrene Assistenzartz erreich-
eine dreijährige Spitalspraxis bar.
Die theoretische Ausbildung
ausüben, bevor er sich als prak-
tischer Arzt niederlassen darf. der angehenden Ärzte an Oster-
Unsere Krankenanstalten sind reichs Universitäten ist hervor-
also der Treffpunkt aller frisch ragend. Es ist andererseits kein
promovierten Ärzte, die dort ihre Geheimnis, daß es mit der prak-
Ausbildung erhalten. Da immer tisch en ärztlichen Ausbildung im
mehr Menschen ihre Leiden und Rahmen des Medizinstudiums in
Krankheiten im Kr ankenha us Österreich sehr schlecht bestellt
behandeln lassen, kommen natür- ist. Eine Änderung dieses Zustan-
lich immer mehr Patienten mit des wird sich nicht vermeiden
Jungärzten in Berührung. lassen, will Österreich nicht den
„So ein junger Doktor hat mir Anschluß an den medizinischen
Fernsehen und Presse beschäf-
tig ten sich mehrmals mit ärztli-
chen Fehlleistungen, an denen
unter anderen auch Jungärzte
beteiligt waren. Die Öffentlich-
keit, die an einer einwandfreien
ärztlichen Versorgung äußerst in-
teressiert sein muß, bes chä ftigt
sich daher mit dem Jungärzte-
problem in zunehmendem Maße.
In Sagen, Legenden und Er-
zählungen werden heilkundige
Menschen stets als alte Männlein
oder Weiblein dargestellt, die ir-
gendwo in der Einsamkeit, meist
einem tie fen Wald, haus en und
Kräuter sammeln. Zu den Männ-
lein gehört der lange Bart, wie
zu den Weiblein der Krückstock
oder ein Buckel. Maler vergange-
ner Kunstepochen stellten eben-
falls Ärzte stets im fortgeschrit-
tenen Alter und mit langem Bart
dar. So sah die Romantik den
Arzt: Am Krankenbett sitzend
und sich nachdenklich mit den
Fingern den langen Backenbart
zwirbelnd. Kluge Ärzte, die den
Geschmack des Volkes erkannt
hatten, legten sich daher in der
Vergangenheit einen langen Bart
zu und übten eine „Praxis bar-
barica" meist mit große m Erf olg
aus. Heute wird diese Mode wie-
der modern.
. Nun, die Zeit ist nicht stehen
geblieben, die Mode, auch die
Bartmode, hat sich gewandelt.
Da heute weit mehr Ärzte als
fr üher benötigt w erden, muß
verordnet, Herr Primarius, wür-
für den Nachwuchs gesorgt wer- nen entscheidet!
den Sie vielleicht kontrollieren,
ob ich sie nehmen soll? Der junge
Dok tor hatte so ein Milchgesicht,
ich weiß nicht, ob er genug von
der Medizin versteht". So oder
ähnlich wenden sich sehr häufig
mißtrauische Patienten an ältere
Ärzte und ersuchen um Kontrolle
der von jungen Ärzten angeord-
neten Medikamente.
Es ist in allen Spitälern üb-
lich, daß in Ausbildung stehende
Ärzte keine schwerwiegenden
Entscheidungen über eine durch-
zuführende Behandlung treffen
dürfen. Die Grundzüge der Be-
handlung legt der jeweilige Ab-
teilungsvorstand oder der Assi-
stenzarzt fest. Für jeden im
Universitäten verlieren. Es ist
Krankenhaus Dienst tuenden
ebenfalls kein Geheimnis, daß
ein in Te heran ausgeb ild eter
Jungarzt im Durchschnitt besser
für den Arztberuf ausgebildet ist
als ein frisch promovierter öster-
reichischer Arzt. Das, was an der
Universität versäumt worden ist,
muß der österreichische Jungarzt
während seiner Spitalspraxis
nachholen.
Der hohe Standard der öster-
reichischen Spitäler garantiert
eine gute Ausbildung für Öster-
reichs Jungärzte. Jedes Kranken-
haus hat bestimmte Sicherungen
eingebaut, die Fehlentscheidun-
gen von noch unerfahrenen Jung-
ärzten weitgehend ausschalten
soll en. Wieso ist es aber möglich,
gen" Jungärzte Fehler machen
daß trotz vorhandener „Sicherun-
kö nnen? Die Hauptarbeit im
Rahmen eines Krankenhauses
wird von den in Ausbildung ste-
henden Ärzten geleistet. Wenn
sie auch selbst keine Entschei-
dungen treffen oder müssen, sie
verabreichen die täglich verord-
neten Inj ektionen, sie führ en
kleinere therapeutische Eingriffe
durch und behandeln Wunden
und Brüche.
Kommt es im Anschluß an In-
jektionen zu Zwischenfällen, so
sind fast immer Jungärzte daran
beteiligt, aber nicht etwa, weil
diese Tabletten und Injektionen Standard anderer ausländischer sie schlechter spritzen, vielmehr
deshalb, weil sie die einzigen
sind, die täglich die nötigen In-
jektionen verabreichen. Wer kei-
ne Injektion verabreicht, kann
auch keine Injektionszwischen-
fälle verursachen. Da Assistenz-
ärzte nur selten, Dozenten und
Professoren fast nie Injektionen
verabreichen — sie haben gemäß
ihrer Stellung höhere und grö-
ßere Aufgaben zu erfüllen —
können bei ihnen kaum Zwi-
schenfälle auftreten.
Man soll über einen Jungarzt
nicht vorschnell ein Werturteil
abgeben. Wer urteilen will, muß
sich vorher über die Arbeitsbe-
dingungen eines Jungarztes infor-
mieren. Jeder Autobusschaffner
und jeder Flugpilot darf nur eine
unte rbr ochen Dienst tun, so ver-
begrenzte Zahl von Stunden un-
langen es die strengen Sicher-
heitsvorschriften. Von einem in
Ausbildung stehenden Jungarzt
aber verlangt man, daß er nach
einem 48stündigen ununterbro-
chenen Dienst während eines Wo-
dienendes ab der 49. Stunde wie-
der im Einsatz steht, Aufnahme-
untersuchungen durchführt, In-
jektionen verabreicht oder gar bei
schweren Operationen assistiert.
Gewiß, er wird dafür auch be-
zahlt, gar nicht schlecht übrigens,
wird er aber dabei nicht über-
fordert?
Die Erfahrung ist der Vorteil
des Alters. Einsatzbereitschaft
und Geschicklichkeit sind Vor-
teile der Jugend. Das Aussehen
oder das Alter eines Arztes sind
für sein Können nicht ausschlag-
gebend. Immer wieder bewähren
sich bei Katastrophen und ande-
ren Notsituationen junge Ärzte.
Einige ganz hervorragende Chir-
urgen unserer Zeit stehen noch
im jugendlichen Alter. Theodor
Billroth wurde mit 30 Jahren
schon Professor und wurde mit
38 Jahren Leiter der Wiener Uni-
versitätsklinik für Chirurgie. Der
Patient tut also gut daran, nicht
auf das Alter des Arztes zu
schauen. Neben dem nötigen
fachlichen Wissen und Können
ist die Persönlichkeit des Arztes
ausschlaggebend für seinen Er-
folg. Im ständigen Umgang mit
seinen Patienten reift der Arzt
allmählich zu jener Stufe des
Arzttums heran, wie sie Hippo-
krates vorschwebte. Manche aber
werden zu Bürokraten, sind be-
stenfalls Mediziner, aber keine
Ärzte. Ob jung oder alt, das Kön-
Das Problem der Jungärzte
ZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZ
i.
inumumnigiuminiaruzzammezamminimaziniammummseinmmulmalurinulimulwaimmum marnizainumuumumminuitunanammiaaumnumesii• marnizainumuumumminuitunanammiaaumnumesii•