.‘ Auf dem deutschen Schallplatten-
markt scheint die :Schlacht schon
entschieden: Die Bundesrepublik
wird, Fußballweltmeister 1974. „Das
wird ein Schützenfest", verkündet
n Bayern-„Bomber" Gerd MülleUnd
die''
auf der Rückseite der Single,
allerdings schön vor drei Jahren
aufgenommen und aus aktuellem
-Anlaß jetzt noch einmal aktiviert
wurde, meint der Nationalspieler
schlicht: .„Dann macht- es bumrn."
Erwin Weiß singt das Hohelied auf
den- „Bomber der Nation" und läßt
wissen: „Wir werden Meister.".
„Deutschland vor, noch ein Tor!"
krakeelt der s ingende Mün chner
Tennislehrer Freny Hechenberger:
„Haut doch mal drauf - und reißt
mit ,einem Flankenlauf - doch; mal
die Deckung auf."
Anderswo begnügt man sich- mit
einem „Rucki-zuckil Detlef • Lange
und den Schöneberger Sängerkna-
ben kommen leise Zweifel, doch
siegt die Zuversicht: „Mit etwas
Takt ik, mit etwas Glück holen Wir
den W eltm eister zurü ck."
Die fußballtrunkene Sangesmann-
scha ft, von Flensburg bis Füssen
spart nicht mit guten Ratschlägen.
„Ein Ball hat keine Ecke n" und „Ein
Tär,:das ist ein Bienenhaiis" sollen
,
den' Titel gewinnen helfen.
Selbst-
verständlich.. mangelt'
im Angebot
es,
schon.
der schwarzen Scheiben:, die
vor zwei
Jahren eifrig' mit ums olyni-
pische Geschäft rotierten, auch nicht.
an.
de( offiziellen „World-CuP-Fan-
,
fare". •
rUfiS"
Piej,„Kärig U
wollen Halbfinale
Chancen'. Allstreliana berder
;Fußballweltmeisterschaft
in 'der BRD,
eines,.
sind:so gut 'wie die
Kängu;-:
ruhe': im Epson-Derby", meinte: ein
englischer Kritiker„boshaft ,zur:
WM-
Qualifikation des fünftegontinents. n
Entschei-,
Mit ::seinem :Treffer: im
dungsspiel:j gegen Südkorea, hatte:
erst-:
Mittelfeldspieler JirninY McKay
Tor:zu einer
mals für Australien das
FußballWeltmöisterschaft:' 'aufgesto-
ßerf; :;:der:::ätzeriden Bemerkung:
deS Engländers mag wohl :auch: die:
`Enttäuschung darüber: mitg eschwun-
gen :sein_ daß ausgerechnet das
Mutterland
Weit
des: Fußballs, ::der
me ister ,,vOn :19 66, in der Qualifika-
tion auf der Strecke geblieben War;"
während die Außenseiter ;,aus: dem
Endrundenteilnahme
schaffteni-:: "
Nun::' die ::Australler : wissen natür -
lic h,?: trotz :alle r, ,von
Begeisterung,
ihrer Außenseiterrolle, we isen aber
doch bescheiden dar auf hin': daß die
Känguruhs: immerhin de(' Lage
seien,: eine Spitzengeschwindigkeit
von rund 50 krii/h zu erreichen"und
drei Meter hohe Hinde rnisse zu neh-
Wenn wir wie die ,Känguruhs in
eine-,
den Gruppenspielen die
oder
wä-
an dere Hürde 'nehmen könnte n,
ren wir, schön hochzufriecien", ließ
sich Verbandssekretär Brian L9
Zu spät, du ret test den Udo nicht mehr!
Fevre vernehmen. • •
Tip eines Spitzfindigen:
München liegt viel näher
Der Trainer des FC Ba yern Mün-
chen, Udo Lattek, ist gestern in Wei-
ßenburg/Mittelfranken zur zweiten
Etappe seines Nürnberg—München-.
Fußmarsches nicht mehr angetreten.
„Bayern-Medizinmann" Richard Mül-
ler hatte aus gesundheitlichen Grün-
dringend von einer Fortsetzung
den.
der Marathontour abgeraten. Lattek
, war am Montag bei sengender Hitze
die 44 Kilometer von Nürnberg nach
Weißenburg marschiert; wo -er mit
mehreren Blasen an den Füßen er-
39jährige-
schöpft ankam. Der
hatte
vor einiger Zeitversprochen, im Fal-
le eines Europapokalsieges seiner
Mannschaft von Nürnberg nach Mün-
Es geht in die letzte -c
hen' zu laufen. • Die Bayernspieler
Jensen (links) und • Hansen (rechts)
halfen ihm tatkräftig • ins Ziel, der
ersten Etappe, wo er glaubte, mit
einem. Trick dem' Fortgang der Tor-
tur ein' Schni ppchen schlagen zu
können: Ein Fan hatte ihm verraten,
daß es in der Oberpfalz bei.Amberg
ebenfalls ein München gibt, freilich
keine 180, sondern nur 35 Kilometer
von Nürnberg entfernt. Lattek be-
schloß daher, nach Nürnberg zurück-
zufahren und am Dienstag „in einem
:Stück"- die Strecke Nürnberg—Mün-
chen (Oberpfalz) zu gehen. Das me-
dizinische Veto' machte allerdings
einen Strich durch diese -Rechnung. Lattek .erklärte aber mit Be-
' stimmtheit: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben." Er will am 10.
föli.r1AW
Mittwoch, 29. Mai 1974
Seite 13
13. Juni bis 7. Juli 1974
Deutschland vor
noch ein Tor!"
ihm der Girosieg nicht leic ht gemacht
•
werden wird.
Dabei hatten die. Cracks ausge-
sprochenes Glück, denn sie radelten
ihr Pensum bei Sonnenschein herun-
ter, während der größere Teil des
noch .117 Mann umfassenden Feldes
bei Regen und Wind starten mußte.
Das Etappenklassement: 1. Merckx
49:31; 2. Franco Moser (Italien) 49:58;
Goesta Petterson (Schweden) 50:19;
Ole Ritter (Dänemark) 50:31; 5.
Feyenoord Rotterdam gilt heute
abend (20.30 Uhr) im heimischen Sta-
dion vor 63.000 Zuschauern nach dem
Londoner 2:2 gegen Tottenham Hot-
spur als Favorit für den Gewi nn des
UEFA-Pokals.
Gegenüber dem ersten Endspiel
fehlt bei den Holländern Mittelfeld-
star Wim van Hanegem, der in Lon-
don verwarnt worden war — es war
seine zweite Verwarnung im laufen-
In einem Zeitfahren über 40 km
den Bewerb —, bei den Londonern
einem Kurs bei Forte dei Marmi
auf
fuhr „Super-Eddy" der Konkurrenz
davon, notierte 49:31 Minuten (48,468
km/h Schnitt) und kam dem Führen-
den im Gesamtklassement, dem spa-
nischen. Bergspezialisten Jos6 Manuel
18 Sekunden nahe. Der
Fuente bis auf
Giro ist damit wieder völlig offen.
Wenn sich auch die Prognosen,
Merckx werde -das rosa Trikot anzi e-
hen, nicht erfüllten, mit 2:03 'Minu-
ten auf Fuente, der als zwölfter klas-
Der „Fußballflügel" um den Ab-
teilungsvorsitzenden Walter Kraus
hat sich beim Zweitbundesligisten
1860 München in der Machtprobe
mit dem Präsidium und dem ehema-
ligen Startorhüter Petar Radenkovic
durchgesetzt.
Nach einer bis nach Mitternacht
Präsidiumssitzung
dauernden
.
ließ
der laut dpa mit über drei Millionen
Mark verschuldete Verein in einer
Presseerklärung mitteilen: '„Die Fuß-
ballabteilung hat ein finanzielles
Konzept vorgelegt; das vom Präsi-
dium gebilligt wurde..Die. Fußball-
abteilung wird ermächtigt, mit Trai-
nern, zu verhandeln, die bereits be-
gonnenen Verhandlungen über den
Spielereinkauf- und -verkauf fort-
zuführen und dem Präsidium zur
,
Entscheidung zu unterbreiten.”
Kraus befürwortet eine Rückkehr
von Trainer Max Merk el, unter dem,
1860 München 1966 deutscher Fuß-
ba llme ister wurde und • der später
nach einer „Spielerrevolution" ge-
siert wurde,
feuert worden war.
deutete der Belgier doch
recht eindrucksvoll darauf hin, daß
er sich noch nicht geschlagen gibt.
Daß er nicht mehr wie früher alles
von der Spitze fährt, sondern auf
seine Chance wartet, das spricht nur
für seine taktische Reife. Das ,Duell
der b eiden wird' auch in den näch-
sten zehn Tagen die Szene völlig be-
herrschen.
Auf dem 'Kurs des Zeitfahrens,
nördlich von Pisa, mußte Fuente je-
denfalls zur Kenntnis nehmen, daß
Vereinspräsident Franz Sackmann
dagegen hatte mit einem Plan von
Radenkovic geliebäugelt, der über
einen Gönnerkreis ein Darlehen von
5 00.000 Mark und einen Trainer
hatte bringen wollen. Radenkovic
hatte selbst als technischer Direktor
fungieren wollen. Dieser in den De-
tails nicht abgesicherte „Radenko-
vic-Plan" war auf entschiedenen Wi-
derstand der Fußballabteilung gesto-
ßen.
So rasch wie möglich will 1860
München einen neuen Trainer ver-
pflichten und die Spielerverträge
abschließen. „Für den Trainerposten
stehen fünf bis sechs Bewerber zur
Wahl", erklärte Vizepräsident Al-
bert 'Schmöger. „Auch Max Merkel
steht zur Debatte. Wir wissen, daß
er. eine Mannschaft- zu begeistern
versteht und eigentlich überall Er-
folge hatte." Vorgespräche mit Mer-
„ ke] seien schon geführt worden.
Neuen Zeitungsmeldungen zufolge
steht Max Merkel auch bei Austria/
Kurt Knudsen (Dänemark) 50:44; 6.
WAC als Trainer im Gespräch.
Felice Gimondi (Italien) 50:54; 7. Ro-
ger de Vlaeminck (Belgien) 50:57.
Gesamtwertung nach 12 Etappen:
1. Fuente 58:59,47 Stunden; 2. Me rckx
13. Giro-
Die für heute
angesetzte
Etappe wurde anläßlich des Bom-
benattentats von Brescia auf Don-
nerstag verschoben. Der für Freitag
in San Remo vorgesehene Ruhetag
entfällt.
18 Sekunden zurück; 3. Baronchelli
2:21 Minuten; 4. Gimondi 2:41; 5. Mo-
ser 2:49; 6. de Vlaeminck 2:51.
Todessturz beim
Tourist-Trophy-Training
Beim Training für das Motorrad-
Weltmeisterschafts-Rennen auf der
Insel Man, die Tourist Trophy, ver-
unglüc kte der 38jährige britische Ge-
spannfahrer Peter Hardy tödlich.
Sein Mechaniker, sein Bruder Ro-
nald, wurde schwer verletzt.
Faina Melnik große Klasse
Die sowjetische Weltklasseathle-
tin Faina Melnik, die am Mont ag in
Prag ihren eigenen Weltrekord im
Diskuswerfen auf großartige 69,90 m
verbessert hat, vertritt die Ansicht,
daß sie in Kürze die „Tratunmarke"
von 70 m erreichen werde. Dieses
Nahziel könnte sie schon am Don-
nerstag beim nächsten Meeting in
Preßburg schaffen.
Melnik gibt sich aber damit kei-
neswegs zufrieden. „Mein Traum ist
die 80-m-Grenze", erklärte sie in
Prag in einem Interview ... Und der
großartigen Sportlerin ist diese Lei-
stung auch zuzutrauen.
Maksimovic für drei Pflicht-
spiele gesperrt
Wegen Insultierung eines gegne-
rischen Spielers und wegen Nichtbe-
folgung einer schiedsrichterlichen
Anordnung wurde Maksimovic (Vor-
werk Vorarlberg) vom Strafsenat der
Nationalliga für drei Pflichtspiele
unbedingt gesperrt.
Das Verfahren gegen Starek (Ra-
pid) wurde mangels eines strafbaren
Tatbestandes eingestellt.
sind die Verteidiger Evans und Beal
von ihren Verletzungen noch nicht
ganz hergestellt, über ihren Einsatz
wird erst unmittelbar vor Spielbe-
ginn entschieden.
Tottenham war 1972 Si eger des
ersten UEFA-Pokalturniers, 1973 hol-
te sich Liverpool den Cup, auch im
Messestädtepokal hatte es zuletzt in
den Jahren 1968 bis 1971 britische
Merckx holt auf!
Siege gegeben.
12. Etappe des Giro d'Italia, für Eddy Merckx eine Art „Schicksals-
etappe", denn im Kampf gegen die Uhr half dem Spitzenreiter Fue nte
auch die Unterstützung seiner Mannschaft nicht, und der Belgier zeigte
Solange Fuente (ganz links) mit Hilfe seiner Mannschaft den Belgier Eddy Merckx (rechts) „kontrollieren"
sich von seiner besten Seite.
konnte, hatte das belgische Radsportidol nicht viel zu bestellen, und wenn er den kle inen Spanier attak-
kierte, dann zahlte er meist selbst drauf. 2:21 Minuten. hatte Fuente bereits herausgefahren, aber dieser
Vorsprung wurde im gestrigen Zeitfahren auf 18 Sekunden reduziert. Eddy Merckx gibt sich noch nicht
geschlagen, der Giro d'Italia ist jedenfalls wieder völlig offen.
Sturm Durisol — SW Innsbruck
(Liebenau, Swoboda); Wr. Sportklub
gegen SC Eisenstadt (Sportklub,
Loidl); SK VÖEST — Vienna (Lin-
zer Stadion, Holzer); Simmering ge-
gen Austria Klagenfurt (Simmering,
Ing. Tögl); WSG/VSV — A dmira
Wacker (Villacher Stadion, Tripp);
Vorwerk Vorarlberg — LASK (Bo-
denseestadion, Mößler); Alpine Do-
Austria
nawitz Salzburg ( Dona- Juni weitermarschieren. • ,
witz, Siegl); Rapid — GAK (Rapid,
Bei 1860 München ist der
Jarosch).
Weg für Max Merkel geebnet
•
.
Die letzte Runde der Fußball-Na-
tionalliga-Meisterschaft 1973/74 wird
am Samstag ausgetragen. Alle Spiele
Organisation
werden um 16.30 Uhr beginnen.
Bundessport
;
forciert',
den OSTA-Erwerb
Nationalligarunde
Seit Sonntag läuft in ganz Österreich die Aktion der BSO (Bundes-
sport-Organisation), die auf einen verstärkten Erwerb des Österreichi-
schen Sport- und Turnabzeichens abzielt. Insgesamt sind 314 Orte im
gesamten Bundesgebiet an dieser Aktion beteiligt. Bedingungen für das
ÖSTA liegen bei den Veranstaltern auf. In Vorarlberg besteht laut Mit-
teilung der BSO an folgenden sieben Orten die Möglichkeit, die Leistun-
•
gen für das Abzeichen zu erbringen:
Sportanlage der Hauptschule Hörbranz
Hörbranzr
Sportanlagen der Turnerschaft Lauterach
Lauterach:
Sportanlagen der Hauptschule Wolfurt und Parkbad Lustenau
Wolf urt:
Turnerschaft Jahn, Sportanlagen der Stadt
Feldkirch:
Sportplatz der Hauptschule Feldkirch-Levis
Feldkirch-Levis:
•
Bludenz:
BG und BRG, Sportplatz der Schule
Nach sechs englischen Erfolgen en suite:
Gallenkirch:
Volksschule, Sportanlagen in St. Gallenkirch
Feyenoord Rotterdam gegen
Tottenham klarer Favorit Favorit