Wer in Wien etwas
präsentieren will, tut
dies derzeit mit Vor-
liebe im WIG-Ge-
lände, inmitten vie-
ler Blumen, Sträu-
cher und Bäume: Im
Rahmen einer Mode-
schau zeigt das Mo-
dereferat des WIFI
Wien die aktuelle
Mode für die Garten-
Party. Ein jugendli-
cher Partysmoking,
floral dessiniert, mit
einem anspruchsvol-
len Sommerabend-
kleid aus grüne m
Mousseline.
(Foto: Klomfar)
Auch für Sportfans
ist es nicht immer
selbstverständlich,
daß Sportler und
Sportfunktionäre hell
durch
erleuchtet
schwere Zeiten mar-
schieren. Doch den
Schaffhausern ging
ein Licht auf: Sie
schuf en als Blickfang
für eine dringend be-
nötigte Flutlichtan-
lage im Fußballsta-
dion diese originelle
Spendenbüchse und
stellten sie kurzer-
hand am Rande des
Spielfeldes auf. Ideen
muß man ha ben.
(Foto: Keystone)
Seite 18
Freitag 31. Mai 1974
0
0.0 0
,noch vor Nürnberg,
Köln, Stuttgart und
Hannover. Zusammen
mit der Landeshaupt-
stadt Düsseldorf ver-
tritt es Nordrhein-
Westfalen in der Gunst
der Reisefachleute
würdig an vorderster
Front. Schon im le tzten
Jahr hatte eine Inf as-
Umfrage einen hohen
Attraktivitätsspiegel
für Bonn unter den
Nicht-Bonnern erge-
der Bundesrepublik. ben.,
gilt der Prophet eh
Im eigenen Land
nicht viel. Nur Mün-
chen, Berlin und Ham-
burg, die einwohner-
stärksten Städte der
BRD, lie gen vor Bonn,
das offensichtlich die
Fremden nicht 'wegen
seiner nur drei Hun-
derttausendschaften
einschließlich diploma-
tischer und sonstiger
Gäste anzieht. Etwas
Besonderes muß es
sein, was jeder am be-
Unter den Verhafteteri nach dem
sten selbst erkundet.
Anschlag in Brescia ist auch Doktor
Walter Moretti, 29, der mit dem Ter-
rorakt in Zusammenhang gebracht
Die seit zwei Tagen anhaltenden
heftigen Auseinandersetzungen zwi-
schen zumeist jugendlichen Demon-
stranten und der Frankfurter Poli-
- zei wegen des am Montag in Kraft
'getretenen . Verkehrsverbundes mit
teilweise erheblichen Fahrpreiserhö-
furt
hungen wurden' auch gestern fortge-
setzt. Die Krawalle, die mit - Stra-
ßenblockaden begonnen hatten, ver-
schärften sich, als das Gerücht um-
ging, ein' beim Polizeieinsatz, mit
Wasserwerfern.' verletzter
jünger
IVIann sei gestorben»
.
Das<
erste-.:experimentelle
;
”Energiehaus" Deutichlands
soll in Aachen:entsteheri. Mit
'denn Bacrdes Hauses, In ,dem
Wissenschafter;
Methoden zur
Energieeinsparung und zur
Nutzung der Sonnenenergie
praktisch erproben , wollen,
soll In Kürze begonnen wei-
den; Das',,Energiehaus". wird
etwi,die
Größe eines Einfa-
milienhauses: erhalten und
rund' 70 M111., S 'kosten, Das .
Haus soll mit besonders gu-
. ter isolation der Wände,. neu-
"artigen Isellerienstern, Anla-
gen zur Aüsnutzung der Son-
nenetiei•gie ausgestattet
`
wer
Heizölverbreuch'soll›,
den: Der
'1,fünftel".
bis auf ." ein
gesenkt
werden.
. ,
Mißwahl erregt Moralhüter
Als „Beleidigung der öffentlichen
Moral" bezeichneten die Vertreter
der reformierten Partei im Gemein-
derat der niederländischen Stadt
Doornspijk einen für nächste Woche
Schönheitswettbewerb.
„Ich habe noch nicht einmal meine
ei gene Frau so gesehen, wie diese
Mädchen bekleidet sind", entrüstete
sich einer der Stadträte. Während die- Orchester zu spielen'
Bonn 4BDF) Eine
Umfrage unter genau
26 Dutzend Reiseexper-
ten, Touristikmana-
gern, Verkehrsamts-
direktoren, Reisejour-
nalisten, Kurhauschefs
und — sie durften im
Reigen nicht fehlen —
Werbefachleuten hat
es jetzt ans Licht ge-
brach t: die Bundes-
hauptstadt Bonn liegt
unter den „Top Ten"
der beliebtesten Städte.
5
Ein Mitglied einer angeblich paraz
militärischen <Terroristengruppe ist
am Donnerstag in der mittelitalieni-
schen Provinz Rieti bei einer Schie-
ßerei mit Polizisten getötet worden.
Zwei • Karabiniere und mehrere Mit-
glieder der Gruppe wurden verletzt.
Bewaffnete italienische Polizeiein-
heiten ha tten ein militärisch ange-
legtes Zeltlager in einem abgeschie-
denen Waldstück entdeckt. Bei ihrem,
Eintreffen eröffneten die Terroristen,
Die internationale Frühlingssaison
1974- hat, ihren strahlenden Höhe-
punkt: Mehr als 500 Personen aus
dem exklusiven Freundeskreis der
Familie Rothschild feierten Dienstag
nacht im Familienschloß nahe von
Paris die Verlobung des 32jährigen
David de Rothschild und der 18 Jahre
alten Olympia Aldobrandini. Unter
den illustren Jet-Set-Gästen befan-
den sich so auserwählte und strah- wird.
lende Mitglieder der internationalen
„Szene" wie Jacqueline Kennedy-
Onassis samt Schwester Prinzessin
Radziwill, die Prinzessin de Bourbon
von Frankreich und weitere ent-
ganzes
thronte Fürstlichkeiten, ein
Aufgebot Pariser Modeschöpfer und
Modezaren, darunter Guy Laroche,
Marc Bohan, Yves Saint Laurent und
Pierre Cardin.
Da die Familie Rothschild in
geplanten Frankreich „top" ist, befanden sich
auch mehrere Vertreter der franzö-
sischen Regierung in der erlauchten
Runde der „schönen Menschen".
vriex=
die ,Nachrichtenagentur ; Ansa
rneldete;:das
Feuer. Zwei junge Leu-
te, die 'festgenommen wurden, be-
zeichneten sich als Mitglieder der
rechtsradikalen Organisation „SAM"
(Squadra, di azione F Mussolini —
,
Kampfverband. Mussolini).
Außerdem w urden in der Nacht
zum Donnerstag durch Bombenan-
schläge in Treviglio bei Bergamo ein
Tanzlokal und in Re ggio di Calabria
eine Möbelfabrik• erheblich beschä-
bega nnen, bedienten sich die Gäste
von den mit-- Champagner, Kaviar,
geraüchertern Lachs und anderen
auserlesenen Speisen reichgedeckten
und blumenübersäten Tischen.
Das Paar wird am • 29. Juni in
einer schlichten Zeremonie im pri-
vaten Kreis in dem Städtchen de
Reux in der Normandie getraut wer-
den.
Verschmilzt man Wasserstoffatom-
kerne miteinander, wird Energie frei.
Den eindrucksvollen Beweis für die-
se schlichte These der Physiker lie-
fert en nicht nur seit einigen Milliar-
den Jahren die Sonne, in deren In-
nern laufend Kernverschmelzungs-
prozesse stattfinden, sondern auch
die erste explodierende Wasserstoff-
bombe auf der Erde. Bis heute ist es
den Wissenschaftern freilich nicht
gelungen, diese in der Atombombe
unkontrolliert ablaufende „Kernfu-
sion" zu zähmen und für die Ener-
giegewinnung nutzbar zu machen.
Gru nd: Der Wasserstoff muß erst
auf ungeheure Temperaturen (100
Millionen Grad) und gewaltige Drük-
ke gebracht werden, bevor die Atom-
kerne miteinander reagieren. Auf
einer internationalen Fachtagung in
Garching bei München (BRD) disku-
tierten jetzt erstmals Experten aus
Ost und West gemeinsam darüber,
ob sich "nicht Fusionsprozesse auch
mit Hilfe von sehr energiereichen
Laserstrahlen auslösen lassen. Wäh-
rend eine Tagung zum gleichen The-
ma vor zwei Jahren in Marly le Roi
bei, Paris noch überwiegend geprägt
war von mehr ,oder minder ein-
drucksvollen Gedankenspielen zu
in
diesem Problem, so• ze igte sich jetzt
München, daß der Einfall, „Laser-
kanonen" für Fusionsexperimente zu
nutzen, weltweit zu „zünden" be-
ginnt. Das Garchinger Max-Planck-
Institut für Plasmaphysik, in dessen
Räumen sich die Forscher trafen,
überraschte die Tagungsteilnehmer
mit der Vorführung eines photoche-
mischen Jodlasers, der bereits eine
Energie von 60 Milliarden Watt (Gi-
gawatt) für die Dauer einer 'Nano-
Sekunde (Milliardstel Sekunde) ab-
strahlt. Das entspricht in etwa • der
mit der
Kapazität sämtlicher Kraftwerke-1n-
den USA. Eine neue
Anlage,-
eine Leistung von. 100 Gigawatt er-
reieht werden' soll, ist zur Zeit in
Fusions-
Garching, dem Zentrum der
l3undesre-
reaktorforschung in der
publik, im Bau. Eines Tages will man
hier ein ganzes Bündel solcher Laser
auf ein Kügelchen .aus Wasserstoff
ausrichten, um den MateriekluroPen
mit einer von allen Seite n kommen"
den Lichtkanonade auf die für Fli"
sionsprözesse notwendigen hohen
brin-
Temperaturen• und Drücke ,•zu
—
gen.
onn Touristik-Topstar
• •
Tilgt..
BRD-Hauptstadt ist beliebtestes Städte-Reiseziel
® et- eiern
Inwieweit politische Motive, die
seit' dem
de Bombenanschlag'
-
vom
Dienstag in Brescia hinter allen sol-
chen Fällen vermutet werden, stehen,
ist noch nicht geklärt.
In mehreren italienischen Groß-
städten ist es am Mittwoch bis in die
späten Abendstunden zu Straßen-
schlachten zwischen Demonstranten
und der, Polizei gekommen. Hundert-
tausende Menschen ha tten gegen den
Bombenanschlag vom Vortag in der
norditalienischen Stadt Bres cia pro-
testiert, bei dem während einer anti-
faschistischen Kundgebung sechs
Menschen getötet und -94 _ verletzt
amtlichen-An-
worden waren. Nach
gaben wurden Dutzende Demon-
stranten festgenommen.
In Rom und Mailand, wo es die
größten Demonstrationen gab, feuer-
te die Polizei Warnschüsse ab und
setzte Tränengas gegen die Men-
schenmenge ein, die die Parteibüros
der neofaschistischen Partei M. S. I.
belagert hatten. Zu schweren Aus-
einandersetzungen kam es vor allem
in Neapel, wo nach Angaben der Po-
lizei 41 Personen verletzt und 17 Ju-
gendliche festgenommen wurden. wurden.